1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 24. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON/ KABUL: NATO-Befehlshaber in Afghanistan haben US-Präsident Barack Obama aufgefordert, mehr Truppen und Ausrüstung für den Kampf gegen die erstarkenden Taliban bereitzustellen. Besonders im Osten des Landes nahe der Grenze zu Pakistan sei Verstärkung nötig, sagte US-General Curtis Scaparotti bei einem Besuch des US-Sondergesandten Richard Holbrooke in Afghanistan. Zuvor hatte der amerikanische Generalstabschef Admiral Mike Mullen von einer schlechteren Sicherheitslage in Afghanistan gesprochen. Die aufständischen Taliban hätten ihr militärisches Potenzial erhöht und ihre Kampftaktik sei besser geworden, sagte Mullen im US-Fernsehen. -- Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, er wolle im Fall eines Wahlsiegs der SPD mit der neuen afghanischen Führung über ein Datum für den Abzug der Bundeswehr verhandeln. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte, Deutschland wolle nicht dauerhaft in Afghanistan bleiben.

ATHEN: Am Rand der griechischen Hauptstadt breiten sich die verheerenden Wald- und Buschbrände weiter aus. Immer mehr Einwohner verlassen ihre Häuser, um sich in Sicherheit zu bringen. Insgesamt sind bereits Tausende Menschen vor den Flammen geflohen. Obwohl die anfachenden Winde in der Nacht nachließen, konnten die Einsatzkräfte viele Feuerfronten nicht stoppen. Nach Medienberichten haben die mehreren hundert Brandherde jetzt eine Gesamtlänge von mehr als 40 Kilometern. Sie reichen vom Osten bis an den Nordrand Athens. Bislang sind nach Schätzungen etwa 20.000 Hektar Fläche verbrannt. Die Rauchschwaden reichen bereits bis nach Nordafrika. Um die Straßen für Einsatzkräfte freizuhalten, rief die Polizei die einheimischen Urlauber auf, möglichst nicht in die Hauptstadt zurückzukehren.

BERLIN: Die Hängepartie um den Verkauf von Opel sorgt für eine wachsende Unruhe bei Politik, Gewerkschaften und Belegschaft. Der Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz kritisierte im Deutschlandfunk die Verzögerungen durch den Mutterkonzern General Motors. Man sei mit der Geduld am Ende, sagte Franz. Wenn es bis Ende dieser Woche keinen Beschluss gebe, wolle die Belegschaft aktiv werden. IG Metall-Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild befürchtet inzwischen, dass GM seine deutsche Tochter gar nicht mehr verkaufen wolle. Das könne jedoch keine Lösung sein, sagte der Gewerkschafter im ZDF. - Der thüringische Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz warf GM vor, die Entscheidung bewusst zu verzögern, um den eigenen Wunschkäufer RHJ nach der Bundestagswahl vielleicht eher durchsetzen zu können. In diesem Zusammenhang warnte der Vorsitzende der Opel-Treuhand, Fred Irwin, vor einem politischen Konflikt zwischen Deutschland und den USA.

BERLIN: Unionsparteien und SPD arbeiten einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge an einem Ersatz für die auslaufende Abwrackprämie. Dem befürchteten Absatzeinbruch bei Neuwagen solle dabei vor allem mit Vergünstigungen beim Kauf von Jahreswagen für Werksangehörige begegnet werden. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte der Zeitung, eine Belebung könne durch eine vernünftige Ausgestaltung der Besteuerung von Jahreswagen erzielt werden. Ähnlich äußerte sich der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Uwe Beckmeyer. Nach dessen Informationen ist der Autoverkauf an Betriebsangehörige etwa bei Daimler und BMW in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

PEKING: Eineinhalb Monate nach schweren Unruhen in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang sollen sich laut Medieninformationen 200 Menschen vor Gericht verantworten. Wie die staatliche Zeitung "China Daily" berichtet, beginnen die Prozesse voraussichtlich noch in dieser Woche in der Stadt Urumqi. Die Anklagepunkte reichten von Vandalismus bis hin zu Mord. - Im Juli waren bei den schwersten ethnisch motivierten Auseinandersetzungen in Xinjiang seit Jahrzehnten nach offiziellen Angaben fast 200 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Han-Chinesen. Mehr als 1600 Menschen wurden demnach verletzt.

JERUSALEM: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rechnet mit einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Palästinensern bis Ende September. Dies habe der Regierungschef auf einer Kabinettssitzung erklärt, meldeten übereinstimmend israelische Medien. Bei den Gesprächen mit der US-Regierung über den von Washington geforderten Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland gebe es gewisse Fortschritte, wird Netanjahu weiter zitiert. Die Palästinenser machen einen solchen Baustopp zur Voraussetzung für weitere Friedensverhandlungen. - Netanjahu bricht an diesem Montag zu einer Europareise auf. Am Donnerstag ist ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin vorgesehen.

MOGADISCHU: In Somalia haben die islamistischen Rebellen den Appell von Präsident Sharif Sheikh Ahmed zurückgewiesen, während des Fastenmonats Ramadan eine Waffenruhe einzuhalten. Die Regierung wolle nur Zeit gewinnen, um ihre Truppen umzugruppieren und neu zu bewaffnen, erklärte ein Rebellenführer. - Seit Mai sind die Kämpfe zwischen islamistischen Milizen, die Teile Somalias unter ihrer Kontrolle haben, und den regierungstreuen Kräften wieder eskaliert. Faktisch herrscht in dem afrikanischen Land seit 1991 Bürgerkrieg.

HAVANNA: Nach mehr als einem Jahr hat das kubanische Fernsehen wieder Bilder des früheren Staatschefs Fidel Castro gezeigt. In dem Beitrag ist der 83-Jährige nach Angaben des Senders im Gespräch mit Studenten aus Venezuela zu sehen. Diese Begegnung habe am Samstag stattgefunden. Nach Agenturmeldungen machte Castro in dem Fernsehbericht einen gesundheitlich erholten Eindruck. - Nach einer schweren Operation vor drei Jahren ist Castro nicht mehr öffentlich aufgetreten. Nachfolger an der Staatsspitze ist sein Bruder Raul.

BERLIN: Mit einer Feier im Olympiastadion ist am Sonntag die Leichtathletik-Weltmeisterschaft zu Ende gegangen. Dabei lobten Vertreter des Weltverbandes wie auch des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Atmosphäre im Stadion und die perfekte Organisation der Titelkämpfe. Zuvor hatte es noch einmal acht Entscheidungen gegeben. So siegte die Chinesin Bai Xue beim Marathon der Frauen, der äthiopische Läufer Kenenisa Bekele holte Gold über 5.000 Meter und in der 4 x 400-Meter-Staffel belegten sowohl die Männer als auch die Frauen aus den USA den ersten Platz. Insgesamt nahmen an den Wettkämpfen in Berlin knapp 2.000 Sportler aus mehr als 200 Ländern teil.

ZUR FUSSBALL-BUNDESLIGA: Nach 20 Heimspielen ohne Niederlage hat Wolfsburg die erste Pleite auf dem eigenen Platz hinnehmen müssen. Der deutsche Meister verlor gegen Hamburg mit 2:4. Die weiteren Sonntagsbegegnungen: Bremen - Gladbach 3:0 und Bochum - Berlin 1:0. - Tabellen-Erster ist nun Leverkusen, gefolgt von Hamburg, Schalke und Wolfsburg.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder viel Sonne und überall trocken. Die Temperaturen steigen auf 22 Grad an der Ostsee und bis zu 33 Grad am Rhein.

Am Vormittag meldeten

Hamburg und Berlin: 17 Grad, leicht bewölkt;
Dresden, Köln und Frankfurt: 18 Grad, sonnig und
München: 15 Grad und sonnig.

Audio und Video zum Thema