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Nachrichten

Montag, 28. April 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Beim einem schweren Zugunglück im Osten Chinas sind nach letzten Angaben des Staatsfernsehen mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten sei auf rund 400 gestiegen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Etwa 70 davon befänden sich in einem kritischen Zustand. Zuvor war von 250 Verletzten die Rede gewesen. Den Berichten zufolge war ein Personenzug nahe der Stadt Zibo in der Provinz Shandong entgleist und auf einen anderen Zug geprallt. Etwa zehn Waggons seien in einen Graben gefallen.

LONDON/KINSHASA: Soldaten der UN-Friedenstruppen in der Demokratischen Republik Kongo haben nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC Waffen und Munition an Rebellen im Osten des Landes verkauft. Für die Waffen hätten indische und pakistanische Friedenshüter Gold, Elfenbein und Drogen gehandelt, berichtet die BBC auf ihrer Internetseite. Einige der Friedenssoldaten hätte auch Geschäfte mit Hutu-Milizen gemacht, denen eine Beteiligung am Völkermord an den Tutsi in Ruanda im Jahre 1994 vorgeworfen wird. Für den Schmuggel sei auch ein UN-Hubschrauber eingesetzt worden. Die Vereinten Nationen, so der Bericht weiter, hätten in dem Fall ermittelt, aber keine offiziellen Vorwürfe erhoben. Die UN-Mission im Kongo hat 17.000 Soldaten im Einsatz und ist derzeit die weltweit größte.

BAGDAD: Bei heftigen Gefechten zwischen amerikanischen und irakischen Soldaten sowie schiitischen Milizen sind im Irak mindestens 38 Menschen getötet worden. Allein 22 Aufständische seien erschossen worden, als die Soldaten einen Angriff auf einen irakischen Kontrollposten im Nordosten der Hauptstadt Bagdad zurückschlugen, teilten die US-Streitkräfte mit.

KABUL/NEW YORK: Der versuchte Mordanschlag der radikal-islamischen Taliban auf den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai hat international Empörung ausgelöst. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteile den Angriff auf das Schärfste. Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte in einem Telefongespräch mit Karsai ihre Bestürzung über das Attentat aus. Deutschland halte am Engagement in Afghanistan fest, bekräftigte Merkel. NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer erklärte, die Taliban hätten gezeigt, dass sie zu äußerster Gewalt bereit seien, um sich gegen die Entwicklung Afghanistans in Richtung Freiheit und Demokratie zu stellen. Auch der Iran verurteilte den Anschlag auf Karsai scharf. - Taliban-Kämpfer hatten während einer Militärparade in Kabul die Ehrentribüne unter Feuer genommen, auf der sich Karsai sowie zahlreiche afghanische Politiker und ausländische Diplomaten versammelt hatten. Dabei wurden nach afghanischen Angaben drei Menschen getötet.

WIEN: In Österreich ist ein 73-jähriger unter dem Verdacht des Inzests festgenommen worden. Er soll seine heute 42-jährige Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies gefangen gehalten und sexuell missbraucht haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann auch Vater seiner sechs Enkelkinder ist. Ein siebtes Kind soll wenige Tage nach der Geburt gestorben sein. Drei der Kinder hätten mit der Mutter in dem Verlies leben müssen, teilten die Behörden mit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beschuldigt die Frau ihren Vater schwerster Verbrechen. Ihre Aussagen seien glaubhaft. Der Beschuldigte habe seine Tochter im August 1984 als vermisst gemeldet und erst vor kurzem wieder frei gelassen. Ein DNA-Test soll nun klären, ob er wirklich der Vater der Kinder ist. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen.

HAMBURG: Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt ist nach wochenlangem Ringen eine Großfusion auf den Weg gebracht worden. Der Aufsichtsrat des Telekommunikations-Dienstleisters Freenet gab grünes Licht für die Übernahme des größeren Konkurrenten Debitel für 1,63 Milliarden Euro. Stimmen die Kartellbehörden zu, entsteht der mit rund 19 Millionen Kunden drittgrößte Mobilfunkanbieter Deutschlands nach T-Mobile und Vodafone. Freenet und Debitel haben allerdings kein eigenes Handy-Netz.

BERLIN: Der Volksentscheid zum Weiterbetrieb des traditionsreichen Berliner Flughafens Tempelhof ist gescheitert. Bei der Abstimmung am Sonntag stimmten laut amtlichem Endergebnis nur 21,7 Prozent der Wahlberechtigten für die Offenhaltung des defizitären City-Airports. Für einen Erfolg des Volksentscheids, der von CDU, FDP und der Wirtschaft unterstützt wurde, wäre ein Anteil von 25 Prozent erforderlich gewesen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der – unterstützt von Linken und Grünen - Tempelhof Ende Oktober schließen will, reagierte erleichtert. Wowereit hatte dazu aufgerufen, mit Nein zu stimmen, um die gerichtlichen Vorgaben zur Finanzierung des Großflughafens BBI in Schönefeld nicht zu gefährden und damit auch nicht dessen Bau.

LOS ANGELES: Rund ein halbes Jahr nach den verheerenden Feuern im US-Bundesstaat Kalifornien sind in der Nähe von Los Angeles wieder Waldbrände ausgebrochen. Etwa 1.000 Menschen sind vor dem Feuer geflüchtet, hunderte Häuser in der Stadt Sierra Madre nordöstlich von Los Angeles wurden vorsorglich geräumt. Nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN sind bereits mehr als 160 Hektar einer steilen Bergregion abgebrannt. Die Ursache für den Ausbruch der Flammen ist noch nicht bekannt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen wechselnd bewölkt mit zum Teil länger anhaltendem Regen. Im Osten nochmals sonnig und warm. Höchstwerte 13 bis 23 Grad.

Audio und Video zum Thema