1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 26. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

STUTTGART: Der Sportwagenbauer Porsche hat seine Beteiligung an Volkswagen - wie am Wochenende angekündigt - auf knapp 31 Prozent erhöht. Das teilte das Unternehmen in Stuttgart mit. Hintergrund ist laut Porsche der erwartete Fall des VW-Gesetzes, das die Stimmrechte eines Aktionärs bislang auf 20 Prozent begrenzt, unabhängig von der Höhe der Beteiligung. Nach dem Wegfall der Regelung hätten Porsche und das Land Niedersachsen zusammen einen Anteil von 50 Prozent an den Stimmrechten und könnten damit Übernahmeversuche abwehren. Erklärtes Ziel von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist es, eine Zerschlagung von VW durch Hedgefonds zu verhindern. Eine vollständige Übernahme des Wolfsburger Konzerns strebt Porsche laut Wiedeking aber nicht an.

BERLIN: Nach den Feierlichkeiten zum 50. EU-Gründungstag ist eine Diskussion über die künftige Verfassung der Union entbrannt. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margot Wallström, sagte der Zeitung "Die Welt", eine neue vertragliche Grundlage müsse "einfacher, kürzer und lesbarer" sein als der bisherige Entwurf und "zusätzliche, innovative Elemente" wie Artikel zum Klimaschutz und zur Energiesicherheit enthalten. Auch Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker betonte die Notwendigkeit einer neuen vertraglichen Grundlage für die EU. Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Klaus Hänsch -SPD-, forderte die Länder, die gegen einen neuen Verfassungsvertrag sind, auf, die EU zu verlassen.

COLOMBO: Tamilische Rebellen auf Sri Lanka haben erstmals einen Militärstützpunkt aus der Luft angegriffen. Die so genannten "Befreiungstiger von Tamil Eelam" warfen von mindestens einem Leichtflugzeug aus Sprengsätze auf Baracken im militärischen Teil des Flughafens der Hauptstadt Colombo. Mindestens drei Soldaten wurden getötet und 16 verletzt. Der Zivilflughafen wurde offenbar nicht beschädigt, allerdings vorübergehend geschlossen. -- Mit der Bombardierung reagierten die Rebellen auf Luftschläge der Regierungstruppen gegen ihre Stellungen im Norden und Osten. Sie drohten mit weiteren Luftangriffen.

TEHERAN: Als Reaktion auf die jüngsten Strafmaßnahmen der Vereinten Nationen hat der Iran die Zusammenarbeit mit der internationalen Atombehörde eingeschränkt. Das Kabinett werde diese Entscheidung erst dann wieder aufheben, wenn der Sicherheitsrat die Zuständigkeit für das iranische Atomprogramm wieder an die UN-Behörde in Wien abgebe, verlautete aus Teheran. Präsident Mahmud Ahmadinedschad nannte die Sanktionen gegen sein Land eine Folge von Feindseligkeit einiger Mächte gegen den Iran. Das Atomprogramm werde dadurch nicht aufgehalten.

GUANTANAMO: Vor dem umstrittenen neu eingerichteten Militär- Sondertribunal im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba wird an diesem Montag die erste Anklage erhoben. Der Australier David Hicks wird wegen "Unterstützung des Terrorismus" angeklagt. Er soll in Afghanistan für Taliban und Al Kaida aktiv gewesen sein. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Verfahren als rechtswidrig. Der erste Prozess gegen den 31jährigen Hicks war 2004 gestoppt worden, weil der Oberste Gerichtshof der USA über mehrere Klagen gegen die Militärverfahren zu entscheiden hatte. -- Vor den neuen Militärkommissionen sollen sich mehrere Dutzend der noch 385 Guantanamo-Gefangenen verantworten.

TEL AVIV: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Israelis und Palästinenser aufgefordert, den festgefahrenen Friedensgesprächen mit einem gemeinsamen Ideen-Fahrplan neue Impulse zu verleihen. Nach getrennten Gesprächen zunächst mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah und schließlich mit Israels Premier Ehud Olmert in Jerusalem zeigte sie sich optimistisch, dass Fortschritte möglich seien. Gleichzeitig dämpfte Rice zu hohe Erwartungen an ihren bereits vierten Besuch in der Region innerhalb weniger Monate.

MOSKAU: Der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao ist zu einem dreitägigen Besuch nach Russland geflogen. Bei seinen Gesprächen im Kreml geht es vor allem um einen Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Sein dritter Moskau-Besuch als Präsident werde den wachsenden chinesisch-russischen Beziehungen neue Impulse geben, wird Hu in den amtlichen Medien zitiert. Das boomende China ist an Energie und Rohstoffen aus Russland interessiert. Beide Staaten haben auch ähnliche Standpunkte zu internationalen Problemen wie dem Iran oder Nordkorea.

KAIRO: Unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen hat in Ägypten die Abstimmung über die Verfassungsreform begonnen, die Präsident Hosni Mubarak und seine Regierungspartei ausgearbeitet haben. Insgesamt sollen 34 Paragrafen geändert werden, um, wie es heißt, einen Missbrauch des Islam zu politischen Zwecken und Terrorismus einzudämmen. Oppositionsparteien haben zum Boykott aufgerufen, weil die Reform nach ihrer Ansicht nicht mehr Demokratie sondern weniger Bürgerrechte bringt. Auch die USA haben das Projekt kritisiert.

BERLIN: In den Unionsparteien schwindet nach Einschätzung des CDU-Arbeitnehmerflügels der Widerstand gegen einen gesetzlichen Mindestlohn. Bei CDU und CSU gebe es zunehmend die Erkenntnis, dass nicht nur in einzelnen Branchen etwas im Argen liege, sagte der Vize-Vorsitzende der Unions-Arbeitnehmergruppe, Gerald Weiß, der 'Berliner Zeitung'. Der Verweis auf die Selbstregulierungskräfte des Marktes reiche nicht mehr aus. Auch der CDU-Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe zeigte Sympathien für die Ankündigung von Arbeitsminister Franz Müntefering, gesetzlich gegen Billiglöhne vorzugehen. An diesem Montag beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe der großen Koalition mit dem Thema.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist anhaltend sonnig und trocken bei Höchstwerten zwischen 12 und 19 Grad.

Zuletzt meldeten bei überall wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 6 Grad; Berlin: 7 Grad; Dresden: 5 Grad; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 9 Grad und München: 6 Grad.

Audio und Video zum Thema