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Nachrichten

Montag, 3. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti verfügt nach Informationen des Hessischen Rundfunks über keine Mehrheit für einen rot-grünen Machtwechsel am morgigen Dienstag. Mindestens vier sozialdemokratische Landtagsabgeordnete wollten noch heute ihren Austritt aus der Fraktion erklären, heißt es in dem Bericht. Sowohl SPD als auch Grüne hatten für den Abend mit Probeabstimmungen letzte Vorbereitungen für den geplanten Machtwechsel unter Tolerierung der Linkspartei treffen wollen.

FRANKFURT AM MAIN: Die Commerzbank nutzt wegen zuletzt roter Bilanzzahlen das Rettungspaket der Bundesregierung für die Finanzbranche. Dem Kredit-Institut werde eine stille Einlage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, verlautete aus Frankfurt am Main. Ferner erhalte die Bank als Option eine Garantie für Schuldverschreibungen über 15 Milliarden Euro. Die Bundesregierung sprach von einem verantwortungsvollen Schritt. Bislang hatten lediglich die Hypo Real Estate in München sowie einige Landesbanken staatliche Finanzhilfen in Anspruch genommen oder Interesse daran bekundet. Die Deutsche Bank hatte dies öffentlich abgelehnt.

FRANKFURT AM MAIN: Die IG Metall hat ihre Warnstreiks im laufenden Tarifkonflikt massiv ausgeweitet. Bundesweit rief die Gewerkschaft mehrere zehntausend Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen sowie zur Teilnahme an Kundgebungen und Demonstrationen auf. Es war die mit Abstand größte Warnstreik-Welle im laufenden Jahr. Die Fronten zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft blieben unterdessen weiter unversöhnlich. Die IG Metall rückt nicht von ihrer Forderung nach acht Prozent höheren Einkommen und Gehältern ab. Die Arbeitgeber bleiben bei ihrem Angebot von 2,1 Prozent plus Einmalzahlung. Sollte es in der nächsten Zeit keine Einigung geben, deutete die IG Metall noch für November Streiks an.

GOMA: Geschützt von Blauhelmsoldaten ist ein UN-Hilfskonvoi in die von Rebellen gehaltene Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo aufgebrochen. Zehntausende Vertriebene warten dort auf Medikamente, Wasser und Lebensmittel. UN-Koordinatorin Gloria Fernandez appellierte an Rebellen und Regierungstruppen, den Flüchtlingen freien Zugang zu den Hilfsgütern zu ermöglichen. Angesichts des Flüchtlingsdramas forderten Frankreich und Großbritannien eine Aufstockung der UN-Truppen in der Region. Wenn die internationale Gemeinschaft nicht handle, werde sich die Krise weiter verschlimmern, erklärten die Außenminister Bernard Kouchner und David Miliband zum Abschluss ihrer gemeinsamen Afrika-Reise. An diesem Montag wollen sie ihre EU-Kollegen über die Vermittlungsmission informieren.

TAIPEH: Als Zeichen der Entspannung hat China seinen bislang ranghöchsten Vertreter nach Taiwan entsandt. Der chinesische Chefunterhändler für Taiwan, Chen Yunlin, reiste mit einer 60-köpfigen Delegation aus Behördenvertretern und Wirtschaftsführern nach Taipeh. Während des fünftägigen Besuchs will Chen auch mit dem taiwanesischen Präsidenten Ma Ying-jeou zusammenkommen. Im Mittelpunkt der Gespräche steht die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder, insbesondere im Bereich Tourismus. Politische Fragen würden hingegen nicht angesprochen, sagte Chen. Die Regierung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

SEOUL: Die südkoreanische Regierung hat ein umfassendes Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht. Das Paket aus staatlichen Investitionen und Steuernachlässen umfasst nach Angaben des Finanzministeriums in Seoul umgerechnet rund 8,6 Milliarden Euro. Ziel ist, die Folgen der weltweiten Finanzkrise für die Konjunktur der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens abzufedern. Etwa ein Viertel der Summe ist für Steuersenkungen vorgesehen.

HANOI: Bei den schwersten Überschwemmungen in Vietnam seit Jahrzehnten sind in dem südost-asiatischen Land mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Hanoi, in der nach mehr als einer Woche Dauerregen etliche Viertel unter Wasser stehen. Nach Angaben der Behörden wurden vor allem in Nord- und Zentralvietnam tausende Häuser zerstört.

BREMEN: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat die Bundesregierung aufgefordert, den verfolgten Christen im Irak rasch zu helfen. Trotz der nötigen Abstimmung in der EU und zwischen den Bundesländern dürfe die Unterstützung nicht weiter verschleppt werden, sagte Huber auf der EKD-Synode in Bremen. In ungewöhnlich scharfer Form rief er die Regierung auf, die Aufnahme irakischer Flüchtlinge noch dieses Jahr zu Wege zu bringen. Es gebe Anzeichen für eine Tötungs- und Vertreibungskampagne gegen Christen im irakischen Mossul. - Die Synode ist als gesetzgebende Körperschaft das Parlament der Evangelischen Kirche.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte wolkenreich oder trübe mit etwas Regen. Nach Süden hin Aufheiterungen und trocken. Höchstwerte acht bis 16 Grad.

Zuletzt meldeten:

HAMBURG: 7 Grad, dunstig;
BERLIN: 7 Grad, bedeckt;
DRESDEN: 9 Grad, dunstig;
KÖLN/BONN: 9 Grad, regnerisch;
FRANKFURT AM MAIN: 9 Grad bedeckt und
MÜNCHEN: 8 Grad, dunstig.

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