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Nachrichten

Montag, 26. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In der Bundeshauptstadt wird an diesem Montag über deutsche Hilfen für das hochverschuldete Griechenland beraten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat dazu die Fraktionschefs der im Bundestag vertretenen Parteien eingeladen. Bei dem Treffen sollen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Weg für die immer wahrscheinlicher werdende deutsche Finanzhilfe kurzfristig frei zu machen. Die Opposition fordert dafür ein eigenes Gesetz, das von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden muss. Die EU-Hilfe sieht vor, Griechenland mit Krediten über 30 Milliarden Euro zu versorgen. Rund ein Viertel davon soll von Deutschland kommen.

WASHINGTON: Aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China, Schwellenländer sowie arme Länder bekommen bei der Weltbank mehr Mitspracherecht. Die 186 Mitgliedsstaaten der Weltbank beschlossen, die Stimmrechte für Schwellen- und Entwicklungsländer um rund drei Prozentpunkte auf 47 Prozent zu erhöhen. Weltbank-Präsident Robert Zoellick sprach von einem bedeutsamen Schritt. Verlierer der Reform sind die Europäer. China wird künftig das drittgrößte Stimmgewicht in der Organisation haben, hinter den USA und Japan. Bislang verfügte die Volksrepublik über weniger Stimmrechte als Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. - Beschlossen wurde auch auf der Frühjahrstagung eine Kapitalerhöhung von umgerechnet 3,8 Milliarden Euro, um die Vergabe von Krediten an notleidende Staaten sicherstellen zu können. Damit wurde erstmals seit mehr als 20 Jahren die Einlage der Weltbank erhöht.

TEL AVIV: Bei einem Schusswechsel mit der israelischen Armee ist im Westjordanland ein führender Funktionär der radikal-islamischen Hamas getötet worden. Soldaten hätten in einem Dorf westlich von Hebron das Haus umstellt, in dem sich der seit Jahren gesuchte Ali Suweiti verschanzt hatte, teilte die israelische Armee mit. Nach dessen Weigerung sich zu ergeben, kam es nach Zeugenangaben zu dem Schusswechsel. An der Razzia waren der israelische Inlandsgeheimdienst, die Armee und der Grenzschutz beteiligt. Suweiti soll als Mitglied der Hamas nahen palästinensischen Kassam-Brigaden in mehrere anti-israelische Angriffe verwickelt gewesen sein.

WIESBADEN: Die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen islamistische Terrorverdächtige im In- und Ausland hat einen neuen Höchststand erreicht. Bundesweit gebe es gegenwärtig 350 entsprechende Verfahren, sagte der Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Fast ein Drittel davon beträfen Anschläge in Afghanistan. In Deutschland haben die Behörden nach Angaben von Ziercke 127 Menschen im Visier, die als gefährliche Islamisten gelten.

NEW ORLEANS: Im Golf von Mexiko laufen die Bemühungen auf Hochtouren, eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Nach dem Untergang der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" am vergangenen Donnerstag versuchen Experten jetzt mit Hilfe von Unterwasser-Robotern, den weiteren Austritt von Rohöl zu stoppen. Nach Schätzungen laufen täglich rund 160.000 Liter Öl ins Meer. Nach mehreren Explosionen war die Bohrinsel rund 80 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana gesunken. Das Leck wird in 1.500 Metern Tiefe vermutet.

BANGKOK: Bei einem Granatenangriff sind in der thailändischen Hauptstadt mindestens acht Menschen verletzt worden. Wer für die Attacke verantwortlich ist, ist bislang unklar. Unbekannte hatten den Sprengsatz von einem Motorrad aus auf das Haus des früheren Regierungschefs Banharn Silpa-archa in Bangkok geworfen. Er steht heute einer Partei nahe, die zur Regierung des umstrittenen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva gehört. Banharn war 1995/96 thailändischer Premierminister.

WIEN: Die Österreicher haben ihren Bundespräsidenten Heinz Fischer mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Der von den Sozialdemokraten unterstützte Fischer kam dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge auf rund 79 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit knapp 50 Prozent auf einem für Österreich historischen Tiefstand. - Der österreichische Bundespräsident wird alle sechs Jahre direkt gewählt und hat in vor allem repräsentative Aufgaben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Osten ziehende Schauer und Gewitter. Höchstwerte 15 bis 22 Grad.

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