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Nachrichten

Montag, 29. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

GAZA-STADT: Die Kämpfe zwischen Anhängern der rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah nehmen kein Ende. Nach Rundfunkberichten wurden in der Nacht zum Montag weitere sechs Menschen bei Gefechten getötet. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der vergangenen Tage auf etwa 30. Angesichts der eskalierenden Gewalt hat der saudi-arabische König Abdallah die Konfliktparteien zu einem Treffen in die Pilgerstadt Mekka eingeladen. Hamas und Fatah nahmen die Einladung an. Wann das Gespräch stattfindet, ist noch nicht klar. Ein Mitglied der Hamas-Regierung erklärte, die Palästinenser befänden sich am Rande eines Bürgerkrieges.

JERUSALEM: Aus dem israelischen Badeort Eilat am Roten Meer wird ein Selbstmordanschlag gemeldet. Dabei kamen nach bisherigen Agenturberichten möglicherweise drei Menschen ums Leben. Es habe auch einige Verletzte gegeben, teilten Rettungskräfte und Polizei mit. Es ist der erste Selbstmordanschlag innerhalb Israels seit April 2006.

BAGDAD: Im Irak sind bei einer Offensive gegen Aufständische etwa 300 bewaffnete Anhänger einer muslimischen Gruppe getötet worden. US-Soldaten und einheimische Verbände waren gegen die Rebellen vorgegangen, die nach Behördenangaben einen Angriff auf schiitische Pilger planten, die zum so genannten Aschura-Fest nach Nadschaf gekommen waren.

BAGDAD: Der Iran will seinen militärischen und wirtschaftlichen Einfluss im Irak verstärken. Dies erklärte der iranische Botschafter in Bagdad, Hassan Kasemi Qumi, in einem Interview mit der "New York Times". Sein Land sei bereit, die irakischen Streitkräfte mit Ausbildern und Ausrüstung zu unterstützen. Außerdem wolle sich der Iran stärker beim Aufbau des Nachbarlandes engagieren.

DUBLIN: Die Katholiken-Partei Sinn Fein hat in einer historischen Abstimmung die Legitimität der Polizei in Nordirland anerkannt. Auf einem Parteitag in Dublin stimmte eine große Mehrheit der Delegierten für einen entsprechenden Antrag. Damit räumte Sinn Fein eines der größten Hindernisse für eine neue nordirische Allparteienregierung aus dem Weg. Eine Kooperation der Partei mit der überwiegend von pro-britischen Protestanten gebildeten Polizei ist einer der zentralen Punkte im Friedensplan für Nordirland.

ADDIS ABEBA: Die Lage in Somalia und in der sudanesischen Krisenregion Darfur steht im Mittelpunkt eines Gipfeltreffens der Afrikanischen Union, das in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba eröffnet wurde. Für Streit dürfte die Neubesetzung der AU-Präsidentschaft sorgen. Gemäß dem Rotationsprinzip müsste eigentlich der Sudan den Vorsitz übernehmen. Da die sudanesische Regierung im Darfur-Konflikt aber als einer der Kriegstreiber gilt, lehnen es viele der 53 Mitgliedstaaten ab, sie an die Spitze der Afrikanischen Union zu wählen. Auch Amnesty International warnte vor einem solchen Schritt.

BERLIN: Im Fall des ehemaligen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz verstärkt die Union den Druck auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Fraktionsvize Wolfgang Bosbach forderte eine baldige Anhörung Steinmeiers im BND-Untersuchungsausschuss. Dort müsse geklärt werden, ob es 2002 ein Angebot der USA zur Freilassung von Kurnaz gegeben habe, sagte Bosbach der 'Berliner Zeitung'. Zudem möchte der CDU-Politiker wissen, ob die damalige rot-grüne Regierung auf eine Freilassung drängte, als sich der Terrorverdacht gegen den Bremer Türken nicht bestätigte. Entgegen der Darstellung Steinmeiers soll aus Geheimdienst-Unterlagen hervorgehen, dass Kurnaz sowohl vom Bundesnachrichtendienst als auch vom Bundesamt für Verfassungsschutz als harmlos eingestuft wurde.

LONDON: Die Fluggesellschaft British Airways will einen Tag vor dem angekündigten 48-stündigen Streik noch einmal versuchen, eine Einigung mit der Transportarbeiter-Gewerkschaft zu erreichen. Die am Wochenende begonnenen Gespräche zwischen Spitzenvertretern beider Seiten würden an diesem Montag fortgesetzt, hieß es in London. Von dem Arbeitskampf wären mehrere zehntausend Passagiere vor allem an den Flughäfen Heathrow und Gatwick betroffen. British Airways hatte bereits in der vergangenen Woche etwa 1.300 Flüge vorsorglich gestrichen. Die Gewerkschaft verlangt bessere Einstiegsgehälter für Flugbegleiter und Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall.

PRAG: Der tschechische Komponist Karel Svoboda ist tot. Nach Angaben der Polizei erschoss sich der 68-Jährige im Garten seines Hauses bei Prag. Über das Motiv gibt es nur Spekulationen. Svoboda komponierte die Musik zu zahlreichen Filmen und Fernsehserien, darunter der Karel-Gott-Hit 'Biene Maja'.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten vereinzelt Regen, ansonsten aufgelockert und meist trocken. Höchstwerte drei bis neun Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 5°, leicht bewölkt;
Berlin: 5°, Schauer;
Dresden: 3°, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 7°, Sprühregen;
Frankfurt am Main: 7°, stark bewölkt und
München: 2°, bedeckt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 29.01.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9mG8
  • Datum 29.01.2007
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