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Nachrichten

Montag, 25.5.2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt nach dem Brüsseler Gipfel-Streit mit Polen weiter auf enge und freundschaftliche Beziehungen zu dem Nachbarland. Polen sei ein großer und wichtiger Nachbar Deutschlands, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin. Deutschland habe ein hohes Interesse daran, für enge und freundschaftliche Beziehungen seinen Beitrag zu leisten. Mit dem Kompromiss von Brüssel zur EU-Reform ist laut Wilhelm die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union sichergestellt. Die polnische Führung hatte in Brüssel zunächst besonders hart verhandelt und zeitweise die polnischen Weltkriegs-Toten in ihre Argumentation eingebracht. Deshalb war eine Belastung der deutsch-polnischen Beziehungen befürchtet worden.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler plädiert dafür, das deutsche Staatsoberhaupt direkt zu wählen und generell mehr Elemente direkter Demokratie einzuführen. Die Politik wäre gut beraten, darüber nachzudenken, sagte er in der ARD. Bislang wird das Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung gewählt, die sich aus den Bundestagsabgeordneten und Delegierten der Bundesländer zusammensetzt. Seine Entscheidung über eine mögliche zweite Amtszeit ab 2009 ließ Köhler weiter offen. Er wiederholte, dass er etwa ein Jahr vor dem Ende der jetzigen Amtszeit seine Entscheidung bekannt geben werde.

KAIRO: Im ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich wollen Israelis und Palästinenser erstmals seit Monaten wieder über den Nahost-Friedensprozess beraten. Neben Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Israels Ministerpräsident Ehud Olmert nehmen auch Jordaniens König Abdullah und Ägyptens Präsident Hosni Mubarak an dem Treffen teil. Ein zentrales Thema wird der Bruch zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah sein. Die radikal-islamische Hamas des früheren Ministerpräsidenten Ismail Hanija kontrolliert den Gazastreifen am Mittelmeer, das Westjordanland steht unter der Kontrolle der Fatah von Präsident Mahmud Abbas, der eine Notstandsregierung gebildet hat. Um diese zu unterstützen, hatte Israel zuletzt 350 Millionen Dollar zugesagt.

BAGDAD: Bei einer Reihe neuer Selbstmordanschläge im Irak sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich in einem Hotel in Bagdad, wo sich trotz zahlreicher Sicherheitsvorkehrungen ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte und mindestens zwölf Menschen tötete. In Beidschi 250 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt starben mehr als zehn Menschen als sich ein Attentäter mit seinem LKW in die Luft sprengte. Weitere Tote gab es bei einem Anschlag in Hilla südlich von Bagdad.

MADRID/BEIRUT: Bei einem Bombenanschlag auf eine Patrouille der UN-Truppen im Libanon sind sechs Soldaten der spanischen Armee getötet worden. Der Bombenanschlag auf die Patrouille des spanischen Kontingents der UN-Friedenstruppe UNIFIL ereignete sich nahe der südlibanesischen Ortschaft Mardschajun. Bei der Vorbeifahrt des gepanzerten Fahrzeugs der Spanier sei eine Bombe ferngezündet worden, hieß es. Das Verteidigungsministerium in Madrid macht palästinensische Extremisten für den Anschlag verantwortlich. Die El Kaida nahestehende palästinensische Extremistengruppe Fatah al-Islam hatte zuvor mit Anschlägen gegen die UNIFIL gedroht.

PARIS: Frankreich hofft, dass die neue Friedenstruppe für die sudanesische Krisenregion Darfur spätestens Anfang 2008 steht. Das sagte der französische Verteidigungsminister Hervé Morin anläßlich einer Konferenz zum Thema in Paris. Dort beraten die Vereinten Nationen, die Europäische Union und mehrere Einzelstaaten auf Einladung Frankreichs darüber, wie die Gewalt in Darfur gestoppt werden kann. Für die USA nimmt Außenministerin Condoleezza Rice teil, Deutschland schickt Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

NÜRNBERG: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat für Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen mehr Gerechtigkeit gefordert. Nach Friedenslösungen dürfe in früheren Krisenregionen nicht zur Tagesordnung übergegangen werden, sagte Steinmeier zum Auftakt einer Konferenz mit dem Thema "Frieden und Gerechtigkeit" in Nürnberg. Ein Friede sei nicht möglich, wenn Opfer von Gewalt keine Gerechtigkeit erführen. Bis zum Mittwoch diskutieren 300 Experten Konzepte für eine dauerhafte Friedenssicherung in Krisenregionen wie etwa in Somalia, Afghanistan oder im Irak.

DRESDEN: Im Konflikt um die umstrittene Dresdner Elbtalbrücke gibt es auch nach dem Aufschub des Welterbekomitees der UNESCO unterschiedliche Reaktionen. Der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt sprach von Erpressung. Sein Innenminister Albrecht Buttolo bestand auf der Umsetzung des jetzigen Entwurfes. Der amtierende Dresdner Bürgermeister Lutz Vogel wertete den Beschluss der UNESCO dagegen als eine Chance, die Situation neu zu bewerten. Zuvor hatte das UNESCO-Gremium im neuseeländischen Christchurch den Entwurf der Waldschlößchenbrücke abgelehnt. Zugleich wurde eine letzte Frist bis zum 1. Oktober für die Suche nach Alternativen eingeräumt und andernfalls mit der Aberkennung des Welterbetitels gedroht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst im Osten und Südosten noch freundlich, sonst wechselhaft. Von Westen her aufkommende, teils kräftige Schauer und Gewitter. Höchsttemperaturen bei 19 bis 30 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 23 Grad, wolkig;
Berlin: 24 Grad, wolkig;
Dresden: 25 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 18 Grad, Schauer;
Frankfurt am Main: 22 Grad, wolkig und
München: 27 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema