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Nachrichten

Montag, 28. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

ANKARA: Bei drei Bomben-Anschlägen im türkischen Badeort Marmaris am Mittelmeer sind nach Polizei-Angaben mindestens 21 Menschen verletzt worden, unter ihnen zehn britische Touristen. Ein Sprengsatz war unter dem Sitz eines Kleinbusses versteckt, in dem Urlauber saßen. - In Istanbul wurden bei der Detonation einer Paketbombe sechs Menschen verletzt. Die türkischen Sicherheitskräfte vermuten kurdische Extremisten als Urheber.

BEIRUT: UN-Generalsekretär Kofi Annan berät an diesem Montag mit der libanesischen Regierung über die Stationierung der internationalen Friedenstruppe. Annan trifft in Beirut Regierungschef Fuad Siniora und Parlamentspräsident Nabih Berri. Nach Einschätzung von UN-Experten könnten bis zum Ende der Woche die ersten 3.500 Soldaten in den Libanon entsandt werden. Sie sollen zusammen mit den 2.000 dort stationierten Blauhelm-Soldaten auf Patrouille gehen. Israels Verteidigungsminister Amir Perez sagte, sein Land erwarte, dass die UN-Truppe auch die libanesischen Grenzübergänge kontrolliere. Der Führer der schiitischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, versicherte, seine Miliz werde keinen Widerstand leisten. Bedingung sei allerdings, dass die UN-Soldaten nicht versuchten, Hisbollah-Kämpfer zu entwaffnen.

BERLIN: Israels Außenministerin Zipi Livni kommt während ihres Deutschlandbesuchs an diesem Montag mit ihrem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier zusammen. Für den Nachmittag ist auch ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant. Im Mittelpunkt der Unterredungen steht das deutsche Engagement bei der geplanten UN-Mission im Libanon. Israel drängt auf eine möglichst rasche Entsendung von Soldaten zur Absicherung der vor zwei Wochen vereinbarten Waffenruhe. - Laut Steinmeier stehen die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen über die Einsatzregel der UN-Truppe kurz vor dem Abschluss. Die Bundesregierung müsse einschätzen können, welche Situationen auf die Bundeswehr zukommen könnten, sagte Steinmeier der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt sind nach ersten Angaben der Polizei 13 Menschen getötet und etwa 40 verletzt worden. Der Attentäter hatte sich mit seinem Fahrzeug vor einem Kontrollposten des Innenministeriums in Bagdad in die Luft gesprengt. Erst am Sonntag waren bei landesweiten Anschlägen und Angriffen Aufständischer mehr als 60 Menschen getötet worden, darunter sechs US-Soldaten. Ministerpräsident Nuri al-Maliki versicherte nochmals, sein Land befinde sich nicht im Bürgerkrieg. Die Sicherheitslage ist auch zentrales Thema der Gespräche des britischen Verteidigungsministers Des Browne mit der Regierung in Bagdad.

BAGDAD: Die berüchtigte Haftanstalt Abu Ghraib, die zum Synonym für die Misshandlung irakischer Gefangener durch US-Soldaten geworden ist, steht leer. Es gebe dort seit Mitte August keinen Gefangenen mehr, sagte der irakische Vize-Justizminister Buscho Ibrahim der Nachrichtenagentur AP. - Die US-Streitkräfte hatten mitgeteilt, dass eine Verlegung der fast 3.000 Gefangenen geplant sei, zum Zeitrahmen hatten sie aber keine Angaben gemacht.


GAZA-STADT: Bei einem israelischen Angriff sind im Gazastreifen vier militante Palästinenser getötet worden. Die Männer sollen den El-Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Hamas und der Hilfspolizei der Hamas-Regierung angehört haben. Die israelische Armee teilte mit, eine Gruppe Bewaffneter habe sich in bedrohlicher Weise einem israelischen Grenzposten genähert. Israelische Soldaten hätten daraufhin das Feuer eröffnet und zwei von ihnen erschossen. Zwei weitere Angreifer seien durch eine Rakete getötet worden.


BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat erneut alle Forderungen zurückgewiesen, den Überschuss bei der Bundesanstalt für Arbeit zu weiteren Beitragssenkungen zur Arbeitslosenversicherung zu nutzen. Der Großteil des Überschusses beruhe auf einem Einmaleffekt, weil Arbeitnehmer und Arbeitgeber in diesem Jahr 13 statt zwölf Mal zahlten, sagte Steinbrück in einem Radio-Interview. Außerdem plädiere er dafür, dass die BA mit den Geldern einen finanziellen Puffer für schlechtere Zeiten aufbaue.- Ähnlich verhalte es sich mit den Steuermehreinnahmen. Angesichts einer Staatsschuld von 1.500 Milliarden Euro sollten zusätzliche Einnahmen in den Abbau der Neuverschuldung fließen, und nicht zur Entlastung der Bürger dienen.

HANNOVER: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will die so genannten Patientenverfügungen noch in diesem Jahr rechtlich absichern. Die Gespräche mit den Fraktionen über einen entsprechenden Gesetzentwurf sollten nach der parlamentarischen Sommerpause beginnen, sagte die SPD-Politikerin der hannoverschen 'Neue Presse'. Patientenverfügungen sind Willenserklärungen, mit denen zum Beispiel lebensverlängernde Maßnahmen ausgeschlossen werden können. Zypries will, dass diese Verfügungen unabhängig vom Zustand der Patienten ihre Gültigkeit behalten.

MIAMI: Der Hurrikan 'Ernesto' hat in der Karibik an Kraft verloren und ist wieder zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Meteorologen rechnen jedoch damit, dass der Wirbelsturm wieder an Stärke gewinnen wird. Im Osten Kubas wurden vorsorglich zehntausende Bewohner in Sicherheit gebracht. Helfer und Sicherheitskräfte erwägen die Evakuierung von Touristenorten an der Nordküste. Auch im US-Staat Florida wappnen sich die Menschen gegen den Tropensturm. Die Behörden der Keys-Inselgruppe forderten alle Touristen auf, das Gebiet zu verlassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen teils ergiebiger Regen, im Osten und Nordosten nur einzelne Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 15 bis 20 Grad.

Am Vormittag meldeten bei bewölktem Himmel:

Hamburg, Berlin, Dresden,
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 14° sowie
München: 13° und etwas Regen.

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