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Nachrichten

Montag, 26. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die EU hat die Iranischen Volksmudschahedin von ihrer Liste terrorverdächtiger Organisationen gestrichen. Das verlautete am Rande des EU-Außenministertreffens aus Diplomatenkreisen in Brüssel. Die Außenminister reagierten damit auf ein Urteil des Europäischen Gerichts erster Instanz, das im Dezember die Begründung für die Einstufung der PMOI für unzureichend erklärt hatte. Dagegen wurden die Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Robert Mugabe in Simbabwe verschärft. Die EU-Außenminister nahmen zusätzlich rund 60 Personen und Unternehmen in eine Sanktionsliste auf. Auf dieser Liste standen bisher 166 Namen.

HARARE: In Simbabwe will der umstrittene Präsident Robert Mugabe nach Angaben eines seiner Kabinettsmitglieder auch ohne eine Einigung mit dem ehemaligen Oppositionsführer Morgan Tsvangirai eine Regierung für sein Land bilden. Der Vermittlungsversuch der südafrikanischen Staatengemeinschaft SADC an diesem Montag werde als letzter Versuch betrachtet, eine gemeinsame Regierung zu bilden, sagte der stellvertretende Informationsminister Bright Matonga. Mugabe und sein Rivale Tsvangirai hatten sich nach einer äußerst umstrittenen Präsidentschaftswahl im September auf eine Einheitsregierung geeinigt, deren Umsetzung aber auf sich warten lässt. Uneinigkeit herrscht über die Verteilung der Kabinettsposten.

DEN HAAG: Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag muss sich von diesem Montag an einer der berüchtigtsten Milizenchefs aus dem Osten des Kongo verantworten. Dem Ex-Befehlshaber Thomas Lubanga werden Massaker und Massenvergewaltigungen seiner Miliz UPC allerdings nicht direkt zur Last gelegt. Chefankläger Luis Moreno-Ocampo geht es um den Einsatz von bis zu 30.000 Kindern als Soldaten in den Jahren 2002 und 2003. Für dieses Kriegsverbrechen will er bis zu 30 Jahre Haft für Lubanga verlangen. Es ist die erste Hauptverhandlung vor dem vor sieben Jahren eingerichteten Gericht.

LA PAZ: In einer Volksabstimmung hat sich eine breite Mehrheit der Bolivianer für die von Präsident Evo Morales unterstützte neue Verfassung ausgesprochen. Nach inoffiziellen ersten Auszählungen stimmten etwa 58 bis 60 Prozent für den Entwurf. Die neue Verfassung soll die Rechte der indianischen Bevölkerungsmehrheit in dem ärmsten Land Südamerikas stärken und ermöglicht dem Präsidenten eine weitere Amtszeit. Die konservative Opposition befürchtet, dass Morales durch die Reform seine Macht über die Volksvertretung ausbauen kann.

BRÜSSEL: Die Außenminister der Europäischen Union suchen bei einem Treffen in Brüssel eine gemeinsame Position zur Aufnahme entlassener Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo. Diplomaten erwarten aber keine Entscheidungen. Geplant sei, die Aufnahme von Häftlingen den einzelnen Staaten zu überlassen. EU-Chefdiplomat Javier Solana stellte aber inzwischen den USA Hilfe bei der Aufnahme von Ex-Häftlingen aus Guantanamo in Aussicht. Am Sonntag hatten Luxemburg und Portugal eine gemeinsame europäische Initiative für eine Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen gefordert. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach sich grundsätzlich dafür aus. Diese Festlegung stieß bei dem dafür zuständigen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zunächst auf Ablehnung. Inzwischen erklärte er aber, falls im Einzelfall einem Entlassenen nicht zugemutet werden könne, in den USA zu bleiben, dann werde „man darüber reden können“.

DEN HAAG: Die niederländische Banken- und Versicherungsgruppe ING will 7.000 Stellen streichen. Für das vierte Quartal 2008 würden Verluste von 3,3 Milliarden Euro erwartet, teilte der Konzern mit. Auf das gesamte Jahr gerechnet gehe man von einem Minus von einer Milliarde Euro aus. Wegen der hohen Verluste nahm Vorstandschef Michael Tilmant seinen Hut. Sein Nachfolger soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Jan Hommen, werden. Der niederländische Staat hatte der ING Gruppe im Oktober eine Kapitalspritze von zehn Milliarden Euro gegeben, um die Folgen der Finanzmarktkrise abzufedern. Die deutsche ING-Tochter, die ING Diba, teilte mit, sie sei von dem geplanten Stellenabbau nicht betroffen.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will sich für strengere Auto-Abgasnormen einsetzen und damit die im Wahlkampf versprochene Wende in der amerikanischen Klimapolitik einleiten. Sein Plan ist es, einzelnen Bundesstaaten zu erlauben, eigene Emissionsgrenzen festzusetzen, sagten Regierungsvertreter in Washington. Dazu werde ein unter der Bush-Regierung abgelehnter Antrag Kaliforniens zur Einführung eigener, strengerer Abgasgrenzen nochmals überprüft und vermutlich genehmigt. Auch wolle Obama bei den geplanten Vorgaben zur Senkung des Spritverbrauchs von Fahrzeugen aufs Tempo drücken.

MADRID: Der Kampf gegen den Hunger steht im Mittelpunkt der Welternährungskonferenz, die in der spanischen Hauptstadt begonnen hat. Bei ihrem zweitägigen Treffen unter Schirmherrschaft von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Spaniens Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero geht es um die Umsetzung eines Aktionsplans, der beim Welternährungsgipfel im vergangenen Juni in Rom verabschiedet wurde. Damals hatten sich die 193 Teilnehmerstaaten darauf verständigt, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren. Weltweit leiden fast eine Milliarde Menschen unter Hunger.

PARIS: In Südwest-Frankreich wird zwei Tage nach dem Durchzug des Orkans "Klaus" inzwischen das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar. In mehreren Départments blieben alle Schulen am Montag geschlossen, weil Straßen unpassierbar und kein Strom und Wasser vorhanden waren. Der Bahnverkehr ist auf etwa 1.500 Kilometer Strecke unterbrochen. Etwa 60 Prozent der Wälder sind verwüstet. Rund 680.000 Haushalte sind weiter ohne Elektrizität. Die Stromversorger sprechen von etwa fünf Tagen, bis die Überlandleitungen repariert sind. Die Regierung mobilisierte Soldaten, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. In Frankreich und in Spanien, das ebenso stark betroffen ist, kamen mindestens 21 Menschen bei dem Orkan ums Leben.

BONN: Eine neue internationale Organisation zur Förderung erneuerbarer Energien soll an diesem Montag in Bonn gegründet werden. Dazu werden Delegationen aus mehr als 100 Staaten erwartet. Die Regierungsorganisation trägt den Namen 'Internationale Agentur für Erneuerbare Energien' (IRENA) und soll in ihren Mitgliedsstaaten die Nutzung von Sonne, Erdwärme, Wind, Wasser und Biomasse fördern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung heiter und trocken. Von der Ostsee bis zum Erzgebirge trübe. Tageswerte zwischen null und fünf Grad.

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