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Nachrichten

Montag, 29. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Im Iran hat eine Sonderkommission mit der nochmaligen Auszählung von zehn Prozent der Stimmen der umstrittenen Präsidentenwahl vom 12. Juni begonnen. Das staatliche Fernsehen berichtet, es würden sowohl Stimmen in der Hauptstadt Teheran als auch in den Provinzen überprüft. Regierungsgegnern um den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir Hussein Mussawi geht das Zugeständnis des mächtigen Wächterrats nicht weit genug. Sie fordern nach wie vor eine Annullierung der Wahl. - Fünf der neun inhaftierten iranischen Mitarbeiter der britischen Botschaft in Teheran wurden inzwischen wieder freigelassen, wie ein Sprecher des Außenministeriums bestätigte. Die politische Führung warf ihnen vor, bei den Unruhen gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad eine aktive Rolle gespielt zu haben. Die Europäische Union drohte nach der Festnahme mit Konsequenzen.

JERUSALEM: Trotz internationaler Forderungen nach einem Stopp aller israelischen Siedlungsaktivitäten hat das Verteidigungsministerium den Bau von 1.450 neuen Wohnungen im palästinensischen Westjordanland gebilligt. In der Siedlung Adam nördlich von Jerusalem würden zunächst aber nur 50 weitere Wohnungen errichtet, meldet der Militärrundfunk. Sie sind als Unterkunft für Bewohner des nicht genehmigten Außenpostens Migron im Westjordanland gedacht, der geräumt werden soll. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte kürzlich nochmals bekräftigt, dass er daran festhalten werde, offiziell genehmigte Siedlungen im Westjordanland "natürlich wachsen" zu lassen.

GENF: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat in einem ungewöhnlichen Aufruf auf Not und Elend der palästinensischen Bevölkerung im abgeriegelten Gazastreifen aufmerksam gemacht. Sechs Monate nach der israelischen Militäroperation seien tausende zerstörte Häuser und Wohnungen nach wie vor nicht aufgebaut, heißt es in einem in Genf veröffentlichten Bericht. Es mangele an Nahrungsmitteln und Medikamenten. Am schlimmsten betroffen sind nach Rot-Kreuz-Angaben die Kinder, die mehr als die Hälfte der 1,5 Millionen Menschen ausmachten. Die Hilfsorganisation appellierte eindringlich an die internationale Gemeinschaft, sich für ein Ende der Blockade des Gazastreifens einzusetzen, damit die Bevölkerung wieder ein normales Leben führen könne.

BUENOS AIRES: Bei der Parlamentswahl in Argentinien zeichnet sich für Präsidentin Cristina Kirchner und ihre peronistische Regierungspartei eine herbe Schlappe ab. Nach vorläufigen offiziellen Ergebnissen verlor Kirchner bei der Abstimmung vom Sonntag die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. In der Hauptstadt-Provinz Buenos Aires landete der Parteichef und Ehemann der Präsidentin, Néstor Kirchner, im Rennen um den Einzug ins Parlament auf Platz zwei hinter dem oppositionellen Kandidaten des konservativen Wahlbündnisses Unión Pro. Auch in anderen wichtigen Provinzen wie Santa Fé, Córdoba oder in Santa Cruz setzten sich Politiker der Opposition durch. Die Wahl galt als Test für Kirchners Politik der Verstaatlichung und Industriealisierung. Neu bestimmt wurden die Hälfte der Sitze im Abgeordnetenhaus und ein Drittel der Mandate im Senat.

TEGUCIGALPA: Die Absetzung des linksgerichteten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya ist international einhellig verurteilt worden. Der Umsturz wurde von den USA und der EU genauso wie von Kuba oder Venezuela kritisiert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Wiedereinsetzung Zelayas. Dieser war wenige Stunden vor einem innenpolitisch umstrittenen Referendum von Soldaten festgenommen und ins Exil nach Costa Rica geschickt worden. Die Abgeordneten in Honduras wählten Parlamentspräsident Roberto Micheletti zum Nachfolger. Inzwischen hat der neue Staatschef eine Ausgangssperre verhängt. Anhänger Zelayas errichteten im Zentrum von Tegucigalpa Barrikaden auf den Straßen.

TIRANA: Bei der Parlamentswahl in Albanien liegt Ministerpräsident Sali Berisha unabhängigen Prognosen zufolge in Führung. Seine rechtsgerichtete Demokratische Partei kann danach mit einem Vorsprung zwischen vier und neun Prozentpunkten vor der oppositionellen Sozialistischen Partei rechnen. Diese war mit dem Bürgermeister von Tirana, Edi Rama, als Spitzenkandidaten angetreten. Beide Politiker haben versprochen, die Armut zu bekämpfen und das Land näher an die Europäischen Union heranzuführen. Die Wahl galt als wichtiger Test für den Stand der Demokratisierung des Balkan-Staates und seine Eignung für eine EU-Mitgliedschaft. Albanien hatte sich im April, knapp einen Monat nach seinem NATO-Beitritt, offiziell um eine Aufnahme in die EU beworben.

BERLIN: Die Union stellt an diesem Montag auf einem Kongress ihr Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode vor. CDU und CSU hatten das Programm nach monatelangen und zum Teil kontroversen Debatten am Sonntag einstimmig verabschiedet. Es sieht Steuersenkungen in einem Volumen von 15 Milliarden Euro vor. Ein Termin dafür wird allerdings genau so wenig genannt, wie ein Vorschlag zur Gegenfinanzierung. Das Programm geht stärker als das von 2005 auf die Arbeitnehmer zu und soll alle Bevölkerungsschichten ansprechen. Die Unionsparteien sprachen sich zudem für ein Ende der großen Koalition und ein neues Bündnis mit der FDP aus.

BERLIN: Der interministerielle Bürgschaftsausschuss der Bundesregierung berät an diesem Montag erneut über die Zukunft des Traditionsunternehmens Quelle. Es geht um einen so genannten Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro, der zur Hälfte vom Bund getragen werden soll. Die beiden Bundesländer mit Quelle-Standorten, Bayern und Sachsen, wollen 21 beziehungsweise vier Millionen beisteuern. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Sonntag, Wirtschafts- und Finanzministerium arbeiteten mit großer Sorgfalt an einer Lösung. Allerdings müsse die EU-Kommission grünes Licht zu dem Kredit geben. Quelle muss seit fast drei Wochen ohne eigene finanzielle Mittel auskommen, weil es sein letztes Geld an den Mutterkonzern Arcandor überwiesen hat, nur Stunden vor dessen Insolvenzantrag.

ZUM SPORT: Brasilien hat den Fußball-Confederations-Cup in Südafrika gewonnen. Der fünfmalige Weltmeister besiegte in Johannesburg die Mannschaft aus den USA mit 3 : 2. Im Spiel um den dritten Platz setzte sich Spanien nach Verlängerung ebenfalls mit 3 : 2 gegen Gastgeber Südafrika durch.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Osthälfte wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Im Westen meist heiter und trocken; zwischen Eifel und Schwarzwald auch Schauer und Gewittter möglich. Höchstwerte zwischen 18 und 30 Grad.


Am Morgen meldeten:


Hamburg: 17° leicht bewölkt;

Berlin: 18°, stark bewölkt;

Dresden: 19°, wolkig;

Köln/Bonn: 20°, fast wolkenlos;

Frankfurt am Main: 22°, leicht bewölkt und

München: 18°, stark bewölkt.

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