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Nachrichten

Montag, 30. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

BANGKOK: Mit einem eindringlichen Appell zum Handeln haben internationale Experten in der thailändischen Hauptstadt mit Beratungen über das Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel begonnen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen nach Angaben von Teilnehmern die Kosten für die Reduzierung der Treibhausgase. In einem Entwurf für den Abschlussbericht, der bis Freitag verabschiedet werden soll, heißt es, Energiesparen und eine Abkehr von Kohlendioxid-lastigen Methoden der Energiegewinnung gehörten zu den wichtigsten Maßnahmen. Neben einer Umstellung von Kohle auf Gas, Atomkraft und erneuerbare Energien empfehlen die Experten auch die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern. Da Vertreter von etwa 150 Regierungen dem Abschlussbericht zustimmen müssen, rechnen Beobachter mit zähen Verhandlungen.

KABUL: Knapp zwei Monate nach dem Mord an einem deutschen Entwicklungshelfer ist im Norden Afghanistans ein einheimischer Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe erschossen worden. Nach Angaben der Organisation stoppten Bewaffnete in der Provinz Kundus einen Lastwagen der Helfer, zwangen den Fahrer zum Aussteigen und töteten ihn. Von zwei weiteren Mitfahrern fehlt jede Spur. Den LKW steckten die Attentäter in Brand. Die Polizei gab an, sie habe vier Tatverdächtige festgenommen. Die Welthungerhilfe setzt jetzt ihre Arbeit in der Provinz Kundus vorerst aus. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die sich derzeit in Afghanistan aufhält, zeigte sich entsetzt über den Anschlag. Sie betonte aber zugleich, Deutschland dürfe trotz der Gewalt nicht an seiner Hilfe für das Land zweifeln.

KABUL: Soldaten der NATO und der afghanischen Armee haben im Süden Afghanistans eine Offensive gegen die Taliban gestartet. Sie ist Teil der vor rund zwei Monaten begonnenen 'Operation Achilles'. Mit dem neuen Vorstoß solle die Kontrolle der Regierung von Präsident Hamid Karsai über die Provinz Helmand gestärkt werden, teilten die Behörden mit. Die Provinz ist eine der größten Opium-Anbaugebiete des Landes. Die neue Offensive steht unter der Leitung britischer Streitkräfte. Insgesamt sind rund 2.500 Soldaten daran beteiligt. Zuvor waren im Westen Afghanistans mehr als 130 Taliban-Kämpfer getötet worden. US-geführte Truppen und afghanische Soldaten hatten gezielt Stützpunkte der Aufständischen angegriffen.

BERLIN: Im Streit über US-Pläne für ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa sieht der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Kotenjow, nicht die Gefahr eines neuen Kalten Kriegs. Russland gehe es vielmehr darum, gemeinsam mit der Nato und den USA eine territoriale Raketenabwehr in Europa zu entwickeln, sagte Kotenjow im Deutschen Fernsehen. Zugleich betonte er, dass die Bemühungen der USA, Russland in die Überlegungen für eine Raketenabwehr einzubeziehen, bisher nicht ausreichend seien. Dies solle im Nato-Russland-Rat am 10. Mai in Brüssel erörtert werden.

WASHINGTON: Der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und der Klimaschutz stehen im Mittelpunkt des Gipfels der Europäischen Union und der USA. Zudem geht es bei den Beratungen in Washington um das von den USA in Osteuropa geplante Raketenabwehrsystem. An dem Treffen nehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel als EU-Ratspräsidentin, US-Präsident George W. Bush und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso teil. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die Unterzeichnung eines neuen Partnerschaftsabkommens, mit dem die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und der USA auf eine neue Grundlage gestellt werden sollen.

DÜSSELDORF: Drei Tage vor der als entscheidend geltenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie sind die Warnstreiks nochmals ausgeweitet worden. Der Schwerpunkt der Aktionen lag in Nordrhein-Westfalen. Vorübergehende Arbeitsniederlegungen gab es auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und Berlin. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld für die 3,4 Millionen Arbeitnehmer der Branche. Die Arbeitgeber bieten bislang 2,5 Prozent und einen einmaligen Konjunkturzuschlag von 0,5 Prozent. Führende Metaller betonten nochmals, falls sich die andere Seite nicht bewegen sollte, sei die Gewerkschaft zu einem Arbeitskampf bereit.

BONN: Im Tarifkonflikt der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft verdi nochmals ihre Position bekräftigt. Ihr Verhandlungsführer Lothar Schröder ließ keinen Zweifel daran, dass die Große Tarifkommission am Freitag die Urabstimmung über Streiks beschließen werde. Verdi habe über fünf Verhandlungsrunden hinweg versucht, sich mit den Arbeitgebern zu einigen. Aber diese wollten anscheinend einen Konfrontationskurs. Schröder nannte es ein Unding, dass 50.000 Telekom-Beschäftigte auf neun Prozent des Gehalts verzichten, drei Jahre lang keine Lohnerhöhung erhalten und zusätzlich länger arbeiten sollten.

MOSKAU: Nach den Krawallen um ein sowjetisches Kriegerdenkmal in Estland hat die russische Staatsduma den Rücktritt der Regierung des Nachbarlandes gefordert. Diese habe die Krise provoziert und sei nicht in der Lage gewesen die Ausschreitungen zu unterbinden, sagte der russische Vorsitzende des Parlametsausschusses für Veteranenbelange, Nikolai Kowaljow. Der Streit um das Denkmal, das am Freitag abgebaut wurde, belastet seit Monaten das Verhältnis zwischen beiden Ländern. Russland betrachtet sich als Befreier Estlands von der Nazi-Herrschaft. Für die Esten ist das Kriegerdenkmal Symbol für den Beginn einer neuen Besatzung.

PEKING: Gut ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking gibt es in China laut Amnesty International noch immer gravierende Menschenrechtsverletzungen. Die Regierung habe ihre Zusagen gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee nicht eingehalten, beklagt die Menschenrechtsorganisation. Bürgerrechtsaktivisten würden verfolgt, Menschen ohne Gerichtsverhandlung inhaftiert, inländische Medien kontrolliert und das Internet zensiert, heißt es in einem Bericht. Die chinesische Regierung wies die Vorwürfe zurück.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten einige Wolken. Sonst meist wieder sonnig. Höchstwerte 18 bis 26 Grad.

Zuletzt meldeten bei fast wolkenlosem Himmel:

Hamburg: fünf Grad;
Berlin: sieben Grad;
Dresden: sechs Grad;
Köln/Bonn und München : zehn Grad sowie
Frankfurt am Main: neun Grad

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