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Nachrichten

Montag, 30. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIEN: Nach dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft haben die Polizeibehörden in den deutschen Städten eine positive Bilanz gezogen. Die überwiegende Mehrheit der Fans habe sich nach der Niederlage der Nationalelf im Endspiel gegen Spanien friedlich verhalten. Nur aus Magdeburg und Schwerin wurden einzelne Krawalle gemeldet. Das deutsche Team, das am Abend gegen Spanien mit 0:1 verloren hatte, wird am frühen Nachmittag am Brandenburger Tor in Berlin erwartet. Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte auch Bundespräsident Horst Köhler, es sei schon ein großer Erfolg gewesen, das Endspiel überhaupt erreicht zu haben. In Spanien feierten die Menschen bis zum Morgen ausgelassen den Europameister-Titel. In Madrid wurden Polizisten von einigen Randalierern mit Steinen und Flaschen beworfen.

HARARE/ TOKIO: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Präsidentschaftsstichwahl in Simbabwe mit Staatschef Robert Mugabe als alleinigem Kandidaten als nicht rechtmäßig bezeichnet. Das Ergebnis gebe nicht den wirklichen Willen des simbabwischen Volks wieder, erklärte Ban in Tokio. Zu dieser Einschätzung waren auch die 'Entwicklungsgemeinschaft Südliches Afrika' und Vertreter des so genannten Panafrikanischen Parlaments gekommen. Die politische Krise in Simbabwe steht an diesem Montag im Mittelpunkt eines Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Ägypten, an dem auch Mugabe teilnimmt. Er hatte sich am Sonntag trotz des umstrittenen Ergebnisses für eine weitere Amtszeit vereidigen lassen. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hatte angesichts der massiven Gewalt gegen seine Anhänger auf eine Teilnahme an der Stichwahl verzichtet.

PEKING: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat bei ihrem Besuch in der chinesischen Hauptstadt für einen harten Kurs gegen den umstrittenen simbabwischen Staatschef Robert Mugabe geworben. Gegenüber Außenminister Yang Jiechi bekräftigte sie die Absicht der USA, Sanktionen gegen Simbabwe zu verhängen. Mit Blick auf das Nuklearprogramm Nordkoreas zeigten sich beide Seiten einig, dass bereits wichtige Fortschritte erzielt worden seien. Weitere Gesprächsrunden müssten jetzt folgen. Rice wurde auch von Staats- und Parteichef Hu Jintao empfangen. Dabei dankte Hu den USA für die Hilfe bei der Bewältigung der Erdbebenkatastrophe.

PEKING: Vertreter des Dalai Lama sind in China eingetroffen, um den Dialog mit der Regierung des Landes fortzusetzen. Nach Angaben führender Exil-Tibeter in Indien sollen die Gespräche am Dienstag und Mittwoch in Peking stattfinden. Eine ursprünglich bereits für Juni geplante Gesprächsrunde war wegen des schweren Erdbebens im Südwesten Chinas abgesagt worden. Exil-Tibeter hatten zuletzt auf möglichst häufige Treffen mit chinesischen Regierungsvertretern gedrängt, um gegenseitiges Misstrauen abzubauen. Demonstrationen für mehr Autonomie der Himalaja-Region hatte die chiniesische Regierung im März niedergeschlagen.

BERLIN: In Afghanistan übernimmt die Bundeswehr an diesem Montag von Norwegen die Aufgabe der schnellen Eingreiftruppe im Norden des Landes. Mit der Quick Reaction Force -QRF- stellt Deutschland, das innerhalb der Internationalen Schutztruppe ISAF für Nordafghanistan zuständig ist, erstmals einen Kampfverband in der Region. Verteidigungsminister Franz Josef Jung hatte bei der Verabschiedung der 200 Soldaten starken Einheit gesagt, die Bevölkerung müsse sich darüber im Klaren sein, dass der Einsatz auch Gefahr für Leib und Leben der Soldaten bedeute. Insgesamt hat Deutschland derzeit rund 3.500 Soldaten in Afghanistan. Das Mandat soll im Herbst auf 4.500 Mann aufgestockt werden.

JERUSALEM: Die israelische Regierung hat einem höchst umstrittenen Gefangenen-Austausch mit der libanesischen Hisbollah-Miliz zugestimmt. Obwohl die beiden zum Austausch vorgesehenen israelischen Soldaten vermutlich tot sind, fiel die Entscheidung im Kabinett mit großer Mehrheit. Dem Beschluss zufolge wird Israel im Gegenzug fünf inhaftierte Hisbollah-Kämpfer freilassen. Der Austausch war von Deutschland vermittelt worden. Die Verschleppung der beiden Soldaten hatte 2006 den Libanon-Krieg ausgelöst.

MADRID: Die Angst vor Versorgungsengpässen und die drastischen Preissteigerungen der vergangenen Monate beschäftigen den Welt-Erdöl-Kongress (WPC) in Madrid. Mehr als 3.000 Delegierte der Erdöl produzierenden Staaten und der Ölindustrie beraten bis Donnerstag, wie diesen Herausforderungen begegnet werden soll. Auch geht es um die Frage, wie beim Erdölverbrauch der CO2-Ausstoß möglich gering gehalten werden kann, um das Klima nicht noch weiter zu beeinträchtigen.

KHARTUM: Im Sudan ist ein Frachtflugzeug in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Khartum abgestürzt. Nach Medienberichten sollen fünf Besatzungsmitglieder an Bord der Unglücksmaschine gewesen sein. Es sei nicht bekannt, ob sie das Unglück überlebt hätten. Zunächst hatten Augenzeugen von einer großen Explosion und einem Absturz über einem Wohngebiet berichtet. Diese Angaben konnten aber nicht bestätigt werden. Die Maschine habe beim Start in Khartum Probleme mit einer der Tragflächen gehabt und sei auf das Ende der Startbahn gestürzt, hieß es zum Unglückshergang. Erst vor wenigen Wochen waren beim Absturz eines Airbus der staatlichen sudanesischen Fluglinie Sudan Airways in Khartum 30 Menschen ums Leben gekommen.

BERLIN: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist mit seinen Vorschlägen zum Abbau von Staus auf den deutschen Autobahnen auf Kritik gestoßen. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband erklärte, eine Ausdehnung des Überholverbots für Lastwagen würde die Waren noch stärker verteuern. Minister Tiefensee strebt eine Trennung der Fahrspuren auf Autobahnen für Lkw und Personenkraftwagen an. Auf stark befahrbaren Strecken sollten die Transporter ausschließlich die rechte Spur benutzen dürfen, hatte er in einem Zeitungsinterview vorgeschlagen. Die Lkw-Maut solle zu verkehrsreichen Zeiten höher ausfallen als gewöhnlich.

PARIS: Bei einer simulierten Geiselbefreiung sind in Südfrankreich 16 Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris hatte ein Soldat bei einer Vorführung in einer Kaserne in Carcassonne mit scharfer Munition statt mit Übungsmunition geschossen. Bei den meisten Verletzten handelt es sich um Zivilisten, die zu einem 'Tag der offenen Tür' in die Kaserne gekommen waren. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall sonnig und trocken, nur an der Ostsee und südlich der Donau gibt es gelegentlich Schauer. Höchstwerte zwischen 20 und 33 Grad.

Zuletzt meldeten:

Berlin und Frankfurt am Main: 20 Grad, leicht bewölkt;

Dresden und München: 18 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 17 Grad, leicht bewölkt und

Hamburg: 16 Grad, wolkig.

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