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Nachrichten

Montag, 29. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die Internetplattform Wikileaks hat damit begonnen, mehr als 250.000 teils geheime Dokumente aus dem US-Außenministerium zu veröffentlichen. Aus den verschiedenen Medien vorab zugespielten Unterlagen geht laut Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" unter anderem hervor, dass die US-Regierung Mitarbeiter der Vereinten Nationen ausspionieren lasse und arabische Staaten eine Zerstörung iranischer Atomanlagen gefordert hätten. Auch belegten die aus den Jahren 2003 bis 2010 stammenden Dokumente Diskussionen über für eine Wiedervereinigung Koreas, um das aggressive Verhalten des kommunistischen Regimes im Norden zu beenden. Sie zeigten ferner, wie wenig schmeichelhaft US-Diplomaten Politiker anderer Länder beurteilten, so der "Spiegel" weiter. Bundeskanzlerin Merkel etwa werde als risikoscheu und wenig kreativ beschrieben, Außenminister Westerwelle als inkompetent, eitel und aggressiv. Das Weiße Haus warf Wikileaks ein rücksichtsloses und gefährliches Verhalten vor.

KAIRO: Nach der Parlamentswahl in Ägypten sind Betrugsvorwürfe aufgekommen. Zudem lieferten sich Demonstranten in Kairo und Alexandria Auseinandersetzungen mit der Polizei. Anhängern der oppositionellen Muslimbruderschaft wurden Augenzeugen zufolge teilweise der Zugang zu den Wahllokalen verwehrt. Außerdem seien Wahlurnen manipuliert worden. Die Überwachung der Abstimmung durch internationale Wahlbeobachter hatte die ägyptische Regierung abgelehnt.

TRIPOLIS: In der libyschen Hauptstadt beginnt der dritte EU-Afrika-Gipfel. An den zweitägigen Beratungen nehmen Vertreter aus 80 europäischen und afrikanischen Staaten teil. Deutschland wird von Außenminister Westerwelle vertreten. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Themen Migration, Handel und Entwicklungshilfe. Der Gastgeber, Libyens Staatschef Gaddafi, hatte zuletzt von der EU fünf Milliarden Euro jährlich zum Kampf gegen illegale Einwanderung aus Afrika gefordert. Die EU lehnt das ab. Strittig ist auch die Forderung der Europäer, die afrikanischen Staaten müssten ihre Märkte für alle Produkte aus der EU öffnen.

CANCUN: Knapp ein Jahr nach dem enttäuschenden Ausgang der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen berät die Weltgemeinschaft ab diesem Montag im mexikanischen Cancún erneut über den Kampf gegen die Erderwärmung. Von der zweiwöchigen Konferenz wird allerdings wieder keine Einigung auf ein verbindliches Abkommen erwartet. Widerstand gegen eine Einigung kommt vor allem von den größten Kohlendioxid-Emittenten der Welt, USA und China.

SEOUL: Sechs Tage nach dem Angriff Nordkoreas auf eine südkoreanische Insel hat der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak die kommunistische Führung in Pjöngjang vor neuen Angriffen gewarnt. Für jede weitere Provokation werde Nordkorea einen Preis zahlen, sagte Lee in einer Fernsehansprache. Militärische Schläge gegen Zivilisten seien ein unmenschliches Verbrechen, das selbst in Kriegszeiten verboten sei. Bei dem Angriff auf die Insel Yeonpyeong waren am Dienstag vier Menschen getötet worden.

HAMBURG: Nach dem Scheitern der Koalition von CDU und Grünen wird in Hamburg vorzeitig eine neue Bürgerschaft gewählt. Die Abstimmung findet nach Auskunft des Innensenats am 20. Februar statt, die reguläre Wahlperiode wäre bis 2012 gegangen. Bürgermeister Ahlhaus (CDU) entließ inzwischen die drei der Grün-Alternativen Liste angehörenden Senatoren. Die GAL hatte am Sonntag nach gut zweieinhalb Jahren das erste schwarz-grüne Bündnis in einem deutschen Bundesland aufgekündigt. Sie begründete dies mit dem geschwundenen Vertrauen seit dem Rücktritt des Ersten Bürgermeisters von Beust im Sommer.

MIAMI: Der Schauspieler Leslie Nielsen ist tot. Der 84-Jährige starb am Sonntag im US-Bundesstaat Florida an den Folgen einer Lungenentzündung. Nielsen wurde vor allem bekannt durch die Rolle des tollpatschigen Polizisten Frank Drebin in dem Film "Die nackte Kanone" und deren Fortsetzungen. Der 1926 in Kanada geborene Schauspieler stand mehr als 60 Jahre vor der Kamera. Seinen letzten Film drehte er im vergangenen Jahr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte, im Süden und im Osten schneit es kräftig und oftmals lang anhaltend. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen minus vier und plus drei Grad.

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