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Nachrichten

Montag, 29. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Kanzlerin Angela Merkel ist zu einem viertägigen Besuch nach Indien gereist. Sie wird von einer 30-köpfigen hochrangigen Wirtschaftsdelegation sowie 110 weiteren Personen aus Wissenschaft, Forschung und von Hilfsorganisationen begleitet. Merkel hatte vorab erklärt, Ziel ihrer Reise sei es unter anderem, neue Wirtschaftskontakte zu knüpfen sowie in der Forschung und Wissenschaft enger zusammenzuarbeiten. Der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Jürgen Hambrecht, sagte, die deutsche Wirtschaft erhoffe sich mehr Geschäfte mit dem Subkontinent. Viele deutsche Unternehmen hätten im Gegensatz zu britischen, amerikanischen oder japanischen Unternehmen den Subkontinent erst relativ spät entdeckt. Indien ist nach Japan und China die drittstärkste Wirtschaftsmacht in Asien. In der Rangliste der wichtigsten Handelspartner Deutschlands liegt es nur auf Platz 29.

BERLIN: Der stellvertretende SPD-Vorsitzende, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, sieht in dem neuen Parteiprogramm der Sozialdemokraten keine Gefahr für ein vorzeitiges Scheitern der großen Koalition. CDU/CSU und SPD hätten ein Mandat bis 2009. Die Menschen erwarteten, dass die große Koalition ihre Pflicht tue. Die SPD befinde sich, so Steinbrück, in einem Zweckbündnis, in dem sich jeder der Partner profilieren müsse. Er stimme nicht mit allen Beschlüssen des Parteitags überein, werde sie im Koalitionsausschuss aber vertreten. Das neue Parteiprogramm, mit dem sich die SPD wieder stärker als linke Volkspartei herausstellen will, war von der CDU/CSU kritisiert worden. Viele Bestandteile wurden als aufschwungfeindlich bezeichnet

BUENOS AIRES: Die Peronistin Cristina Fernández de Kirchner hat sich zur Siegerin der argentinischen Präsidentschaftswahl erklärt. Die 54-jährige Ehefrau des scheidenden Präsidenten Néstor Kirchner kommt nach Auszählung von knapp der Hälfte der Stimmen auf rund 44 Prozent. Ihre schärfste Rivalin, die Mitte-links-Kandidatin Elisa Carrió, holte laut Wahlkommission gut 21 Prozent. Damit erzielte de Kirchner erwartungsgemäß einen solch großen Vorsprung, dass keine Stichwahl mehr notwendig ist. Die bisherige Senatorin wäre die erste gewählte Präsidentin in der Geschichte Argentiniens. Die erste Staatschefin des Landes, Isabel Perón, war als Vize-Präsidentin nach dem Tod ihres Mannes 1974 in das höchste Staatsamt gelangt.

SEOUL: Nordkorea hat gegenüber einer EU-Delegation seine Bereitschaft bekräftigt, alle Zusagen über seine Abkehr von seinem Nuklearprogramm einzuhalten. Der österreichische Delegationsleiter Hubert Pirker sagte nach dem einwöchigen Besuch der EU-Parlamentarier, es gebe eine große Chance zur Umsetzung dessen, was in den Gesprächen der beiden koreanischen Staaten gemeinsam mit China, Japan, Russland und den USA vereinbart worden sei. Bei weiteren Sechs-Nationen-Gesprächen wird von diesem Montag an in der neutralen Ortschaft Panmunjon an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea über Energiehilfen für den verarmten kommunistischen Staat beraten.

ISLAMABAD: Nach dreitägigen blutigen Kämpfen im Nordwesten Pakistans haben sich Aufständische und Regierungstruppen auf eine Feuerpause verständigt. Das bestätigte ein Behördensprecher. Danach wurden seit Freitag mindestens 35 Anhänger eines Taliban-nahen Geistlichen sowie 16 Soldaten getötet. Die pakistanische Regierung entsandte im Kampf gegen die Bewegung von Maulana Fazlullah bereits 2.500 Soldaten in das Swat-Tal. Die Kampagne des Geistlichen für die Durchsetzung islamischen Rechts untergräbt zunehmend die Autorität von Präsident Pervez Musharraf in dieser Region.

WASHINGTON: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, IAEO, Mohammed ElBaradei, hat vor einer Zuspitzung des Atomkonflikts mit dem Iran gewarnt. Es gebe offene Fragen aber keine Beweise, dass der Iran tatsächlich an einem Atomwaffenprogramm arbeite, sagte ElBaradei dem US-Sender CNN. Es komme zum jetzigen Zeitpunkt darauf an, im Atomstreit mit kreativer Diplomatie vorzugehen. Die Drohungen der USA bedeuteten nur, weiteres Öl ins Feuer zu gießen, sagte der IAEO-Chef. - Die USA hatten am Donnerstag ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft.

BAGDAD: Ein Selbstmordattentäter hat sich vor einem Polizeiquartier in der irakischen Stadt Bakuba in die Luft gesprengt und bis zu 25 Polizisten mit in den Tod gerissen. Mehr als 15 Männer erlitten Verletzungen, wie die Behörden mitteilten. Die Polizisten hatten am Eingang des Quartiers darauf gewartet, zum täglichen Training eingelassen zu werden, als sich der Attentäter unter sie mischte. Bakuba liegt etwa 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung bricht an diesem Montag zu einer fünftägigen Nahost-Reise auf, bei der neben politischen Gesprächen der Besuch von Bundeswehrangehörigen auf dem Programm steht. Zunächst wird der CDU-Politiker im Libanon das deutsche Kontingent der internationalen Schutztruppe UNIFIL besuchen. Weitere Stationen Jungs sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien und Israel.

TRIPOLIS: Wegen des Boykotts der wichtigsten Rebellengruppen sind die Darfur-Friedensgespräche im libyschen Sirte vertagt worden. Damit soll den Rebellen Zeit gegeben werden sich vorzubereiten, bevor es zu direkten Verhandlungen mit der sudanesischen Regierung kommt. Die Vermittler der Vereinten Nationen rechnen nun damit, dass es in etwa drei Wochen zu substanziellen Gesprächen kommen wird. Nach Delegiertenangaben soll zunächst versucht werden, in als privat bezeichneten Sondierungsgesprächen Fortschritte zu erzielen. Viele Rebellenführer machen die sudanesische Regierung für die anhaltende Gewalt in Darfur verantwortlich. Der Sudan hatte zu Beginn der neuen Verhandlungsrunde einen einseitigen Waffenstillstand in seiner westlichen Krisenregion angekündigt, zugleich aber erklärt, der Regierung in Khartum gehe die Geduld mit den Rebellen aus.

HAMBURG: Die beliebte Schauspielerin Evelyn Hamann ist tot. Sie starb nach kurzer schwerer Krankheit im Kreis ihrer Angehörigen in Hamburg. Die 65-Jährige war vor allem als Partnerin von Loriot bekannt. Im Fernsehen war sie zuletzt in der Serie 'Adelheid und ihre Mörder' zu sehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, zwischen der Mosel und den Küsten gelegentlich Regen. Tageswerte zwischen acht und 15 Grad.

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