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Nachrichten

Montag, 30. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der Chef des angeschlagenen US-Autoherstellers General Motors, Rick Wagoner, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der bisherige Finanzvorstand und GM-Europa-Chef Fritz Henderson solle die Konzernspitze übernehmen, teilte der Mutterkonzern des deutschen Autobauers Opel mit. Nach Angaben aus dem Weißen Haus hatte die US-Regierung auf einen Rücktritt Wagoners gedrängt. US-Präsident Barack Obama will am Nachmittag seinen Rettungsplan für die amerikanische Autoindustrie vorstellen. Aus Regierungskreisen verlautete, die von Obama eingesetzte Auto-Taskforce habe die Sanierungspläne der Autokonzern GM und Chrysler als unzureichend abgelehnt. GM solle Geld für 60 Tage bekommen, um unter neuer Führung einen überzeugenden Plan vorzulegen. Chrysler erhalte Finanzhilfen für 30 Tage, um eine Einigung mit Fiat zu erzielen.

RÜSSELSHEIM: Beim Betriebsrat des deutschen Autobauers Opel ist der Wechsel an der Spitze des US-Mutterkonzerns GM auf Beifall gestoßen. Für Manager, die das Unternehmen heruntergewirtschaftet hätten, sei es längst Zeit zu gehen, sagte Betriebsratschef Klaus Franz. Angesichts der Rettungsbemühungen der Regierung für den angeschlagenen Opel-Konzern sprach sich SPD-Chef Franz Müntefering nochmals für eine Staatsbeteiligung aus. Zunächst müsse aber weiter versucht werden, Investoren für die deutsche Traditionsmarke zu finden. Wie die "Frankfurter Allgemeine" berichtet, ist Opel durch die so genannte Abwrackprämie nicht mehr unmittelbar von der Pleite bedroht. Kurzfristig seien so viele Aufträge eingegangen, dass die bisherige Aussage, im zweiten Quartal sei Opel zahlungsunfähig, nicht mehr zutreffe, so das Blatt.

BERLIN: Vor dem Hintergrund der Datenaffäre legt die Deutsche Bahn an diesem Montag ihre Bilanz für 2008 vor. Laut Medien will Bahn-Chef Hartmut Mehdorn dabei auch zu den Vorwürfen gegen ihn in der Affäre Stellung nehmen. Am Wochenende war bekannt geworden, dass E-Mails von rund 80.000 Bahn-Mitarbeitern ausgespäht wurden. Spekulationen über einen Rücktritt des Bahn-Chefs waren die Folge. Nach Aussagen sowohl von Vertretern der CDU als auch der SPD schwindet Mehdorns Rückhalt in der Regierung zunehmend.

ISLAMABAD: Bewaffnete Extremisten haben ein Ausbildungszentrum der Polizei in Pakistan angegriffen und dabei mindestens elf Beamte getötet. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens 50 Polizisten bei dem Anschlag nahe der Stadt Lahore im Osten des Landes verletzt. Demnach umstellten inzwischen Spezialkräfte von Polizei und Armee ein Gebäude, in dem sich die Angreifer verschanzt haben sollen. Unbestätigten Berichten zufolge sollen sie Geiseln genommen haben. Zum Zeitpunkt der Attacke hielten sich etwa 700 Rekruten in dem Zentrum auf.

WASHINGTON: In einem Altenpflegeheim im US-Staat North Carolina hat ein bewaffneter Mann ein Blutbad angerichtet. Um sich schießend zog der Mann in der Ortschaft Carthage von Raum zu Raum und tötete acht Menschen. Mindestens drei Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der 45-jährige Täter wurde überwältigt und festgenommen. Sein Motiv ist unbekannt.

PODGORICA: Die Regierungskoalition in Montenegro hat bei der vorgezogenen Parlamentswahl ihre bisherige knappe absolute Mehrheit deutlich ausgebaut. Das Bündnis "Für ein europäisches Montenegro" von Ministerpräsident Milo Djukanovic erreichte nach zwei stabilen Hochrechnungen 51 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Opposition musste eine schwere Niederlage einstecken. Die sozialistische SNP kam auf 16 Prozent und legte damit als einzige Oppositionspartei leicht zu. Dagegen fiel die Partei der Serben auf neun Prozent und die Reformpartei PZP auf sechs Prozent zurück. Der 47-jährige Djukanovic kann nun zum sechsten Mal Regierungschef des kleinen Balkanlandes werden. Er will Montenegro schnellstmöglich in die EU und die NATO führen.

ANKARA: Bei den Kommunalwahlen in der Türkei hat sich die regierende Partei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan als stärkste Kraft behauptet. Nach Auszählung der meisten Stimmen kam die islamisch-konservative Partei auf 39 Prozent. Bei der Parlamentswahl 2007 hatte sie 46 Prozent erreicht. Auch in den beiden wichtigsten Städten, Ankara und Istanbul, lag die AKP knapp vorn. Zweitstärkste Kraft wurde landesweit die säkulare Republikanische Volkspartei mit 23 Prozent, gefolgt von der Partei der Nationalistischen Bewegung mit 16 Prozent. Überschattet wurde die Abstimmung von Kämpfen zwischen Anhängern rivalisierender Parteien. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet. Die Wahl galt als wichtiger Stimmungstest für Erdogan und seine Reformpläne.

PARIS: Der französische Filmkomponist Maurice Jarre ist tot. Der 84-Jährige starb in Los Angeles, wie das Management seines Sohnes mitteilte. Jarre war in seiner Karriere neunmal für den Oscar nominiert, dreimal hat er ihn gewonnen: In den 60er Jahren für "Lawrence von Arabien" und "Doktor Schiwago", zwei Jahrzehnte später für "A Passage to India". Der Vater des Musikers Jean Michel Jarre gilt als Pionier der modernen Filmkomposition. Die Berlinale hatte ihn erst im Februar für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Ehrenbären geehrt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist heiter bis wolkig und trocken. Nur im Süden gebietsweise etwas Regen. Höchstwerte zwischen fünf und 13 Grad Celsius.

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