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Nachrichten

Montag, 25. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON/PJÖNGJANG: Das kommunistische Nordkorea hat mit seinem zweiten Atomwaffentest international Besorgnis ausgelöst. US-Präsident Barack Obama sagte, der Test stelle für die Staatengemeinschaft einen Grund ernster Sorge dar und sei eine Bedrohung für die internationale Sicherheit. Ähnlich äußerten sich die Europäische Union und die Nachbarländer Nordkoreas. Russland betätigte inzwischen den Test. Außenminister Sergej Lawrow sagte, der UN-Sicherheitsrat werde sich noch an diesem Montag mit dem Vorfall befassen. Nordkorea hatte 2006 einen ersten Atomwaffentest unternommen und nach internationaler Kritik am Start einer Langstreckenrakete einen weiteren angekündigt. Nordkorea soll zudem eine Kurzstreckenrakete abgefeuert haben.

BERLIN: Im Bieterwettstreit um Opel hat die Bundesregierung ihre Sondierungen intensiviert. Eine Ministerrunde beriet am Montagvormittag erneut über die drei Übernahme-Angebote für den deutschen Autobauer. Die bislang besten Chancen werden nach wie vor dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna eingeräumt, vor dem italienischen Fiat-Konzern und dem amerikanischen Finanzinvestor Ripplewood. Allerdings hält Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg alle drei Offerten für noch nicht ausreichend.

MÜNCHEN: Die deutsche Wirtschaft hat sich im Mai auf niedrigem Niveau stabilisiert. Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung kletterte leicht auf 84,2 Punkte. Die Situation beruhige sich, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Allerdings sei die deutsche Wirtschaft weiterhin im Abschwung und ein Aufschwung nicht in Sicht. Der ifo-Index wird aus der monatlichen Befragung von rund 7.000 Unternehmen ermittelt und gilt als wichtiger Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

BERLIN: Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die deutsche Milchwirtschaft zu mehr Engagement aufgefordert. Die Bundesregierung könne die Erzeuger nicht allein aus der Krise holen, sagte Aigner der Zeitung "Die Welt". Vielmehr müssten die Milchbauern selbst gegen den Preisverfall ihrer Produkte aktiv werden. Auch in Frankreich demonstrieren Landwirte für höhere Milchpreise. Mit einem landesweiten Aktionstag wollen sie Druck auf die EU-Agrarminister ausüben, die am heutigen Montag in Brüssel über den Milchmarkt beraten.

PEKING: China will den Anteil der erneuerbaren Energien an seiner Stromproduktion massiv ausbauen. In den kommenden Jahren sollen dafür umgerechnet 300 Milliarden Euro investiert werden, vor allem in des Ausbau der Windenergie, meldet die staatliche Presse. Künftig sollten rund 100 Gigawatt Strom aus dieser Energieart gewonnen werden. Das wäre eine Verdreifachung des bisherigen Ausbauziels von 30 Gigawatt bis 2020. Mit rund 12 Gigawatt Windstrom liegt China derzeit weltweit auf Platz vier hinter den USA, Deutschland und Spanien. Gleichzeitig ist die Volksrepublik der größte Klimasünder, da rund 70 Prozent des Stroms aus Kohlekraftwerken stammen.

CANBERRA: An den australischen Finanzmärkten ist das Verbot von sogenannten Leerverkäufen aufgehoben worden. Die Aufsichtsbehörde ASIC teilte mit, die vor acht Monaten verhängten Auflagen für Geschäfte mit Anteilsscheinen von Finanzinstituten wie den Banken könnten aber ohne weiteres wieder eingeführt werden, wenn die Marktbedingungen dies erforderten. Beim "Short Selling" setzen Anleger auf sinkende Kurse eines Unternehmens, um von fallenden Börsenkursen zu profitieren. Diese Praxis galt als eine der Ursachen für die Finanzmarktkrise.

JERUSALEM: Ungeachtet aller Appelle der USA will Israel die bestehenden Siedlungen im palästinensischen Westjordanland ausbauen. Der neue rechtsgerichtete Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte während einer Kabinettsitzung, neue Siedlungen würden nicht gebaut, aber bei den bestehenden müsse das natürliche Wachstum berücksichtigt werden. Die Siedlungen, in denen rund 280.000 Israelis leben, gelten als großes Hindernis auf dem Weg zu einem Friedensschluss mit den Palästinensern.

WIEN: Bei einer Schießerei in einem Tempel der Sikh-Religionsgemeinschaft in der österreichischen Hauptstadt ist ein Mensch getötet worden. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt, teilte die Polizei mit. Während einer Predigt zweier aus Indien angereisten Gurus seien mehrere Bewaffnete in den Tempel eingedrungen und hätten das Feuer auf beiden Prediger und die Gläubigen eröffnet. Einer der Gurus erlag inzwischen seinen Verletzungen. Nach Augenzeugenberichten handelte es sich bei den Angreifern um Mitglieder einer rivalisierenden Sikh-Gruppe. In mehreren Städten des indischen Bundesstaates Punjab kam es nach Bekanntwerden des Anschlags zu Ausschreitungen.

KATHMANDU: In Nepal ist nach seiner Wahl durch die verfassungsgebende Versammlung der neue Regierungschef des Himalaya-Staates vereidigt worden. Der kommunistische Politiker Madhav Kumar Nepal übernimmt das Amt von seinem maoistischen Vorgänger Pushpa Karmal Dahal, der vor drei Wochen im Streit über die Entlassung des Armeechefs als Premierminister zurückgetreten war.

ULAN BATOR: Nach der Präsidentenwahl in der Mongolei hat der bisherige Amtsinhaber Namabar Enkhbayar von der regierenden Revolutionären Volkspartei seine Niederlage eingeräumt. Laut den vorläufigen Ergebnissen der Parteien habe sein Herausforderer und frühere Ministerpräsident Tsakhia Elbegdorj von der oppositionellen Demokratischen Partei einen knappen Sieg errungen, sagte Enkhbayar nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Wahlkommission hat ihre Ergebnisse bisher noch nicht veröffentlicht.

CANNES: Die deutsch-österreichische Produktion 'Das Weiße Band' ist auf dem Filmfestival der südfranzösischen Stadt als bester Film mit einer 'Goldenen Palme' ausgezeichnet worden. Die Ehrung nahm der österreichische Regisseur Michael Haneke entgegen. Sein Film spielt vor dem Ersten Weltkrieg in einem Dorf in Norddeutschland. Den Preis als beste Schauspielerin erhielt in Cannes die Französin Charlotte Gainsbourg für ihre Rolle in Lars von Triers Film "Antichrist". Als bester männlicher Darsteller wurde ihr österreichischer Kollege Christoph Waltz ausgezeichnet. Er spielt einen SS-Offizier in Quentin Tarantinos Kriegsfilm 'Inglourious Basterds'.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig, in der Südwesthälfte sind aber auch kräftige Gewitter möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 18 und 34 Grad.

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