1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 31. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

JERUSALEM: US-Außenministerin Condoleezza Rice hält einen Waffenstillstand und eine dauerhafte Lösung im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah bis Ende der Woche für möglich. Sie werde sich für eine entsprechende UN-Resolution einsetzen, die auch den Einsatz einer internationalen Truppe regeln müsse, sagte Rice in Jerusalem. Dort hatte die US-Außenministerin seit Samstag Gespräche mit der israelischen Regierung geführt. - Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat in New York in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung angekündigt, er wolle eine Resolution zur dauerhaften Lösung des Libanon-Konflikts verabschieden. Zugleich äußerte sich das höchste UN-Gremium erschüttert über den israelischen Luftangriff auf das Dorf Kana in Südlibanon.

JERUSALEM: Israel hat die Luftangriffe auf den Libanon für 48 Stunden eingestellt. Ein Militärsprecher teilte mit, die Maßnahme habe um ein Uhr MESZ begonnen. Die Luftwaffe behalte sich aber neue Einsätze vor, wenn die Hisbollah Raketenangriffe vorbereiten sollte. Um Mitternacht hatten israelische Kampfjets nach libanesischen Angaben noch mutmaßliche Stellungen der Hisbollah nahe der syrischen Grenze bombardiert. Während der Aussetzung der Luftangriffe soll eine Untersuchung klären, wie es zu den 56 zivilen Todesopfern beim Bombardement des südlibanesischen Dorfs Kana am Sonntag gekommen ist. Das kündigte die israelische Außenministerin Zipi Livni an. Außerdem soll Zivilisten ermöglicht werden, den Südlibanon zu verlassen.

BERLIN: Nach der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Tony Blair für eine baldige Waffenruhe ausgesprochen. Die Bombardierung des libanesischen Dorfs Kana habe gezeigt, wie dringend ein Waffenstillstand benötigt werde, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der Weltsicherheitsrat müsse nun an den Bedingungen für eine solche Feuerpause arbeiten. In einem Telefonat hatten die beiden Regierungschefs zuvor ihr Bedauern und ihre Trauer über die Opfer des israelischen Luftangriffs im Südlibanon ausgedrückt.

KINSHASA: Nach der friedlich verlaufenen Wahl in der Demokratischen Republik Kongo hat der politische Direktor der UN-Mission in dem afrikanischen Land, Albrecht Conze, die Rolle der europäischen Soldaten gelobt. Die EU-Truppe habe eine psychologisch wichtige Rolle gespielt, sagte Conze im Deutschlandradio Kultur. Ein Eingreifen ausländischer Soldaten bei der Wahl am Sonntag sei nicht nötig gewesen. Der EU-Truppe gehören auch Bundeswehrsoldaten an. Conze mahnte gleichzeitig zur Wachsamkeit während der Auszählung der Stimmen. Die Auswertung der Wahl wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern.

KABUL: Die Nato hat den Einsatz ihrer Afghanistan-Schutztruppe auf den unruhigen Süden des Landes ausgeweitet. Dort waren bislang die US-geführten Koalitionstruppen im Kampf gegen Taliban und Al-Kaida im Einsatz. Sie werden nun von 8.000 überwiegend britischen, kanadischen und niederländischen Soldaten abgelöst. Die knapp 3.000 zur Isaf-Schutztruppe gehörenden deutschen Soldaten werden nicht in den Süden Afghanistans verlegt. Die Bundeswehr führt das Isaf-Regionalkommando im Norden des Landes. Im Osten Afghanistans wurden bei einem Anschlag auf eine Moschee mindestens fünf Menschen getötet. Eine Autobombe explodierte nach Polizeiangaben während eines Gottesdienstes in der Nähe der Stadt Jalalabad.

COLOMBO: Anführer der Tamilen-Rebellen haben den seit vier Jahren geltenden Waffenstillstand in Sri Lanka für nichtig erklärt. Sie beschuldigten die Regierung, durch anhaltende Angriffe die Rückkehr zum Bürgerkrieg zu erzwingen. Man habe beschlossen zurückzuschlagen, falls die Armee in das Rebellen-Gebiet einfalle. In den vergangenen Tagen hatten die Aufständischen der 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' sich heftige Gefechte mit sri-lankischen Truppen geliefert. Die jüngste Eskalation nährt die Sorge von Beobachtern, der Inselstaat könne erneut in den Bürgerkrieg abgleiten.

MEXIKO-STADT: Mehr als eine Million Menschen haben in der Hauptstadt Mexikos gegen den vermuteten Wahlbetrug bei der Präsidentenwahl vor vier Wochen demonstriert. Der unterlegene Kandidat Manuel López Obrador unterstrich seine Forderung nach einer Neuauszählung der Stimmen. López Obrador hatte bei der Wahl gegen den konservativen Bewerber Felipe Calderón verloren. Dessen Vorsprung betrug gerade einmal rund 240.000 Stimmen.

WIESBADEN: Die Fußball-Weltmeisterschaft hat dem Einzelhandel nicht den erhofften Schub gebracht. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilte, lagen die Umsätze im Juni inflationsbereinigt um 0,4 Prozent unter denen des Juni 2005. Rückgänge seien vor allem bei Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnet worden.

BERLIN: Die zweite Ehefrau des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt, Rut Brandt, ist im Alter von 86 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. SPD-Chef Kurt Beck würdigte die Verstorbene als großartige First Lady. Sie habe die SPD und ihre Politik mit Interesse und Sympathie begleitet. Die gebürtige Norwegerin hatte ihren späteren Ehemann 1944 in Skandinavien kennengelernt. Dorthin war Brandt während der Nazi-Zeit emigriert.

ZUM RENNSPORT: Formel-1-Pilot Michael Schumacher hat den Großen Preis von Deutschland in Hockenheim gewonnen. Der Rekord-Weltmeister steuerte seinen Ferrari vor seinem brasilianischen Teamkollegen Felipe Massa und dem Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes ins Ziel.

ZUM TENNIS: Der Deutsche Thomas Haas hat zum zweiten Mal nach 2004 das Tennisturnier von Los Angeles gewonnen. Der 28 Jahre alte Hamburger bezwang im Finale den Russen Dimitri Tursunow mit 4:6, 7:5 und 6:3. Haas feierte damit seinen dritten Turniersieg in diesem Jahr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wechselnd wolkig mit sonnigen Abschnitten. Vor allem im Süden und Südosten noch Schauer und Gewitter. Tagestemperaturen zwischen 23 und 30 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten bei wolkigem Himmel:

Hamburg: 18 Grad;
Berlin und München: 22 Grad;
Dresden: 21 Grad;
Köln/Bonn: 19 Grad und
Frankfurt am Main: 20 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 31.07.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/8sAg
  • Datum 31.07.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/8sAg