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Nachrichten

Montag, 28. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TORONTO: Die Staats- und Regierungschefs der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer haben sich zu einer wachstumsfördernden Politik und zur Haushaltssanierung bekannt. Bis 2013 sollen die Industriestaaten ihre Haushaltsdefizite halbieren, hieß es zum Abschluss des zweitägigen Gipfeltreffens in Toronto. Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich zufrieden, dass die großen Wirtschaftsnationen wie Deutschland auf Sparkurs gehen wollten. US-Präsident Obama und einige Vertreter der Schwellenländer warnten indes vor einem zu raschen Sparkurs und plädierten für weitere Konjunkturprogramme zur Förderung der Binnennachfrage vor allem in Exportländern.

BERLIN: SPD-Chef Gabriel hat den führenden Industrienationen vorgeworfen, bei ihrem Gipfeltreffen in Kanada nichts für die Regulierung der Finanzmärkte getan zu haben. Für Gabriel ist es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste weltweite Krise kommt. Er kritisierte zudem im Deutschlandfunk in Köln die mangelnde Abstimmung der Europäer, vor allem die zwischen Deutschland und Frankreich, im Vorfeld des Treffens. Die G20-Beschlüsse zum Schuldenabbau begrüßte Gabriel dagegen ausdrücklich.

KABUL: Bei einem Anschlag in Afghanistan sind mindestens acht Zivilisten getötet worden, unter ihnen Frauen und Kinder. Eine am Straßenrand deponierte Bombe war explodiert, als ein Kleinbus vorbeifuhr. Die Polizei in der zentral-afghanischen Provinz Ghasni machte die radikal-islamische Taliban-Miliz für den Anschlag verantwortlich. Er sollte vermutlich die internationalen Truppen der NATO treffen.

ISLAMABAD: Bei einer Explosion im Süden Pakistans sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 30 wurden nach Polizeiangaben verletzt, als ein Chemikalienbehälter auf einem Lastwagen detonierte. Man gehe von einem Unfall aus, so die Polizei in Hyderabad.

BERLIN: FDP-Chef Westerwelle hat nach der massiven Kritik an seinem Führungsstil Fehler eingeräumt, einen grundlegenden Kurswechsel seiner Partei jedoch abgelehnt. Bei der Klausur-Tagung von Partei- und Fraktionsvorstand in Berlin führte Westerwelle das schlechte Bild der Liberalen in der Öffentlichkeit auf Kommunikationsfehler und Widerstände des Koalitionspartners Union zurück. Der Parteichef betonte ebenso wie Generalsekretär Lindner, die Entlastung der kleineren und mittleren Einkommen sowie der Familien bleibe das Ziel der FDP. Dazu zählten Steuersenkungen ebenso wie Steuervereinfachungen. Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes sei für die Liberalen kein Thema, ergänzte Lindner.

WIESBADEN: Trotz der Konjunkturbelebung haben sich die öffentlichen Haushalte im ersten Quartal weiter verschuldet. Seit Ende vergangenen Jahres stieg der Schuldenberg des deutschen Staates um 19,4 Milliarden Euro auf insgesamt 1,711 Billionen Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wirtschaftsleistung hatte in den ersten drei Monaten des Jahres um 0,2 Prozent zugelegt.

MÜNCHEN: Der Technologiekonzern Siemens will sich angesichts der Finanzkrise unabhängiger von Kreditinstituten machen und eine eigene Bank gründen. Das Unternehmen habe bei der deutschen Bankenaufsicht eine Lizenz beantragt, sagte Finanzvorstand Kaeser der "Süddeutschen Zeitung". Siemens plane keine Kundenbank, sondern wolle lediglich für sich selbst Bankgeschäfte tätigen. Dem Konzern gehe es dabei insbesondere um sichere Anlagemöglichkeiten, erklärte Kaeser weiter.

ZUM SPORT: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika trifft die deutsche Nationalelf im Viertelfinale wie 2006 auf Argentinien. Der zweifache Champion qualifizierte sich am Sonntagabend in Johannesburg mit einem 3:1-Sieg gegen Mexiko. Zuvor hatte die deutsche Nationalmannschaft mit einem 4:1-Erfolg gegen England den Einzug ins Viertelfinale perfekt gemacht. Bundestrainer Löw sprach von einer grandiosen Leistung seines Teams. Kanzlerin Merkel gratulierte der Nationalelf vom kanadischen Toronto aus. - In den Achtelfinalspielen an diesem Montag treffen die Niederlande auf die Slowakei und Brasilien auf Chile.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig. Im Tagesverlauf im Westen und Südwesten einige Quellwolken, vereinzelt Gewitter. Höchstwerte zwischen 20 Grad an der Küste und bis zu 32 Grad am Oberrhein.

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