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Nachrichten

Montag, 28. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Mit dem klaren Votum für Schwarz-Gelb wird Deutschland künftig von einer bürgerlichen Koalition aus Union und FDP regiert mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Spitze. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielten CDU/CSU und ihr Wunsch-Partner FDP bei der Bundestagswahl zusammen 48,4 Prozent der Stimmen. Ausschlaggebend für den Machtwechsel war das überragende Ergebnis der FDP mit 14,6 Prozent. Die Union kam auf lediglich 33,8 Prozent. Zusammen verfügen sie im neuen Bundestag über 332 Sitze. Die Sozialdemokraten mit Frank-Walter Steinmeier an der Spitze stürzten mit 23 Prozent auf ihr schlechtestes Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik ab. Die Grünen erzielten 10,7 Prozent, die Linken 11,9 Prozent. Zusammen kommen die drei Oppositionsparteien auf 290 Bundestagsmandate. Die Wahlbeteiligung war mit knapp 70,8 Prozent so gering wie noch nie.

PARIS/WASHINGTON: Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl gratuliert. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sagte, der Wahlerfolg bestätige eindrucksvoll das Vertrauen, das die Bürger in Deutschland in Merkel hätten. Die US-Regierung erklärte nach einem Telefonat von Präsident Barack Obama mit Merkel, beide Seiten wollten die Zusammenarbeit verstärken und vertiefen. Der britische Premier Gordon Brown sagte, er freue sich darauf, die enge Arbeitsbeziehung mit Merkel fortzusetzen. Der konservative schwedische Regierungschef und amtierende EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt nannte das Ende der großen Koalition in Berlin die Auflösung einer Zwangsehe.

BERLIN: Nach dem klaren Wahlausgang strebt die CDU zügige Koalitionsverhandlungen mit der FDP an. Wie aus einer Sitzung des Parteipräsidiums verlautete, sollten diese nach den Vorstellungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel spätestens in der nächsten Woche beginnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, will sich Merkel noch an diesem Montag mit FDP-Chef Guido Westerwelle im Kanzleramt treffen, um den Fahrplan festzulegen. Nach den Plänen der CDU soll die Koalitionsbildung möglichst bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Die FDP kündigte harte Verhandlungen an. Inhalte seien bei Koalitionsgesprächen immer wichtiger als Schnelligkeit, hieß es vor einer Sitzung in Berlin.

KIEL/POTSDAM: Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat sich die CDU von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zusammen mit einer gestärkten FDP die knappe Mehrheit gesichert. Die CDU kann mit 34 von insgesamt 95 Sitzen rechnen, die FDP mit 15. Der bisherige Koalitionspartner SPD kommt auf lediglich 25 Sitze und muss auf die Oppositionsbank.

Nur bei der Landtagswahl in Brandenburg konnte die SPD einen Sieg feiern. Sie behauptete sich als stärkste Kraft und kann sich nun aussuchen, mit wem sie eine Koalition bildet. Ministerpräsident Matthias Platzeck sagte, er wolle sowohl seinen bisherigen Koalitionspartner CDU als auch die Linke zu Sondierungsgesprächen einladen.

MÜNCHEN: Im Zusammenhang mit den Drohvideos des Terrornetzwerks El Kaida gegen Deutschland sind in München zwei Islamisten vorbeugend in Polizeigewahrsam genommen worden. Dies teilte der Polizeipräsident der bayerischen Landeshauptstadt, Wilhelm Schmidbauer, mit. Hintergrund sei, dass in den Drohvideos auch Bezug auf das Münchner Oktoberfest genommen worden sei. - Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" wurden die Sicherheitsmaßnahmen für das weltgrößte Volksfest verstärkt.

TEHERAN: Der Iran hat nach eigenen Angaben eine Langstreckenrakete getestet. Die Rakete vom Typ Shahab -3 sei im Rahmen eines Manövers der Revolutionsgarden abgefeuert worden, berichtete das iranische Fernsehen. Zu sehen waren Bilder von einem Raketenabschuss in einer wüstenartigen Gegend. Die Shahab-3-Rakete hat nach iranischen Angaben eine Reichweite von 2000 Kilometern. Sie könnte damit auch Israel erreichen. - Zuvor hatten die Revolutionsgarden im Rahmen ihres Manövers bereits Mittel- und Kurzstreckenraketen getestet.

LISSABON: Bei der Parlamentswahl in Portugal haben die regierenden Sozialisten ihre absolute Mehrheit verloren, sind aber stärkste Kraft geblieben. Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt die PS von Ministerpräsident Jose Socrates bei 36,5 Prozent der Stimmen, ein Minus von rund 8,5 Punkten. Die konservativ orientierten Sozialdemokraten konnten ihr Ergebnis mit 29 Prozent kaum verbessern. Zwei Linksbündnisse kommen auf zehn, beziehungsweise acht Prozent der Stimmen. Das konservative Zentrum behauptet mit gut zehn Prozent seine Stellung als dritte Kraft.

CARACAS: Die Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen und der afrikanischen Staaten haben einen stärkeren Einfluss in der Weltpolitik verlangt. Bei einem Gipfeltreffen in Venezuela forderten sie unter anderem eine Reform des UN-Sicherheitsrates. Das Gremium müsse demokratischer und repräsentativer werden, hieß es in der Abschluss-Erklärung des Gipfels.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und an den Alpen bewölkt und gelegentlich Regen. Sonst freundlich und trocken.Temperaturen zwischen 16 und 22 Grad Celsius.

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