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Nachrichten

Montag, 27. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Am Flughafen der Hansestadt hat der bundesweit erste Test eines Körperscanners begonnen. Bundesinnenminister De Maizière nahm die beiden Geräte in Betrieb. Die Einführung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer verbesserten Luftsicherheitskontrolle auf deutschen Flughäfen, sagte der CDU-Politiker. Der Körperscanner macht von Passagieren eine Art Wärmebildaufnahme. Das ermöglicht eine schematische Darstellung des Körpers wie bei einem Strichmännchen. Sprengstoff oder Waffen können in Sekunden entdeckt und angezeigt werden. Für die Passagiere ist die Nutzung freiwillig.

JERUSALEM: Knapp vier Wochen nach Beginn der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern stehen diese wieder auf der Kippe. Ungeachtet internationalen Drucks ließ Israel einen Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland auslaufen. Die Palästinenser hatten zuvor gedroht, in diesem Fall aus den Friedensverhandlungen auszusteigen. Gleich nach Ablauf des vor zehn Monaten verhängten Bau-Moratoriums rief der israelische Regierungschef Netanjahu Palästinenserpräsident Abbas zur Fortsetzung der Friedensverhandlungen auf. Abbas seinerseits verlangte von Netanjahu einen sofortigen neuen Baustopp.

CARACAS: Bei der Parlamentswahl in Venezuela hat die Partei des linksgerichteten Präsidenten Chávez einen Sieg errungen, die angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit in der Nationalversammlung allerdings verfehlt. Wie die Wahlbehörde in Caracas mitteilte, konnte die vereinigte und wieder erstarkte Opposition rund 60 der 165 Parlamentsmandate erringen. Vor fünf Jahren hatte sie die Stimmabgabe noch geschlossen boykottiert. Die Parlamentswahl galt vor dem Hintergrund einer schweren wirtschaftlichen Krise des Landes als wichtiger Stimmungstest für Präsident Chávez. Dieser benötigt jetzt im Parlament die Unterstützung seiner Rivalen, um größere Gesetzesvorhaben auf den Weg zu bringen. Die Wahlbeteiligung wird mit rund 66 Prozent beziffert.

PEKING: Russland baut seine Energielieferungen auf den chinesischen Wachstumsmarkt massiv aus. Bei seinem Staatsbesuch unterzeichnete Präsident Medwedew in Peking mit Chinas Staats- und Parteichef Hu mehr als ein Dutzend Abkommen unter anderem zur Zusammenarbeit im Energiesektor, im Atom- und Bankenbereich sowie beim Kampf gegen Terror und Separatismus. Russland wird danach im nächsten Jahr mit dem Bau von zwei neuen Atommeilern für das Kernkraftwerk Tianwan in Jiangsu beginnen. Die Präsidenten besiegelten auch die Fertigstellung der ersten Öl-Pipeline zwischen beiden Ländern zur Lieferung von zunächst 15 Millionen Tonnen Öl im Jahr. Darüber hinaus bot die Führung in Moskau China eine Komplettversorgung mit Erdgas ab dem Jahr 2015 an.

SEOUL: Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben ein weiteres gemeinsames Seemanöver begonnen. An der fünftägigen Übung zur U-Boot-Abwehr nehmen etwa 1700 Marinesoldaten teil. Das kommunistische Nordkorea sprach einen Tag vor dem größten Treffen seiner herrschenden Arbeiterpartei seit 30 Jahren von einer militärischen Provokation. Das zweite Seemanöver ist Teil einer längeren Serie, die von USA und Südkorea als Reaktion auf den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes angekündigt worden war. Bei dem Vorfall im März wurden 46 Seeleute getötet. Beide Länder machen Nordkorea dafür verantwortlich.

BERLIN: Opposition und Sozialverbände haben die geplante Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze als zu gering kritisiert. SPD und Linke drohten umgehend mit Verfassungsklagen. Nach den Vorstellungen der Koalitionsparteien sollen die 4,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland im nächsten Jahr fünf Euro pro Monat mehr vom Staat bekommen. Die Führungsgremien von CDU/CSU und FDP billigten den Vorschlag von Arbeitsministerin Von der Leyen, den Regelsatz für Erwachsene auf 364 Euro zu erhöhen. Kein zusätzliches Geld gibt es für die rund zwei Millionen Kinder und Jugendlichen in Hartz-IV-Familien. Sie sollen aber einen Anspruch auf zusätzliche Bildungsleistungen wie etwa Nachhilfeunterricht erhalten. Der Bundesrat muss der Neuregelung noch zustimmen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich von Mosel und Main aufgelockert und meist trocken. Sonst wolkig und zum Teil ergiebiger Regen. Höchsttemperaturen zwischen neun und 17 Grad.

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