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Nachrichten

Montag, 25. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

HANNOVER: Nach dem Transrapid-Unglück im Emsland beginnen Experten an diesem Montag mit der Auswertung der sichergestellten Unterlagen und des aufgezeichneten Funkverkehrs. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat wahrscheinlich menschliches Versagen in der Leitstelle den Unfall mit 23 Toten und 10 Verletzten ausgelöst. Es gibt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück keine Hinweise auf einen technischen Defekt. Die Magnetschwebebahn war am Freitag mit hoher Geschwindigkeit in einen Werkstattwagen gerast. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) erklärten, sie wollten an den geplanten Transrapid-Projekten in Bayern und China festhalten.

DSCHIBUTI: Verteidigungsminister Franz Josef Jung ist zu einem Truppenbesuch in Dschibuti eingetroffen. Dort besucht er im Laufe des Tages die knapp 330 deutschen Marine-Soldaten, die am Horn von Afrika im Anti-Terror-Einsatz sind. Danach reist Jung weiter nach Gabun und Kongo, wo deutsche Soldaten als Teil der EU-Truppe Eufor die zweite Runde der Präsidentenwahl Ende Oktober absichern werden. Jung geht davon aus, dass die Bundeswehr ihren Einsatz wie geplant am 30. November im Kongo beenden wird.

BERN: Die Schweizer haben in einer Volksabstimmung mit deutlicher Mehrheit für eine Verschärfung des Asyl- und Ausländerrechts gestimmt. Beide Vorlagen erhielten eine Zustimmung von rund 68 Prozent. Der Asyl-Vorlage zufolge sollen Flüchtlinge ohne Pass künftig abgewiesen werden, wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden nachvollziehbare Gründe für das Fehlen der Papiere vorbringen. Kritiker bemängeln, die Neuregelung verstoße gegen die internationale Flüchtlingskonvention. Mit der Revision des Ausländerrechts sollen die Zuwanderung aus Nicht-EU-Ländern auf Hochqualifizierte beschränkt und die Anforderungen für eine Integration erhöht werden.

GAZA-STADT: Im Bemühen um die Bildung einer palästinensischen Einheitsregierung kommen Präsident Mahmud Abbas und Ministerpräsident Ismail Hanija an diesem Montag in Gaza erneut zu Gesprächen zusammen. Am Wochenende hatte Abbas erklärt, die Verhandlungen zwischen seiner Fatah und der radikal-islamischen Hamas seien 'am Nullpunkt' angelangt. Er machte die Hamas für den Stillstand verantwortlich. Hintergrund ist der Streit um eine Anerkennung Israels.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat mit Kritik auf einen Zeitungsartikel reagiert, in dem ein Geheimdienstbericht zu den Auswirkungen des Irakkrieges zitiert worden war. Der Artikel gebe nicht den vollständigen Inhalt der Analyse wieder, sagte ein Sprecher des Präsidialamtes in Washington. US-Geheimdienstchef John Negroponte betonte, in dem Zeitungsbericht seien nur wenige Schlussfolgerungen wiedergegeben worden, obwohl die eigentliche Analyse eine umfassendere Einschätzung des weltweiten Terrorismus liefere. Die Regierungskritik richtet sich gegen einen Artikel in der 'New York Times'. Das Blatt hatte am Samstag aus einem Bericht des Geheimdienstes 'National Intelligence Estimate' zitiert, in Folge des Irakkriegs sei eine neue Generation radikaler Muslime entstanden.

BANGKOK: In Thailand haben die Putschisten eine Sonderkommission eingesetzt, die Korruptionsvorwürfe gegen den gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und sein Kabinett untersuchen soll. Die Kommission habe auch das Recht, illegal erwirtschaftetes Vermögen zu beschlagnahmen, teilten die Militärmachthaber in Bangkok mit. Erst am Freitag hatten sie die Nationale Anti-Korruptions-Kommission Thailands wieder eingesetzt, die es auch schon unter Thaksin gab.

ROM: Papst Benedikt XVI. empfängt an diesem Montag Botschafter aus muslimischen Ländern und führende islamische Geistliche. Ziel der Gespräche in der Sommerresidenz Castelgandolfo ist es, den Dialog mit der islamischen Welt wieder zu beginnen. Der Vatikan hatte ein solches Treffen als Teil seiner diplomatischen Bemühungen angekündigt, die umstrittenen Äußerungen des Papstes zum Verhältnis des Islam zur Gewalt klarzustellen.

BERLIN: Im Streit um die Gesundheitsreform hat SPD-Chef Kurt Beck eingeräumt, dass sich die große Koalition in einer "angespannten Situation" befunden habe. Es sei deshalb richtig und notwendig gewesen, dass er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen und "die Dinge wieder geordnet" habe, so Beck im ZDF. Er betonte erneut, dass es mit den Sozialdemokraten keine Änderung an der umstrittenen Ein-Prozent-Grenze bei den Zusatzbeiträgen zur Krankenversicherung geben werde. Beck kritisierte in diesem Zusammenhang die Ministerpräsidenten der Union, die Änderungen an den Eckpunkten der Reform gefordert hatten.

MÜNCHEN: Der Allianz-Konzern schließt nicht aus, mehr Arbeitsplätze zu streichen als bisher geplant. Dies sei denkbar, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechterten oder durch die Gesundheitsreform weitere Einschnitte für die private Krankenversicherung kämen, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann der "Bild"-Zeitung. Der Konzern hatte erst im Juni angekündigt, trotz eines Milliardengewinns bis 2008 insgesamt 7.500 Stellen in Deutschland zu streichen.

ZUM SPORT AM SONNTAG: In der 1. Fussball-Bundesliga hat Nürnberg bei Aufsteiger Cottbus 1:1 Unentschieden gespielt. Die Nürnberger verpassten damit die Rückkehr an die Tabellenspitze. Im zweiten Sonntagsspiel holte Bochum den ersten Saisonsieg durch ein 2:1 gegen Bielefeld.--Bei der Radweltmeisterschaft im österreichischen Salzburg verpasste Erik Zabel den Sieg nur knapp. Der 36-Jährige aus Unna musste sich im Sprint nur Olympiasieger Paolo Bettini aus Italien geschlagen geben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten sonnig, sonst stärkere Bewölkung mit Schauern und Gewittern. Tageswerte 17 bis 25 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 16 Grad, fast wolkenlos

Berlin: 18 Grad, wolkenlos

Dresden: 18 Grad, fast wolkenlos

Köln/Bonn: 15 Grad, stark bewölkt

Frankfurt am Main: 15 Grad, wolkig

München: 17 Grad, leicht bewölkt

Audio und Video zum Thema

  • Datum 25.09.2006
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  • Datum 25.09.2006
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