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Nachrichten

Montag, 27. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die Außenminister der EU beraten über die Aufnahme von Verhandlungen mit den USA über die Weitergabe europäischer Bankverbindungen an amerikanische Terrorfahnder. Nach Korrespondentenberichten will die Ministerrunde der EU-Kommission ein Mandat für die Aushandlung eines entsprechenden Abkommens erteilen. US-Stellen haben schon jetzt Zugriff auf die Daten des Finanzdienstleisters SWIFT, der internationale Überweisungen abwickelt. Da SWIFT seinen Hauptserver von den USA in die Schweiz verlagern will, ist ein neues Abkommen nötig. In Deutschland machen Politiker von der Linkspartei bis zur CSU aus Gründen des Datenschutzes Front dagegen.

NÜRNBERG: Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weiter verbessert. Die Bürger hofften immer stärker auf eine baldige Erholung der Konjunktur, heißt es im neuen Konsumklimabericht der Nürnberger GfK. Für August prognostizieren die Forscher einen Anstieg des Konsumklimaindexes von 3,0 auf 3,5 Punkte. - Die GfK warnte zugleich vor zu großem Optimismus. Der Härtetest für das Konsumklima stehe im Herbst bevor, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen dürften.

BERLIN: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gerät nach dem Diebstahl ihres Dienstwagens in Spanien mehr und mehr unter Druck. Auch beim Koalitionspartner Union gibt es jetzt Kritik an der SPD-Politikerin. Der CDU-Haushaltspolitiker Georg Schirmbeck bezeichnete es als skandalöse Verschwendung von Steuergeldern, dass Schmidt ihren Dienstwagen plus Fahrer quer durch Europa zu ihrem spanischen Urlaubsort geschickt habe. Ähnlich hatten sich zuvor Politiker der Opposition geäußert. - Das Gesundheitsministerium erklärte, private Fahrten mit dem Dienstwagen würden privat abgerechnet.

BERLIN: Der Gouverneur der nordafghanischen Provinz Kundus hat sich zufrieden mit dem Verlauf der deutsch-afghanischen Offensive gegen die Taliban in der Region geäußert. Man sei erfolgreich gewesen und komme gut voran, sagte Gouverneur Mohammad Omar dem ARD-Hörfunkstudio Südasien. - An der Offensive nehmen rund 300 Soldaten der Bundeswehr und etwa 900 afghanische Soldaten und Polizisten teil. Es handelt sich um die bislang größte Militäraktion der Bundeswehr in Afghanistan.

TEHERAN: Im Iran hat das Parlament eine Sonderkommission eingerichtet, die die Lage der Gefangenen untersuchen soll, die während der Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen worden waren. Die Kommission habe bereits getagt, sagte ein Abgeordneter der Nachrichtenagentur Irna. - Die Freilassung aller Festgenommenen gehört zu den Hauptforderungen der iranischen Oppositionsbewegung. - Nach Berichten amtlicher Medien wurden bei den Demonstrationen bis zu 2.000 Menschen festgenommen. Die meisten seien inzwischen wieder auf freiem Fuß, so die Behörden.

KAIRO: Die USA haben eine neue Runde ihrer Bemühungen um eine Friedenslösung im Nahen Osten eingeläutet. Der US-Sondergesandte George Mitchell traf nach Gesprächen in Israel in Kairo ein, um mit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zu konferieren. Nach einem Treffen mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak hatte Mitchell am Sonntag erklärt, die USA wollten einen 'globalen Frieden' im Nahen Osten, in den Israel, die Palästinenser sowie Syrien und der Libanon einbezogen werden müssten. Mitchell bekräftigte die US-Forderung nach einem Stopp des israelischen Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten.

ABUJA: Einen Tag nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und einer radikal-islamischen Sekte im Nordosten Nigerias haben Islamisten am Montag in zwei weiteren Bundesstaaten neue Angriffe gestartet. Im Bundesstaat Yobe wurde eine Polizeistation in Brand gesetzt. Im Nachbarstaat Borno kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und einer Gruppe islamischer Aufständischer, die sich selbst als "Taliban" bezeichnet. Am Sonntag waren in der Stadt Bauchi bei Kämpfen zwischen der Polizei und den Rebellen fast 40 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Behörden hatten die Islamisten Polizeiwachen in der Nähe der Stadt angegriffen und waren dabei zurückgeschlagen worden.

RANGUN: In Birma hat der letzte Verhandlungstag im Prozess gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi vor der für August erwarteten Urteilsverkündung begonnen. Wie ein Regierungsbeamter mitteilte, hält der Staatsanwalt sein Schlussplädoyer. Die 64-jährige Friedensnobelpreisträgerin ist angeklagt, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Der Politikerin droht eine Haftstrafe von fünf Jahren. Suu Kyi hat inzwischen 13 Jahre in Haft oder unter Hausarrest verbracht.

HAVANNA: Kubas Präsident Raúl Castro hat bei einer nationalen Gedenkfeier in der ostkubanischen Stadt Holguin die Bevölkerung der Karibikinsel für Engpässe bei der Produktion von Nahrungsmitteln verantwortlich gemacht. Es sei notwendig, die Erträge der Landwirtschaft zu steigern. Die weltweite Wirtschaftskrise schwäche das Land zwar, aber diese Krise und das vor 47 Jahren verhängte Handelsembargo der USA dürften nicht für alle Probleme Kubas verantwortlich gemacht werden, sagte Castro vor 200.000 Landsleuten während der Zeremonie, die traditionell an den Beginn der Revolution im Jahre 1953 erinnert. Das verarmte Land muss fast 85 Prozent seines Lebensmittelbedarfs aus dem Ausland einführen.

NEW YORK: Bei einem Verkehrsunfall auf einer Schnellstraße in der Nähe der US-Metropole New York sind acht Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen vier kleine Mädchen. Nach Angaben der Polizei war eine Frau mit einem Kleinbus mit den Kindern an Bord auf der Straße als Geisterfahrerin unterwegs. Der Kleinbus stieß frontal mit einem Geländewagen zusammen, in dem drei Menschen starben. Auch die Geisterfahrerin kam ums Leben.

TOKIO: Im Westen Japans sind bei Überschwemmungen und Erdrutsche nach heftigen Regenfällen mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Bereits am Wochenende waren nach Angabe der Polizei in der Region auf der Insel Kyushu sieben Menschen getötet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Wolkenfeldern im Norden rasch Aufheiterungen und trocken. Später von Westen wieder wolkiger und erste Schauer. Tagestemperaturen zwischen 20 Gad Celsius an der Nordsee und 30 Grad an der Donau.

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