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Nachrichten

Montag, 24. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ATHEN: Im griechischen Olympia ist das Olympische Feuer entfacht worden. Der Festakt im antiken Hain auf der Halbinsel Peloponnes wurde von Protesten einiger weniger Exil-Tibeter gestört. Sie wollten damit auf das gewaltsame Vorgehen der chinesischen Armee gegen demonstrierende Landsleute hinweisen. Die Demonstranten wurden von der Polizei gestoppt und abgeführt, bevor sie das Rednerpodium erreichten. Das Olympische Feuer wird von Griechenland aus über fünf Kontinente bis nach Peking getragen, wo am 8. August die Sommerspiele eröffnet werden sollen. Die Flamme soll trotz der Unruhen auch durch Tibet getragen werden, bis auf den Gipfel des Mount Everest. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, rief dazu auf, die Sommerspiele in einer friedlichen Atmosphäre stattfinden zu lassen. Zuvor hatte er noch einmal die Vergabe der Spiele an China vereidigt. Er glaube fest daran, dass das Großereignis zu einem Wandel in der Volksrepublik beitragen werde.

DHARAMSALA: Die tibetische Exilregierung hat ihre Angaben zur Zahl der Todesopfer bei Chinas gewaltsamen Vorgehen gegen die anti-chinesischen Proteste in Tibet und den angrenzenden Regionen auf rund 130 erhöht. Zuletzt war von 99 Toten die Rede. Die von chinesischer Seite veröffentlichte offizielle Zahl der Opfer liegt mit 18 weiterhin deutlich niedriger. Im benachbarten Nepal hat die Polizei eine Anti-China-Demonstration von Exil-Tibetern gewaltsam aufgelöst. Rund 250 Teilnehmer eines Protestzuges wurden auf dem Weg zum Büro der Vereinten Nationen in Kathmandu festgenommen, wie die Polizei mitteilte. In Nepal leben mehr als 20.000 Exil-Tibeter.

WASHINGTON/BAGDAD: Nach einem Anschlag in der irakischen Hauptstadt ist die Zahl der seit dem Einmarsch im Irak vor fünf Jahren getöteten US-Soldaten auf 4.000 gestiegen. Wie die US-Armee mitteilte, kamen bei der Explosion vier Soldaten ums Leben. Die Attentäter hatten den Sprengsatz direkt neben dem Fahrzeug gezündet. Die Statistik über die getöteten US-Soldaten im Irak wird vom einem unabhängigen Onlinedienst geführt. Die US-Armee bestätigt zwar die einzelnen Todesfälle, zählt sie aber öffentlich nicht zusammen.

ISLAMABAD: Dutzende Tanklastwagen mit Treibstoff-Nachschub für die NATO-geführte Schutztruppe in Afghanistan sind bei einem Anschlag am Khyber-Pass an der pakistanisch-afghanischen Grenze zerstört worden. Mindestens zwei Menschen kamen nach offiziellen Angaben bei der Bombenattacke ums Leben, mehr als 60 wurden verletzt. Rund 100 Tanklastwagen warteten auf die Abfertigung zur Einreise nach Afghanistan. Fast 40 LKW brannten vollständig aus, zahlreiche weitere wurden beschädigt. Viele der Lastwagen, die die Internationale Afghanistan- Schutztruppe ISAF mit Öl versorgen, fahren durch die unruhigen Stammesgebiete in der pakistanischen Nordwest-Grenzprovinz und über den Khyber-Pass. In den vergangenen Monaten waren sie bereits häufiger Ziel von Taliban-Angriffen.

ISLAMABAD: Gut einen Monat nach den Parlamentswahlen kommt die Nationalversammlung in Pakistan zusammen, um einen neuen Regierungschef zu wählen. Dabei gilt als sicher, dass der frühere Parlamentspräsident Yousouf Raza Gilani die notwendige Mehrheit erhält. Der langjährige Widersacher von Präsident Pervez Musharraf wurde von der Partei der ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto, der PPP, nominiert. Diese war als stärkste Kraft aus den Parlamentswahlen hervorgegangen und bildet eine Koalition mit der Muslimliga von Ex-Regierungschef Nawaz Sharif. Der neue Premierminister soll am Dienstag von Musharraf vereidigt werden.

JERUSALEM: Die Einigung der zerstrittenen Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah auf einen Dialog wird in Israel als ein Hindernis für die Aushandlung eines Nahost-Friedensabkommens gesehen. Der staatliche Rundfunk berichtete unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter, die Friedensverhandlungen würden sofort auf Eis gelegt, wenn Hamas und Fatah sich auf die Bildung einer Einheitsregierung einigen würden. Hamas und Fatah hatten sich unter jemenitischer Vermittlung auf eine Annäherung verständigt. Über die Auslegung der Vereinbarung gab es jedoch bereits Unstimmigkeiten. Die Fatah sieht in der Ausdehnung der Macht der von Präsident Mahmud Abbas geführten palästinensischen Autonomiebehörde auf den Gazastreifen eine Vorbedingung für den Dialog, die Hamas lehnt dies ab. US-Vizepräsident Dick Cheney warf der radikal-islamischen Hamas bei seinem Besuch in Israel vor, sie wolle, unterstützt von Iran und Syrien, den Nahost-Friedensprozess torpedieren.

THIMPHU: Erstmals wird im kleinen Himalaya-Staat Bhutan ein Parlament gewählt und damit die Zeit der absoluten Monarchie in der strategisch wichtigen Land zwischen Indien und China beendet werden. Politische Unterschiede zwischen den zur Wahl stehenden Parteien, der Volksdemokratischen Partei und der Bhutanischen Partei für Frieden und Wohlstand, gibt es kaum. Beide gelten als Anhänger des Königshauses. Der alte König, Jigme Singye Wangchuk, hatte die Abstimmung angeordnet, bevor er die Regierungsgeschäfte an seinen Sohn übergab, Kronprinz Jigme Khesar Namgyel. Wahlberechtigt sind in dem buddhistisch geprägten Land, das jahrhundertelang weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet war, rund 318.000 Bürger.

ATHEN: Wegen des geplanten Einstiegs der Deutschen Telekom beim griechischen Unternehmen Hellenic Telecom haben dort Streiks begonnen. Alle Techniker wollen für 24 Stunden die Arbeit niederlegen. Gewerkschaftsmitglieder hängten am Hauptgebäude der Gesellschaft in Athen schwarze Bänder und deutsche Fahnen auf. Am Mittwoch soll dann ein dreitägiger Streik aller Angestellten beginnen. Die Gewerkschaft bei Hellenic Telecom sperrt sich gegen die Übernahme von knapp 20 Prozent des größten griechischen Telekomanbieters durch die Deutsche Telekom. Diese zahlt für das Engagement 2,5 Milliarden Euro. Später will sie ihre Beteiligung auf bis zu 33 Prozent erhöhen und damit die Kontrolle über Hellenic Telecom übernehmen. Die Athener Regierung befürwortet die Beteiligung des deutschen Konzerns.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte wechselhaftes und kaltes Schauerwetter mit Schnee und Graupel bis in die Niederungen. Im Osten und Südosten anfangs freundlicher, später aber auch hier Schneeschauer. Tageshöchstwerte ein bis sieben Grad.

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