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Nachrichten

Montag, 26 Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

JAKARTA: Mit Trauerfeiern, Gebeten und Schweigeminuten haben die Menschen in den Ländern am Indischen Ozean der Opfer der Tsunami-Katastrophe vor einem Jahr gedacht. In der besonders stark betroffenen indonesischen Provinz Aceh hielten die Menschen um 8.16 Uhr Ortszeit (2.16 MEZ) inne, als eine Sirene genau zu dem Zeitpunkt losging, als die Flutwelle am 26. Dezember 2004 die Küste erreicht hatte. Der indonesische Präsident Bambang Susilo Yudhoyono dankte bei der Gedenkfeier der internationalen Gemeinschaft für ihre Hilfe nach der Katastrophe. - Durch die Flutwelle waren rund um den Indischen Ozean etwa 220.000 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Aceh starben rund 170.000 Menschen. - An den Trauerfeierlichkeiten in Thailand nahmen auch zahlreiche Angehörige von Touristen teil, die von den Flutwellen getötet worden waren. Auch 537 deutsche Urlauber waren vor einem Jahr ums Leben gekommen. Gedenkveranstaltungen gab es auch in Indien und Sri Lanka.

BERLIN: Wie in Asien ist auch in Deutschland an die Tsunami- Katastrophe vor einem Jahr erinnert worden. Bundesentwicklungs- Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte, keines der Opfer sei vergessen. Sie fügte hinzu, die Bundesregierung tue alles, damit die Menschen in den gefährdeten Regionen bald ein funktionierendes Tsunami-Frühwarnsystem nutzen könnten. Dazu setze die Regierung in Berlin 45 Millionen Euro ein.

BAGDAD: Untergrundkämpfer haben im Irak bei zwei Angriffen auf die Sicherheitskräfte mindestens zehn Polizisten und Soldaten getötet. Bei einem Überfall auf einen Kontrollposten nördlich der irakischen Hauptstadt starben fünf Polizisten. Bei einem anschließenden Feuergefecht seien sechs Aufständische erschossen worden, teilte die irakische Polizei weiter mit. Bei einem weiteren Angriff in der Ortschaft Dhabab töteten Bewaffnete fünf Soldaten.

BAGDAD: Die US-Streitkräfte im Irak werden wegen befürchteter Misshandlungen keine Gefangenen mehr an die irakischen Behörden überstellen. Zuerst müssten die Iraker zeigen, dass die Rechte der Häftlinge garantiert würden und bei deren Behandlung internationales Recht befolgt werde, sagte ein Armeesprecher in Bagdad. - Bei der Inspektion irakischer Gefängnisse hatten US-Militärs vor kurzem schwer misshandelte Häftlinge entdeckt.

JERUSALEM: Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat die Streitkräfte angewiesen, Raketenangriffe militanter Palästinenser vom Gaza-Streifen aus zu unterbinden. Wie der israelische Rundfunk nach einem Treffen Scharons mit Vertretern der Sicherheitskräfte berichtete, ist die Einrichtung einer so genannten Sicherheitszone im Norden des Gaza-Streifens geplant. Palästinenser dürften diesen Sektor nicht betreten. - Nach israelischen Angaben wurden seit dem Abzug der Armee aus dem Gaza-Streifen im Sommer mehr als 200 Kassam-Raketen auf Israel abgefeuert.

MOSKAU: Der russische Gas-Monopolist Gazprom hat der Ukraine mit der Einstellung der Lieferungen gedroht. Wenn es bis zum 1. Januar keine Einigung in den laufenden Preisverhandlungen gebe, würden die Gaslieferungen gestoppt, zitierte die Agentur Interfax den Exportchef von Gazprom, Alexander Medwedjew. - Die Ukraine lehnt die von Gazprom geforderte Preiserhöhung von 50 auf 230 Dollar für 1.000 Kubikmeter Gas ab und verlangt eine Übergangsperiode, um die Wirtschaft auf das neue Preisniveau einzustellen.

BELGRAD: Der als Kriegsverbrecher gesuchte bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladic erwägt nach einem Bericht der Agentur Mina, sich zu stellen. Mladic verhandele derzeit mit den Behörden Serbiens über die Bedingungen für einen solchen Schritt, meldete Mina aus Montenegro unter Berufung auf einen früheren Belgrader Polizeichef. Mladic verlange finanzielle Sicherheiten für seine Angehörigen und eine Amnestie für die Personen, die in ihn in den vergangenen Jahren unterstützt hätten. Die Regierung in Belgrad äußerte sich zu dem Bericht bislang nicht. - Mladic steht zusammen mit dem früheren Präsidenten der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, ganz oben auf der Fahndungsliste des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag.

PEKING: Bei einem Brand in einer Bar in der südchinesischen Stadt Zhongshan sind nach neuen Berichten mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter meldete, erlitten zudem acht Menschen Verletzungen. Die Brandursache stehe noch nicht fest. Die Bar wurde offenbar illegal betrieben.

GUATEMALA-STADT: In einem Armenviertel der Hauptstadt Guatemalas sind bei einem Brand fünf Kinder im Alter von zwei bis 13 Jahren ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr brannte ihre Hütte vollständig nieder, nachdem sie von Knallkörpern getroffen worden war. - In Guatemala wird Weihnachten traditionell mit Feuerwerken gefeiert.

BERLIN: Die große Koalition muss nach Ansicht von Vize-Kanzler Franz Müntefering (SPD) in Streitfragen Disziplin zeigen. Nach der Phase des gegenseitigen Kennenlernens sei das Bündnis von Union und SPD jetzt im 'Tal des Alltags' angelangt, wo auch Probleme auftauchen könnten. Man müsse lernen, damit richtig umzugehen. Wenn die große Koalition Erfolg haben wolle, dürfe man sich nicht gegenseitig öffentlich herausfordern, so Müntefering gegenüber der Deutschen Presseagentur.

BERLIN: Der Vorsitzende der IG BAU, Klaus Wiesehügel, will betriebliche Bündnisse mit Sicherungsklauseln für die Arbeitnehmer verbinden. Die Gewerkschaften könnten keinen Blanko-Scheck mehr geben. Wenn Arbeitnehmer zu längeren Arbeitszeiten oder Lohnverzicht bereit seien, müssten sie auch Garantien bekommen.-- Versprechungen, dass Lohnverzicht Arbeitsplätze schaffe, würden durch die jüngste Entlassungswelle in Großunternehmen entzaubert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt, verbreitet Schneefall oder Schneeregen. Tageswerte minus ein bis plus vier Grad.

Am Morgen meldeten:

Berlin: -1 Grad, bedeckt Dresden: - 1 Grad, bewölkt Köln/Bonn: 2 Grad, nach Regen; Frankfurt am Main: 1 Grad, nach Schneefall sowie München und Hamburg: -1 Grad, etwas Schnee.