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Nachrichten

Montag, 3. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett will in einer Sondersitzung an diesem Montag die deutschen Finanzhilfen für Griechenland auf den parlamentarischen Weg bringen. Für das hochverschuldete Land wird die Bundesrepublik bis 2013 Kredite in Höhe von 22,4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Insgesamt geben die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds Kredite von 110 Milliarden Euro. Bundestag und Bundesrat wollen das Gesetzgebungsverfahren bis zum kommenden Freitag abschließen. Die deutschen Gelder kommen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Bund garantiert für die Kredite. Das entsprechende Gesetz kann die schwarz-gelbe Koalition mit ihrer Mehrheit im Bundestag allein beschließen. Ob es auch von SPD und Grünen mitgetragen wird, ist noch offen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier erklärte, eine bloße Kreditermächtigung reiche nicht aus, vielmehr müssten auch die Banken beteiligt werden. Ähnlich äußerte sich Grünen-Fraktionschefin Künast. Die Linke wird nach den Worten ihres Vorsitzenden Lafontaine gegen das Griechenland-Hilfspaket stimmen.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt beraten Kanzlerin Merkel und mehrere Minister mit Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern über die Förderung von Elektroautos. Nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition sollen in zehn Jahren eine Million strombetriebene Fahrzeuge auf deutschen Straßen rollen. Als Ergebnisse des sogenannten "Spitzentreffens Elektromobilität" werden Selbstverpflichtungen im Bereich der Normung künftiger Autos wie auch Förderprogramme für die Forschung erwartet.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat angesichts der sich ausbreitenden Ölpest im Golf von Mexiko den britischen BP-Konzern in die Pflicht genommen. BP sei für das Leck verantwortlich und müsse die Kosten tragen, sagte Obama bei seinem Besuch im Bundesstaat Louisiana. Die USA hätten es mit einer massiven und möglicherweise beispiellosen Umweltkatastrophe zu tun. Nach dem Untergang der Bohrinsel "Deep Water Horizon" am 22. April fließen täglich mehr als 800.000 Liter Öl ins Meer. Alle Versuche, die Lecks zu schließen, sind bisher gescheitert. Das Öl bedroht inzwischen Umwelt und Wirtschaft der Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida.

BAGDAD: Im Irak hat die Neuauszählung der in der Provinz Bagdad abgegebenen Stimmen der umstrittenen Parlamentswahl vom 7. März begonnen. Die Neuauszählung hatte der amtierende Ministerpräsident Maliki durchgesetzt, dessen Bündnis nach den bisherigen Ergebnissen die Wahl knapp verloren hatte. Stärkste Kraft war danach der Block des früheren Ministerpräsidenten Alawi geworden, allerdings nur mit zwei Mandaten Vorsprung. Maliki hatte daraufhin die Wahl in mehreren Provinzen angefochten, konnte sich mit seinem Einspruch aber nur im Großraum Bagdad durchsetzen.

KATHMANDU: Ein von den Maoisten ausgerufener Generalstreik hat das öffentliche Leben in Nepal den zweiten Tag in Folge lahmgelegt. Landesweit blieben Verwaltung, Schulen und Geschäfte geschlossen, der Straßenverkehr kam zum Erliegen. Die Maoisten stellen die größte Fraktion im Parlament des Landes. Sie fordern den Rücktritt des Kabinetts von Premierminister Madhav Kumar Nepal und wollen eine Regierung der nationalen Einheit unter ihrer Führung bilden. Nepal hatte am Wochenende den Rücktritt abgelehnt.

PARIS: Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit hat die Organisation "Reporter ohne Grenzen" die Behinderung von Journalisten in vielen Ländern der Welt scharf kritisiert. Die Organisation veröffentlichte eine Liste mit den 40 Politikern und Gruppierungen, die ihrer Ansicht nach die Pressefreiheit am meisten verletzen. Auf der Liste stehen allein 17 Präsidenten oder Ministerpräsidenten, wie der chinesische Staatschef Hu Jintao, der russische Ministerpräsident Putin, Libyens Machthaber Gaddafi, der iranische Präsident Ahmadinedschad und Weißrusslands Präsident Lukaschenko. Genannt werden beispielweise auch die Regierungen in Nordkorea und Kuba.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schauer, zum Teil auch länger anhaltender Regen, der im Laufe des Tages langsam abflaut. Höchstwerte zwischen acht Grad an den Küsten und bis zu 17 Grad am Oberrhein.

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