1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 3. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PJÖNGJANG: Die USA wollen nach nordkoreanischen Angaben das kommunistische Land von ihrer Liste der Staaten nehmen, die Terrorismus unterstützen. Das meldete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf das Außenministerium in Pjöngjang. Die USA äußerten sich dazu bislang noch nicht. Nach zweitägigen Gesprächen mit Vertretern Pjöngjangs in Genf hatte der US-Chefunterhändler Christopher Hill am Sonntag mitgeteilt, Nordkorea wolle bis Ende 2007 seine gesamten Nuklearaktivitäten offenlegen und sein Atomprogramm einstellen. Mitte des Monats soll die nächste Runde der Sechs-Parteien-Gespräche in China stattfinden, wo Einzelheiten erläutert werden sollen.

BAGDAD: Die britischen Truppen haben ihren Abzug aus dem Zentrum der südirakischen Hafenstadt Basra abgeschlossen. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte, die rund 500 britischen Soldaten seien nach der Übergabe des Militärstützpunktes auf dem Gelände des Palastes von Basra auf die britische Basis am Flughafen der südirakischen Stadt verlegt worden. Die Kontrolle über die Stadt Basra haben damit irakische Sicherheitskräfte übernommen. Der britische Premierminister Gordon Brown sprach im BBC-Hörfunk von einer vorausgeplanten und organisierten Truppenverlegung. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London sollen die britischen Truppen bis zum Herbst komplett aus dem Süden des Irak abgezogen werden. Derzeit sind dort rund 5.500 Mann stationiert.

BERLIN: Das Entwicklungsministerium hat den Startschuss für den neuen Freiwilligendienst 'weltwärts’ gegeben. Junge Erwachsene bis 28 Jahre könnten sich jetzt für einen 6- bis 24-monatigen Einsatz in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa bewerben, sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Im kommenden Jahr sollen zunächst bis zu 3.000 Freiwillige ins Ausland gehen können. Langfristig seien bis zu 10.000 Stellen pro Jahr geplant. Mehr als 200 Entwicklungsorganisationen und Kommunen wirkten an dem Konzept mit. Der Einsatz ist bei entsprechender Länge als Zivildienst anrechenbar. Für Reisekosten, Kost und Logis sowie 100 Euro Taschengeld im Monat sollen die Organisationen aufkommen. Dafür will der Bund 580 Euro für jeden Freiwilligen zahlen.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wirbt für eine stärkere Zusammenarbeit mit Asien beim Klimaschutz und in Fragen der Energieversorgung. Gemeinsame Probleme brauchten gemeinsame Lösungen, sagte Steinmeier zum Auftakt eines dreitägigen Treffens der deutschen Botschafter in Berlin mit Schwerpunkt Asien. Klimaschutz und Energieversorgung könnten ohne eine Einbeziehung der wirtschaftlich immer bedeutsamer werdenden Länder Asiens nicht bewältigt werden, sagte der Minister.

BRÜSSEL: Die Europäische Union plant eine Initiative zur Erleichterung der Einwanderung aus Drittstaaten. Ziel sei es, die illegale Einwanderung einzudämmen, legale Migration zu fördern und dem Arbeitskräftemangel in einigen Wirtschaftsbereichen entgegenzuwirken, erklärte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Letztenendes müsse aber jedes EU-Land selbst entscheiden, wie viele Einwanderer es aufnehmen wolle, sagte Ferrero-Waldner der Tageszeitung 'Die Welt'.

PARIS: In Frankreich werden der französische Staatskonzern 'Gaz de France' und der Versorgerkonzern 'Suez' fusionieren. Das gaben beide Unternehmen in Paris bekannt. Vorausgegangen waren anderthalbjährige Verhandlungen. Mit dem Zusammenschluss entsteht einer der größten Energiekonzerne der Welt. Daran wird der französische Staat mit mehr als 35 Prozent beteiligt sein. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte sich für die Fusion eingesetzt. Damit sollte eine Übernahme von 'Suez' durch den italienischen Energieriesen ENEL verhindert werden.

DÜSSELDORF: Die wegen der US-Hypothekenkrise in Schieflage geratene deutsche Mittelstandsbank IKB rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit hohen Verlusten. Der Fehlbetrag liege in der Größenordnung von 600 bis 700 Millionen Euro, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Zugleich verabschiedet sich die IKB, an der die staatliche Förderbank KfW maßgeblich beteiligt ist, von riskanten internationalen Investments. Wegen der existenziellen Gefahren aus der Immobilienkrise hatte die KfW gemeinsam mit breiter Banken-Unterstützung der Düsseldorfer Bank unter die Arme gegriffen.

FRANKFURT AM MAIN: Der Vorstand der IG Metall ist zu Beratungen über einen Führungswechsel zusammengekommen. Erwartet wird eine Empfehlung des Gremiums für den Gewerkschaftstag im November, auf dem die Delegierten zwei neue Vorsitzende wählen sollen. Auch wenn der bisherige Vorsitzende Jürgen Peters seinen Rückzug offiziell nicht erklärt hat, gilt als sicher, dass er den Weg für einen Nachfolger freimachen wird.

DHAKA: In Bangladesch ist die frühere Regierungschefin Khaleda Zia festgenommen worden. Auch ihr Sohn Arafat Rahman Coco wurde festgesetzt. Ihnen werden Korruption, Erpressung und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Bereits im Juli war die frühere Premierministerin Sheikh Hasina in Untersuchungshaft genommen worden. Der Chefin der Awami-Liga und Erzrivalin von Khaleda Zia wird ebenfalls Erpressung vorgeworfen. Seit Januar regiert in Bangladesch eine vom Militär gestützte Übergangsregierung. Sie hatte angekündigt gegen Korruption vorgehen zu wollen. Zahlreiche Politiker wurden seitdem festgenommen.

MIAMI: Der Hurrikan 'Felix' hat über der Karibik die gefährlichste Kategorie fünf erreicht. Das US-Hurrikanzentrum in Miami teilte mit, 'Felix' werde noch weiter an Kraft zunehmen. Der Wirbelsturm erreichte bisher Durchschnittswindgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde. Zur Zeit steuert er auf die mittelamerikanischen Länder Honduras und Belize sowie die mexikanische Halbinsel Yucatan zu. Zuvor hatte der Tropensturm über den Inseln Curaçao, Aruba und Bonaire gewütet. Er brachte sintflutartigen Regen mit sich, entwurzelte Bäume und überflutete Gebäude. Vielerorts fiel der Strom aus. Tausende Touristen suchten Zuflucht in ihren Hotels.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwest nach Südost Durchzug eines Regengebietes. Von der Nordsee her Übergang zu wechselnder Bewölkung mit Schauern. Höchstwerte 15 bis 20 Grad.

Audio und Video zum Thema