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Nachrichten

Montag, 3. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

DRESDEN: In den ostdeutschen Hochwassergebieten entlang der Elbe ist die Lage weiterhin kritisch. In der Nacht zum Montag stiegen die Pegel in Sachsen in vielen Orten weiter an. Hilfskräfte versuchen, die aufgeweichten Deiche an der Elbe mit Sandsäcken zu sichern. Für Dienstag werden die Höchststände erwartet. Besonders betroffen von der Flut ist auch Tschechien. Dort sind bislang sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung in Prag rief für mehrere Regionen den Notstand aus. In Ungarn mussten mehr als 200 Menschen vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht werden.

BAGDAD: Die Außenminister der USA und Großbritanniens, Rice und Straw, setzen in Bagdad ihre Versuche fort, im festgefahrenen Streit um die Bildung einer irakischen Regierungskoalition zu vermitteln. Auf dem Programm an diesem Montag steht unter anderem ein Treffen mit dem führenden Schiiten-Politiker Hakim, der politisch von der Regierung in Teheran unterstützt wird. Am Sonntag hatten Rice und Straw zum Auftakt ihres überraschenden Besuchs in Bagdad die schnelle Bildung einer Regierung der nationalen Einheit aus Sunniten, Schiiten und Kurden gefordert. Wegen der seit Monaten stockenden Koalitionsgespräche hat Ministerpräsident al Dschafari den Rückhalt der Besatzungsmächte bereits weitgehend verloren.

BERLIN: Bundesaußenminister Steinmeier ist zu zweitägigen Gesprächen nach Washington abgeflogen. Steinmeier will mit seiner amerikanischen Amtskollegin Rice unter anderem über das weitere Vorgehen im Konflikt um das iranische Atomprogramm sprechen. Der SPD-Politiker will außerdem mit US-Sicherheitsberater Hadley und einer Reihe von Kongress-Abgeordneten zusammenkommen. Und schließlich gilt es, den Washington-Besuch von Bundeskanzlerin Merkel Anfang Mai vorzubereiten.

SYDNEY: Australien hat China umfangreiche Uran-Lieferungen für die Stromerzeugung in Atomreaktoren zugesagt. Der chinesische Ministerpräsident Wen und der australische Premierminister Howard unterzeichneten in Sydney ein Abkommen über die 'Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie'. Mit 40 Prozent der weltweit bekannten Uran-Vorräte ist Australien das wichtigste Förderland. Die Beschränkung auf die ausschließlich zivile Nutzung wird indessen von Umweltgruppen bezweifelt. Man müsse damit rechnen, dass das australische Uran direkt oder indirekt zur Unterstützung des chinesischen Atomwaffenprogramms dienen werde, sagte eine Sprecherin der australischen Partei der Grünen. Bislang habe China nicht genug Uran, um beide Sektoren zu versorgen.

ISTANBUL: Bei den anhaltenden Unruhen in der Türkei sind vier weitere Menschen getötet worden. Drei Bus-Fahrgäste starben am Sonntagabend in Istanbul, nachdem randalierende Demonstranten einen Brandsatz auf das Fahrzeug geschleudert hatten. Im Südosten des Landes wurde bei weiteren Ausschreitungen in der Stadt Kiziltepe ein Mann erschossen. Damit sind bei den Unruhen innerhalb einer Woche zwölf Menschen getötet worden.

MAPUTO: Bundespräsident Köhler ist in Mosambik eingetroffen, der ersten Station seiner Afrika-Reise. Der Präsident wird von seiner Frau und hochrangigen Entwicklungsexperten begleitet. Weitere Stationen der zehntägigen Reise sind Madagaskar und Botswana. Es ist bereits die zweite Afrika-Visite des Bundespräsidenten seit seinem Amtsantritt 2004. Die Reise war ursprünglich für November geplant gewesen, musste aber wegen der Neuwahl des Bundestages verschoben werden.

ROM: Fast einhunderttausend Menschen haben auf dem Petersplatz des vor einem Jahr verstorbenen Papstes Johannes Paul II. gedacht. Die Gläubigen stellten Kerzen auf und verbrachten die Nacht im Gebet. Viele Pilger äußerten den Wunsch, der verstorbene Papst möge bald heilig gesprochen werden. Vom Fenster des Apostolischen Palastes aus erinnerte Papst Benedikt der Sechzehnte an seinen Vorgänger. Die Erinnerung an Johannes Paul II. sei lebendiger denn je. Auch in der polnischen Heimat des verstorbenen Papstes gab es zahlreiche Gedenk-Gottesdienste.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schauer und Gewitter. Außerdem bringt das Tief über Skandinavien wieder kältere Luft nach Deutschland. Die Höchstwerte liegen zwischen sieben und 14 Grad.