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Nachrichten

Montag, 29. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Zwei U-Bahn-Stationen im Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau sind im morgendlichen Berufsverkehr von schweren Bombenanschlägen erschüttert worden, bei denen nach neuen Angaben mindestens 35 Menschen getötet wurden. Der Zivilschutz teilte mit, zudem seien bei den Explosionen in der Haltestelle Lubjanka, nahe dem Hauptquartier des Geheimdienstes FSB und kurz danach in der Station Kulturpark etwa 40 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Geheimdienste und des Moskauer Bürgermeisters Luschkow wurden die Anschläge von zwei Selbstmordattentäterinnen verübt. Bislang bekannte sich keine Gruppierung zu den Taten.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel ist zu einem zweitägigen Besuch in die Türkei gereist. In Ankara wird Merkel mit Regierungschef Erdogan und Staatspräsident Gül zusammentreffen. Gesprächsthemen werden die schleppenden Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU, die Lage in der Region mit Blick auf den Iran und den Nahen Osten sowie die Integration der in Deutschland lebenden Türken sein. Begleitet wird die Kanzlerin von Bundestagsabgeordneten und einer Wirtschaftsdelegation.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg reist an diesem Montag für zwei Tage in das Kosovo und nach Bosnien-Herzegowina. Neben Besuchen bei den Bundeswehrsoldaten der internationalen Einsatzkontingente KFOR und EUFOR sind auch politische Gespräche geplant. Für Guttenberg ist dies die erste Reise als Minister in die Region.

KABUL: Bundesinnenminister de Maizière ist im Rahmen seines Afghanistan-Besuchs in Kundus eingetroffen. Dort will der CDU-Politiker ein Ausbildungszentrum für afghanische Polizisten eröffnen. Die nordafghanische Region Kundus ist das Einsatzgebiet der Bundeswehr. Nach seinen Gesprächen mit Regierungsvertretern in Kabul hatte de Maizière am Sonntag eine kritische Zwischenbilanz des internationalen Einsatzes zum Aufbau der Polizei in Afghanistan gezogen, an dem Deutschland seit acht Jahren maßgeblich beteiligt ist. Der Einsatz sei noch keine Erfolgsgeschichte, so der Innenminister.

KABUL: US-Präsident Obama hat der afghanischen Regierung bei einem Kurzbesuch in Kabul seine Zielvorgaben für eine Befriedung Afghanistans verdeutlicht. Präsident Karsai forderte er zu einer entschlosseneren Korruptionsbekämpfung und zu mehr Engagement für den zivilen Aufbau auf. Die USA und ihre Partner würden die Taliban stoppen und verhindern, dass Afghanistan wieder zu einem Rückzugsraum für das Terrornetzwerk El Kaida werde, versicherte Obama vor US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram. Die Sicherheit der Vereinigten Staaten würde geschwächt, falls die Taliban wieder an die Macht kämen. Inzwischen ist Obama auf dem Rückflug in die USA.

FRANKFURT AM MAIN: Die EU-Kommission will nach den Worten von Innenkommissarin Malmström alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dazu verpflichten, Internetseiten mit Kinderpornografie zu sperren. Auf dem Online-Portal der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärte Malmström, derartige Sperren seien Teil einer geplanten umfassenden EU-Richtlinie zum Kinderschutz, die - so wörtlich - mit den dunklen Seiten des Internet und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufräumen solle. - Würde die Richtlinie umgesetzt, müsste Deutschland jene Internetsperren einführen, auf die die Bundesregierung verzichten will.

SCHANGHAI: In einem Schmiergeld- und Industriespionageprozess sind in China vier Manager des australisch-britischen Bergbaukonzerns Rio Tinto zu Haftstrafen zwischen sieben und 14 Jahren verurteilt worden. Der Hauptangeklagte, der australische Leiter des Rio-Tinto-Büros in Schanghai, erhielt zehn Jahre Haft. Er und drei mitangeklagte Chinesen hatten in dem Verfahren die Annahme von Schmiergeld gestanden. - Der Prozess galt als Test für den Umgang des Rechtssystems der Volksrepublik mit ausländischen Unternehmen. Australiens Außenminister Smith bezeichnete die Urteile als sehr hart.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wolkig mit Regenschauern. Von der Donau bis zu den Alpen Auflockerungen. Temperaturen zehn bis 16 Grad Celsius.

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