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Nachrichten

Montag, 24. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RANGUN: Die Massenproteste gegen die Militärregierung in Birma nehmen immer größere Dimensionen an. Wie Korrespondenten unter Berufung auf Schätzungen von Augenzeugen berichteten, beteiligten sich bis zu hunderttausend Menschen an einer von tausenden buddhistischer Mönche angeführten Demonstration. Der Zug durch die Stadt sei mindestens zehn Kilometer lang. Die Sicherheitskräfte des Regimes zeigten Zurückhaltung, hieß es weiter. Vor dem Haus von Oppositionsführerin Aung San Suu Ky sei aber ein massives Polizeiaufgebot postiert. Die Friedensnobelpreisträgerin steht seit Jahren unter Hausarrest. - Es handelt sich um die größte Protestwelle gegen das Militärregime in Birma seit rund 20 Jahren. Das Land wird seit 1962 vom Militär regiert.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die friedlichen Proteste gegen das Militärregime in Birma begrüßt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes verwies in Berlin darauf, dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier sich wiederholt für Reformen in Birma einschließlich eines Dialogs der Militärregierung mit den Reformkräften ausgesprochen habe. Die Bundesregierung erwarte die Freilassung der jetzt Inhaftierten sowie auch der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi.

BERLIN: Das Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Dalai Lama hat zu einer Verstimmung im deutsch-chinesischen Verhältnis geführt. China sagte das für Mittwoch vorgesehene traditionelle Frühstück der Außenminister am Rande der UN-Generalversammlung in New York ab. Man nehme den Vorgang zur Kenntnis, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die Bundesregierung unterstrich angesichts der Proteste der chinesischen Regierung gegen das Gespräch Merkels mit dem Dalai Lama ihr Interesse an guten Beziehungen zu Peking. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will sich um einen baldigen neuen Termin für den deutsch-chinesischen Rechtsstaats-Dialog bemühen, der ebenfalls abgesagt worden war. Frau Merkel hatte das geistliche Oberhaupt der buddhistischen Tibeter am Sonntag zu einem als privaten Meinungsaustausch bezeichneten Gespräch im Kanzleramt getroffen.

ROM: Die beiden im Westen Afghanistans entführten italienischen Soldaten der internationalen ISAF-Truppe sind durch eine militärische Aktion eines NATO-Einsatzkommandos befreit worden. Dies teilte Italiens Verteidigungsminister Arturo Parisi in Rom mit. Einer der Soldaten sei bei der Aktion schwer, der andere leicht verletzt worden. Nach Angaben italienischer Militärs wurden fünf Entführer getötet. Ob sie zu den radikal-islamischen Taliban gehörten, ist noch unklar. - Bei der Explosion eines Sprengsatzes wurden im Westen Afghanistans zwei spanische Soldaten und ihr Dolmetscher getötet. - Im Norden Afghanistans, dem Einsatzgebiet der Bundeswehr, starben zwölf Menschen in einem Hinterhalt der Taliban.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zum UN-Klimagipfel nach New York abgereist. Auf Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon werden dort Vertreter von mehr als 150 Staaten über das weitere Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel beraten. Auch die Kanzlerin will in einer Rede vor den Staats- und Regierungschefs für die Position der Bundesregierung und die Verabschiedung eines wirksamen Klimaschutzabkommens unter dem Dach der Vereinten Nationen werben. UN-Generalsekretär Ban machte in einem Beitrag für den "Tagesspiegel" deutlich, dass er die bisherigen Maßnahmen gegen die Erderwärmung für unzureichend halte.

NEW YORK: Nach Jahren des Stillstands sieht das Nahost-Quartett wieder Chancen auf Fortschritte im Nahost-Friedensprozess. Die Gespräche zwischen Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas gäben Anlass zu Hoffnung, erklärten Spitzenvertreter der UN, der USA, der EU und Russlands in New York. An Israel appellierte das Quartett, die gegen den Gazastreifen verhängten Strafmaßnahmen zurückzunehmen. Israel hatte die von der radikal-islamischen Hamas kontrollierte Küstenregion zum 'feindlichen Gebiet' erklärt und angekündigt, Strom- und Treibstofflieferungen zu kürzen. - US-Außenministerin Condoleezza Rice deutete an, zu der für November geplanten Nahost-Friedenskonferenz werde auch Syrien eingeladen.

PRISTINA: Bei einer Explosion in der Kosovo-Hauptstadt Pristina sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Nach neuen Angaben der Polizei erlitten zwölf Personen Verletzungen als ein Geschäfts- und Handelszentrum durch die Explosion teilweise einstürzte. Die Polizei vermutet einen Anschlag mit kriminellem Hintergrund. - Das Kosovo gehört formal zu Serbien, wird aber seit dem Krieg 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet. Die mehrheitlich albanisch-stämmige Bevölkerung fordert die Unabhängigkeit.

BERLIN: Die Nettolöhne der Arbeitnehmer in Deutschland sind nach Informationen der "Bild"-Zeitung 2006 auf den niedrigsten Stand seit zwanzig Jahren gesunken. Wie das Blatt unter Berufung auf eine Statistik des Bundesarbeitsministeriums berichtet, lag der so genannte Nettorealverdienst -nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen sowie unter Berücksichtigung der Preisentwicklung- bei durchschnittlich rund 15.800 Euro. Das sei etwa genauso viel wie 1986. Wegen der immer höheren Kosten bleibe den Arbeitnehmern trotz steigender Bruttolöhne immer weniger übrig.

FRANKFURT AM MAIN: Auf deutschen Baustellen wird offenbar massiv gegen die Mindestlohn-Vorschriften verstoßen. Der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes, Hans-Hartwig Loewenstein, schätzt, dass bis zu 150.000 Bau-Beschäftigte keinen Mindestlohn erhalten. Den Behörden gelinge es kaum, die Verstöße einzudämmen, sagte Loewenstein der 'Frankfurter Rundschau'. Die Arbeitgeber denken jetzt darüber nach, speziell gekennzeichnete Berufskleidung einzuführen, damit legal Beschäftigte sofort zu erkennen sind.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst ist es noch freundlich, später setzt dann im Westen und Nordwesten Regen ein. Die Höchsttemperaturen liegen bei 20 bis 25 Grad Celsius.

Am Mittag meldeten:

Hamburg, 21 Grad, leicht bewölkt;
Berlin, Dresden, Köln/Bonn und München, 20 Grad, wolkenlos und
Frankfurt am Main, 19 Grad, freundlich.

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