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Nachrichten

Montag, 26. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DUISBURG: Bei der Loveparade hat es offenbar erhebliche Sicherheitslücken gegeben. Nach Informationen von "Spiegel online" war das Festgelände in Duisburg für maximal 250.000 Menschen freigegeben. Die Veranstalter rechneten aber mit deutlich mehr als einer Million Teilnehmern. Außerdem belege ein internes Verwaltungsdokument, dass die Veranstalter die sonst vorgeschriebene Breite der Fluchtwege nicht einhalten mussten. Der wegen der Katastrophe bei der Technoparty in die Kritik geratene Duisburger Oberbürgermeister Sauerland schließt einen Rücktritt nicht aus. Bevor es um die Frage nach der Verantwortung gehe, stehe aber zunächst die Aufarbeitung der Ereignisse an. Sauerland sagte, die Stadt Duisburg plane eine Trauerfeier für die Opfer. Bei einer Massenpanik starben am Samstag 19 Menschen, mehr als 340 wurden verletzt.

PHNOM PENH: In Kambodscha ist das erste Urteil des internationalen Völkermord-Tribunals gegen einen früheren Anführer der Roten Khmer gefällt worden. Der Angeklagte Kaing Guek Eav, alias "Duch", wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 35 Jahren Haft verurteilt. Der 67-Jährige war der Leiter des Foltergefängnisses S-21 in der Hauptstadt Phnom Penh. Dort wurden während der Herrschaft der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 mehr als 12.000 Menschen gefoltert und ermordet. Nur wenige Insassen überlebten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 40 Jahren beantragt. "Duch" gestand seine Taten teilweise, wies die Verantwortung mit Verweis auf entsprechende Befehle jedoch zurück.

SEOUL: Die US-Streitkräfte haben ungeachtet der Drohgebärden Nordkoreas ihr Großmanöver auf See mit Einheiten Südkoreas fortgesetzt. Nach Militärangaben soll das Abwehren von eingedrungenen feindlichen U-Booten geübt werden. Die viertägigen Marine- und Luftwaffenübungen hatten am Sonntag unter Beteiligung von etwa 8000 Soldaten beider Länder, U-Booten, Kriegsschiffen und rund 200 Flugzeugen in internationalen Gewässern im Japanischen Meer begonnen.

PARIS: Der in Nordafrika vom Terrornetzwerk El Kaida entführte Franzose ist getötet worden. Frankreichs Präsident Sarkozy bestätigte in Paris nach einem Krisentreffen seiner Regierung eine entsprechende Mitteilung von El Kaida. Der 78-jährige Michel Germaneau war im April im Niger entführt worden, als er dort für einen humanitären Einsatz unterwegs war. El Kaida in Nordafrika hatte mit seiner Hinrichtung gedroht, falls die Forderung nach Freilassung von Gefangenen aus den Reihen des Terrornetzwerks nicht erfüllt werde.

WASHINGTON: Der auf Enthüllungsgeschichten spezialisierten Website WikiLeaks sind rund 92.000 teils geheime Berichte des US-Militärs über den Krieg in Afghanistan zugespielt worden. Die Einsatzberichte aus den Jahren 2004 bis 2010 zeichnen "ein düsteres Bild" von der Lage am Hindukusch. Das berichten das Magazin "Der Spiegel" und die Zeitungen "The Guardian" und "New York Times" nach einer Prüfung der Dokumente auf ihren Internetseiten. Laut "Spiegel" geht aus dem Material unter anderem hervor, dass die Lage für die Bundeswehr im Norden Afghanistans immer bedrohlicher wird.

BAGDAD: Ein Selbstmordattentäter hat sich in der irakischen Hauptstadt vor dem Büro des Fernsehsenders Al-Arabija in die Luft gesprengt. Er riss nach Angaben des Senders drei Wächter und eine Putzfrau mit in den Tod. Es gab auch Verletzte. Die Korrespondenten des Nachrichtensenders, die sich zum Zeitpunkt der Explosion ebenfalls in dem Gebäude aufgehalten hatten, blieben unversehrt. -Terroristen haben im Irak seit der US-Invasion vor sieben Jahren immer wieder gezielt Journalisten getötet.

SANTIAGO DE CHILE: Chiles Präsident Piñera lehnt eine allgemeine Amnestie für frühere Angehörige des Pinochet-Regimes ab. Begnadigungen werde er nur in Einzelfällen prüfen, sagte Piñera in einer Fernsehansprache. Piñera reagierte damit auf Forderungen der katholischen Kirche, zu den bevorstehenden Unabhängigkeitsfeiern des Landes am 18. September eine Amnestie zu erlassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig mit teils kräftigem Regen. Richtung Osten auch längere freundliche Abschnitte. Höchstwerte 17 bis 24 Grad.

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