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Nachrichten

Montag, 26. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BERLIN: Die große Koalition hat sich auf eine teilweise Finanzierung der Kosten für das Gesundheitssystem über Steuern geeinigt. Ministerin Ulla Schmidt sagte, es gehe um Leistungen zwischen 16 und 24 Milliarden Euro, je nachdem, ob nur die Versicherungsbeiträge für Kinder oder alle familienpolitischen Leistungen finanziert würden. Sie hoffe, bis zum nächsten Spitzentreffen der Koalitionäre am kommenden Sonntag eine Einigung auch über die Einbeziehung der Privatkassen zu erzielen. Der Verhandlungsführer der CDU/CSU, Wolfgang Zöller, rechnet damit, dass die Steuerfinanzierung 2008 oder 2009 startet.

BERLIN: Die Ärzte an städtischen Kliniken und Kreiskrankenhäusern in vier Bundesländern haben ihren Streik begonnen. Betroffen sind Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein. Die Ärzte wollen bessere Arbeitsbedingungen, einen eigenen Tarifvertrag und mehr Gehalt durchsetzen. Vor Beginn des Streiks hatte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die Tarifpartner zu neuen Verhandlungen aufgefordert. Es gehe in hunderten Krankenhäusern um die tägliche stationäre Grundversorgung der Menschen. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Otto Foit, rief die Ärzte auf, endlich die finanziellen Möglichkeiten der kommunalen Krankenhäuser in ihre Position einzubeziehen.

DILI: Der Ministerpräsident Osttimors, Mari Alkatiri, hat seinen Rücktritt angekündigt. Zahlreiche Politiker, darunter auch Präsident Xanana Gusmao, hatten seinen Rücktritt verlangt. Am Sonntag war der Friedensnobelpreisträger Jose Ramos-Horta aus Protest gegen Alkatiri vom Amt des Außen- und Verteidigungsministers zurückgetreten. Dem Regierungschef wird vorgeworfen, durch die im April angeordnete Entlassung mehrerer hundert Soldaten schwere Unruhen in dem südostasiatischen Staat ausgelöst zu haben.

WASHINGTON: Mehrere US-Senatoren haben an Präsident George W. Bush appelliert, den jüngsten Raketenstreit durch direkte Gespräche mit der nordkoreanischen Führung zu bereinigen. Sowohl der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, der Republikaner Richard Lugar, als auch der Führer der Demokraten in dem Ausschuss, Joseph Biden, sprachen sich für eine Intensivierung der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Streits aus. Dabei geht es um einen angeblich geplanten Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete, die auch US-Territorium erreichen könnte. In dem Konflikt wie auch im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm lehnt die US-Regierung bislang direkte Gespräche mit der kommunistischen Regierung in Pjöngjang ab.

COLOMBO: In Sri Lanka hat ein Selbstmordattentäter drei Menschen mit in den Tod gerissen, darunter auch einen der ranghöchsten Militärs des Landes. Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Anschlag in der Hauptstadt Colombo außerdem sechs Menschen verletzt. Das Militär macht die tamilische Rebellenbewegung für die Tat verantwortlich. In Sri Lanka wurden bei Anschlägen und Gefechten allein in den vergangenen zwei Wochen mehr als 100 Menschen getötet.

JERUSALEM: Israel bemüht sich auf diplomatischem Wege um die Freilassung des von militanten Palästinensern verschleppten Soldaten. Nach Rundfunk-Informationen vermittelt eine ägyptische Delegation in dem Fall. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas forderte die Freilassung des am Sonntag verschleppten Soldaten. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert drohte mit schwerwiegenden Konsequenzen. Es war das erste Mal seit 1994, dass militanten Palästinensern die Entführung eines israelischen Soldaten gelang.

BAGDAD: Die vier im Irak verschleppten russischen Diplomaten sind nach einer Internet-Erklärung ihrer Entführer ermordet worden. Man habe die vier Botschaftsangehörigen hingerichtet, heißt es in der Erklärung der von El Kaida geführten Terrorgruppe. In einer beigefügten Video-Aufzeichnung war zu sehen, wie zwei Extremisten einen Mann köpfen und einen zweiten erschießen. Die Entführer hatten den Abzug Russlands aus Tschetschenien gefordert. Der irakische Ministerpräsident Nur el Maliki erhielt derweil für seinen Plan zur nationalen Aussöhnung Rückendeckung von der US-Regierung. Der am Sonntag im Parlament präsentierte Plan sieht unter anderem einen Zeitplan für die Übernahme der Sicherheitsaufgaben durch die irakische Armee und eine Amnestie vor.

ROM: In Italien ist die Volksabstimmung über tiefgreifende Verfassungsänderungen fortgesetzt worden. Am Sonntag, dem ersten Tag des Referendums, beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums rund 35 Prozent an der Abstimmung. Die Reform sieht unter anderem mehr Macht für den Ministerpräsidenten und eine Stärkung der Regionen zu Lasten der Zentralregierung in Rom vor. Sie war von der inzwischen abgewählten Mitte-Rechts-Koalition des damaligen Ministerpräsidenten Silvo Berlusconi auf den Weg gebracht worden. Der jetzige Regierungschef Romano Prodi lehnt das Reformwerk ab.

LUXEMBURG: Nach monatelangem Ringen werden die beiden Stahlkonzerne Mittal Steel und Arcelor nun doch fusionieren. Die Führung von Arcelor empfahl ihren Aktionären, das neue, nochmals verbesserte Kaufangebot des britisch-indischen Mittal-Konzerns anzunehmen. Durch den Zusammenschluss entsteht der mit Abstand weltgrößte Stahlkonzern. Das Luxemburger Unternehmen Arcelor hatte ursprünglich einen Zusammenschluß mit dem russischen Konzern Severstal geplant, um die Fusion mit Mittal abzuwehren. Severstal kündigte jetzt die Prüfung rechtlicher Schritte gegen Arcelor an.

MÜNCHEN: Der Braunbär 'Bruno' ist tot. Jäger erschossen den seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunenden Bär in der Nähe des Spitzingseegebiets. 'Bruno' war zum Abschuss freigegeben worden, nachdem wochenlang vergeblich versucht worden war, ihn lebend zu fangen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt. Nach Norden und Osten hin gebietsweise kräftige Schauer und Gewitter. Tageswerte zwischen 24 und 32 Grad.