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Nachrichten

Montag, 31. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: Bei einem israelischen Marine-Einsatz gegen einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für den Gazastreifen sind nach Armee-Angaben mindestens zehn Menschen getötet worden. Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet, nachdem sie von den pro-palästinensischen Aktivisten an Bord mit Messern und Eisenstangen attackiert worden seien. Eine türkische Hilfsorganisation sprach sogar von 15 Getöteten, die meisten seien Türken gewesen. Trotz israelischer Warnungen wollte der aus sechs Schiffen bestehende Konvoi Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. Seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Hamas 2007 dort hält Israel eine strikte Blockade des Gebietes aufrecht. Die Militäraktion stieß inzwischen auf massive Kritik. Palästinenserpräsident Abbas bezeichnete sie als Massaker. Das türkische Außenministerium warf Israel vor, internationales Recht gebrochen zu haben, weil die Schiffe in internationalen Gewässern aufgebracht worden seien. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft nannte den Einsatz inakzeptabel, Bundesaußenminister Westerwelle äußerte sich "tief besorgt".

WASHINGTON: Die US-Regierung befürchtet, dass im Golf von Mexiko noch monatelang große Mengen Öl ins Meer fließen werden. Nach dem Scheitern der sogenannten Top-Kill-Operation könnte das Öl im schlimmsten Fall bis Ende August aus dem Leck in 1500 Meter Tiefe sprudeln, erklärte Carol Browner, die Beraterin von Präsident Obama in Energiefragen. Sie bezog sich damit auf Angaben des BP-Konzerns, wonach erst bis August andauernde Entlastungsbohrungen den Öl-Ausfluss gänzlich stoppen werden.

GUATEMALA-STADT: Beim ersten Tropensturm der Saison sind in Guatemala und anderen zentralamerikanischen Ländern etwa 100 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Guatemala tötete der Sturm "Agatha" nach Regierungsangaben 82 Menschen, mehr als 110.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Wie Guatemala riefen auch El Salvador und Honduras wegen heftiger Regenfälle und Erdrutschen den Notstand aus.

BOGOTA: Der frühere kolumbianische Verteidigungsminister Santos hat die Präsidentenwahl mit klarem Vorsprung gewonnen, die notwendige absolute Mehrheit aber knapp verfehlt. Auf den Regierungskandidaten entfielen nach Auszählung fast aller Stimmen rund 46 Prozent. Sein Gegenspieler, der frühere Bürgermeister der Hauptstadt, Mockus, kam auf rund 21 Prozent. Die Stichwahl findet am 20. Juni statt. Der konservative Amtsinhaber Uribe, der das südamerikanische Land seit 2002 regiert hatte, durfte verfassungsgemäß nicht wieder antreten.

BONN: In der ehemaligen Bundeshauptstadt hat eine neue Verhandlungsrunde zur Vorbereitung des nächsten UN-Klimagipfels Ende des Jahres im mexikanischen Cancún begonnen. Bei der Arbeitskonferenz der Vereinten Nationen geht es vor allem darum, den derzeitigen Stillstand nach dem Scheitern des Weltklimagipfels in Kopenhagen aufzubrechen. Dort hatten sich die Staats- und Regierungschefs lediglich darauf einigen können, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

DÜSSELDORF: Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, zur Sanierung des Haushaltes die Steuern zu erhöhen. Seine Partei schlage eine zeitlich befristete, einmalige Vermögensabgabe für große Privatvermögen und eine Reform der Erbschaftssteuer vor, sagte Grünen-Chef Cem Özdemir der Tageszeitung "Rheinische Post". Zudem müsse der Spitzensteuersatz von derzeit 42 auf 45 Prozent angehoben werden. Deutschland habe bei der Schuldenbegrenzung eine Lokomotivfunktion in Europa, so Özdemir weiter. Er hoffe, dass sich in der Regierung die durchsetzten, die nicht nur einseitig auf Einsparungen setzten.

POTSDAM: Die Flutwelle der Oder wandert nach Norden. Die Lage bleibe aber auf den gesamten 170 Flusskilometern in Brandenburg angespannt, teilte das Hochwassermeldezentrum Frankfurt/Oder mit. Die Deiche hielten dem Druck aber Stand. Die Experten fürchten weiteren Regen, da so die Deiche noch stärker aufgeweicht werden könnten. Sorgen bereitet auch das Hochwasser der Warthe in Polen, das bis Ende der Woche die Oder erreichen soll. Südlich der Warthe-Mündung sinken die Pegel bereits.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Gebietsweise kurze Auflockerungen mit gelegentlichen Schauern. Höchstwerte zwischen zehn und 18 Grad.

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