1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 31. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

POTSDAM: Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst steht offenbar vor einer Lösung. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte, Arbeitgeber und Gewerkschaften hätten sich auf einen Kompromiss verständigt. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur sieht dieser höhere Einkommen, längere Arbeitszeiten und Sonderregelungen für bestimmte Berufsgruppen vor. Allerdings muss die Einigung noch von den Tarifkommissionen der Gewerkschaften und den Mitgliedern der kommunalen Arbeitgeber gebilligt werden. Während bei den Gewerkschaften alles auf eine Zustimmung hindeutet, soll bei den kommunalen Arbeitgebern wegen der Finanzprobleme vieler Gemeinden dagegen noch ein großer Diskussionsbedarf bestehen. Ein Scheitern gilt zwar inzwischen als unwahrscheinlich, ist aber noch nicht vollständig auszuschließen.

DÜSSELDORF: Im Streit um Arbeitszeiten und Beschäftigungsgarantien bei der Deutschen Post macht die Gewerkschaft Verdi nun Ernst. Nach Angaben einer Sprecherin wird es am Dienstag bundesweit Warnstreiks geben. Das Angebot der Post, betriebsbedingte Kündigungen weiter auszusetzen und die Arbeitszeit der Beamten zunächst für weitere drei Monate nicht zu verlängern, hatte Verdi am Wochenende abgelehnt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem, die Arbeitszeit für alle 55.000 Postbeamten bei 38,5 Stunden festzuschreiben.

FRANKFURT AM MAIN: In der deutschen Wirtschaft gibt es nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Entlassungen als Neueinstellungen. Im ersten Quartal 2008 seien knapp 40.000 Stellenstreichungen angekündigt, berichtet das Blatt nach Auswertung von mehr als 100 Großunternehmen. Dem stünden nur noch 23.000 geplante neue Stellen gegenüber. Letztmals habe es Ende 2005 dieses negative Verhältnis gegeben.

BERLIN: In Deutschland streben offenbar weniger Branchen als erwartet einen verbindlichen Mindestlohn an. Medienberichten zufolge haben sich nur fünf Branchen gemeldet, die einen Mindestlohn wollen. Das seien die Zeitarbeit, das Sicherheitsgewerbe, Großwäschereien, Forst-Dienstleister sowie die Weiterbildung. Die SPD hatte mit mindestens zehn Interessenten gerechnet. Die Union sieht sich jetzt in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Mindestlöhnen bestätigt. - Am heutigen Montag endet die Melde-Frist, um ins bundesweite Entsende-Gesetz aufgenommen zu werden. Damit würden Mindestlöhne allgemeinverbindlich festgelegt.

PEKING: Mit scharfer Kritik hat China auf den Appell der Außenminister der Europäischen Union reagiert, einen Dialog mit dem Dalai Lama aufzunehmen. Tibet sei eine innere Angelegenheit Chinas, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Kein Land und keine internationale Organisation hätten das Recht, sich einzumischen. Die EU-Außenminister hatten bei ihrem Treffen im slowenischen Brdo am Samstag die chinesische Führung zu einem substantiellen und konstruktiven Dialog mit dem Dalai Lama aufgerufen. Zu einem möglichen Boykott der Olympischen Spiele in Peking äußerten sie sich nicht.

HARARE: Zwei Tage nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Simbabwe hat die staatliche Wahlkommission damit begonnen, die Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Auswertung in einigen wenigen Wahlkreisen ergab zunächst eine weitgehend gleichmäßige Verteilung der Parlamentssitze zwischen Opposition und der Regierungspartei ZANU(PF) von Präsident Robert Mugabe. Insgesamt sind 210 Parlamentssitze zu vergeben. Vor der Veröffentlichung waren die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt Harare verstärkt worden. Bereits am Sonntag hatte sich die Bewegung für einen Demokratischen Wandel MDC von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai zum Wahlsieger erklärt. Die Regierung wies dies als Spekulation zurück und warnte vor einem Staatsstreich. Ein Ergebnis der Präsidentenwahl soll erst später bekannt gegeben werden. Gegen Mugabe war hier neben Tsvangirai auch Ex-Finanzminister Simba Makoni angetreten.

JERUSALEM: US-Außenministerin Condoleezza Rice setzt ihre diplomatischen Bemühungen zur Beschleunigung des Nahost-Friedensprozesses bei einem Treffen mit Israels Premier Ehud Olmert fort. Zuvor war sie in Amman mit dem jordanischen König Abdullah zusammengekommen. Dieser hatte ähnlich wie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die israelische Siedlungspolitik als ein Haupthindernis für mehr Stabilität in der Region kritisiert. Auf Drängen der USA stellte die israelische Führung inzwischen einige Erleichterungen für das alltägliche Leben im palästinensischen Westjordanland in Aussicht. Die Rede ist von neuen Wohnungen für mehrere zehntausend Menschen in der Nähe von Ramallah. Außerdem sicherte die Armee zu, Dutzende von Straßenblockaden aufzuheben.

BAGDAD: Wegen der nachlassenden Gefechte mit schiitischen Milizen hat die irakische Regierung die Ausgangssperre in der Hauptstadt weitgehend wieder aufgehoben. Ausgenommen sind nach Angaben der militärischen Führung drei Stadtteile, die als Hochburgen schiitischer Milizen gelten. Allein in Bagdad waren seit Beginn der Kämpfe etwa 90 Menschen getötet worden. Ein weiterer Schwerpunkt der tagelangen Gefechte war die Hafenstadt Basra im Süden des Landes. Erst am Sonntag hatte der radikale Schiitenführer Moktada el Sadr seine Gefolgsleute zum Rückzug aufgerufen.

BANKOK: In der thailändischen Hauptstadt haben die ersten offiziellen Beratungen über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls begonnen. Regierungvertreter aus etwa 180 Staaten wollen bis Freitag zunächst über die Themen und den Zeitplan diskutieren. Der neue Vertrag, der über die Ziele des Kyoto-Protokolls zur Eindämmung der Emissionen klimaschädigender Treibhausgase hinausgeht, soll 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden. Auch die USA, die bisher jede Festlegung auf verbindliche Klimaschutzziele ablehnen, nehmen an den Verhandlungen teil. Das Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus.

MÜNCHEN: Mit einem Festakt wird am heutigen Montag der neue Präsident des Goethe-Instituts ins Amt eingeführt. Es handelt sich um den 68-jährigen Klaus-Dieter Lehmann. Er war seit 1999 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin und wurde im vergangenen September einstimmig zum Nachfolger der bisherigen Instituts-Präsidentin Jutta Limbach gewählt. - Das Goethe-Institut hat sich zum Ziel gesetzt, die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland zu fördern, die internationale kulturelle Zusammenarbeit zu pflegen und ein umfassendes Deutschlandbild zu vermitteln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im äußersten Osten heiter. Sonst viele Wolken, besonders Richtung Bodensee zeitweise Regen. Zehn bis 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Berlin: 8 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 9 Grad, wolkig
München, Hamburg und Dresden: 10 Grad, bei wenigen Wolken.

Audio und Video zum Thema