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Nachrichten

Montag, 26. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Kurz vor Beginn der Nahost-Konferenz in den USA laufen die Bemühungen um ein Grundlagenpapier zwischen Israel und den Palästinensern auf Hochtouren. US-Außenministerin Condoleezza Rice traf mit den Chefunterhändlern beider Seiten zusammen und versuchte, sie zu einer gemeinsamen Erklärung zu bewegen. Präsident George W. Bush appellierte unterdessen an den Friedenswillen der Beteiligten. Bush bekräftigte seine Entschlossenheit, eine Zwei-Staaten-Lösung zustande zu bringen. - Die Nahost-Konferenz beginnt am Dienstag in Annapolis im Bundesstaat Maryland. Neben den USA, Israel und den Palästinensern nehmen Vertreter aus mehr als 40 Ländern teil.

ZAGREB: Nach der Parlamentswahl in Kroatien erheben sowohl der amtierende Ministerpräsident Ivo Sanader als auch Oppositionsführer Zoran Milanovic den Anspruch auf die Bildung der neuen Regierung. Rechnerisch könnten beide Lager jeweils mit Koalitionspartnern die Mehrheit der Parlamentssitze erreichen. Die Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung dürfte daher den kleineren Parteien zufallen. Sie haben sich zum Teil noch nicht festgelegt, wen sie unterstützen werden. Außenpolitisch gibt es zwischen amtierender Regierung und Opposition kaum Differenzen. Beide Lager streben die Aufnahme Kroatiens in die Europäischen Union und die Nato an.

WASHINGTON/STRASSBURG: Die USA und der Europarat haben sich besorgt über die Festnahme von Oppositionellen in Russland gezeigt. Das Außenministerium in Washington kritisierte die -so wörtlich- 'aggressive Taktik' der russischen Behörden. Der Generalsekretär des Europarates, Terry Davis, rief Russland auf, die europäische Menschenrechtskonvention zu respektieren. Diese garantiere Versammlungs- und Meinungsfreiheit, betonte Davis. Die russische Polizei hatte auch am Sonntag eine Demonstration von Oppositionellen aufgelöst. Wie bereits am Samstag in Moskau wurden am Sonntag in Sankt Petersburg wieder etliche Regierungsgegner festgenommen. Am kommenden Sonntag wird in Russland ein neues Parlament gewählt.

BERLIN: Die Lokführergewerkschaft GDL entscheidet an diesem Montag über das neue Angebot der Bahn im Tarifstreit. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hatte am Wochenende Details des Angebots genannt, obwohl beide Seiten Stillschweigen vereinbart hatten. Danach bietet das Unternehmen zwischen acht und dreizehn Prozent mehr Lohn. Einen eigenständigen Tarifvertrag, eine der Kernforderungen der GDL, lehnt die Bahn aber weiter ab. Die 'Bild'-Zeitung berichtet, führende Funktionäre der Gewerkschaft seien unzufrieden mit dem neuen Angebot. Sollte dieses abgelehnt werden, drohen der Bahn unbefristete Streiks im Güter- und Personenverkehr.

BERLIN: Kanzlerin Angela Merkel hat das Ziel der Regierung bekräftigt, spätestens 2011 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen, um dann mit dem Schuldenabbau beginnen zu können. Dies sei außerordentlich wichtig, denn schon jetzt entfielen 15 Prozent der Ausgaben auf Zinszahlungen, sagte Merkel wenige Tage vor Beginn der abschließenden Beratungen des Bundestags über den Etat für kommendes Jahr. Die Kanzlerin wies auch auf die geplanten Investitionen vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung hin.

ISLAMABAD: Nach seiner Rückkehr aus dem Exil hat Pakistans ehemaliger Ministerpräsident Nawaz Sharif zum Kampf für Demokratie aufgerufen. Er wolle sein Land von der Diktatur befreien, erklärte Sharif in der ostpakistanischen Stadt Lahore. Dort war er am Sonntag von tausenden seiner Anhänger begeistert empfangen worden. Die Polizei hatte zuvor mit einer Verhaftungswelle auf die Rückkehr des früheren Regierungschefs reagiert. Hunderte Kritiker von Staatspräsident Pervez Musharraf seien festgenommen worden, teilte Sharifs 'Muslimliga' mit. Die Partei des Ex-Regierungschefs will auch bei der Parlamentswahl Anfang Januar antreten.

PEKING: Beim ersten Staatsbesuch von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in China sind in Peking Abkommen mit einem Umfang von rund 18 Milliarden Euro unterzeichnet worden. Der europäische Flugzeughersteller Airbus werde 160 Flugzeuge an chinesische Airlines liefern, berichteten Diplomaten nach dem Treffen von Sarkozy mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Hu Jintao. Der französische Staatskonzern Avera wird außerdem zwei moderne Druckwasserreaktoren in China bauen und die notwendigen Brennstoffe liefern.

MANILA: Der Taifun 'Mitag' hat im Norden der Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. In sechs Provinzen sei teilweise der Strom ausgefallen, berichtete der Katastrophenschutz. Vor allem in der Provinz Isabela rund 330 Kilometer nördlich von Manila und im Cagayan-Tal rutschten durchweichte Hänge ab und verschütteten Straßen.

JAKARTA: Heftige Erdbeben haben die ostindonesische Insel Sumbawa erschüttert. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Nach Angaben örtlicher Behörden erreichte das schwerste Beben die Stärke 6,8. Eine zunächst herausgegebene Tsunami-Warnung wurde später wieder aufgehoben.

CARACAS: Venezuela hat die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarland Kolumbien eingefroren. Hintergrund ist die Entscheidung des kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe, seinem venezolanischen Kollegen Hugo Chavez das Mandat für Vermittlungsgespräche mit der Rebellengruppe FARC zu entziehen. Chavez habe bei den Verhandlungen mit den kolumbianischen Rebellen seine Kompetenzen überschritten, hieß es vor einigen Tagen zur Begründung. Venezuelas Staatschef hatte sich seit Ende August um die Freilassung von Geiseln bemüht, allerdings ohne konkretes Ergebnis.

PARIS: Nach einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang ist es in Vororten der französischen Hauptstadt zu Krawallen gekommen. Zahlreiche Jugendliche griffen in der Nacht zum Montag Polizeiwachen an und setzten etwa 20 Autos sowie Mülltonnen in Brand. Nach Behördenangaben wurden mindestens 21 Polizisten und Feuerwehrleute verletzt. Zuvor waren zwei Jugendliche beim Zusammenstoß ihres Mopeds mit einem Polizeiwagen ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten heiter, sonst viele Wolken, gebietsweise Regen-, Schnee- oder Graupelschauer. Tageswerte zwischen minus ein und plus acht Grad.

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