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Nachrichten

Montag, 23. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

PANAMA-STADT: Bei der Volksabstimmung in Panama hat sich eine klare Mehrheit für den Ausbau des Panama-Kanals ausgesprochen. Rund 80 Prozent der Wähler stimmten nach offiziellen Ergebnissen für das Projekt. Die Wahlbeteiligung lag bei 43 Prozent. Der Kanal zwischen Atlantik und Pazifik soll eine weitere Fahrrinne und größere Schleusen erhalten, damit er für moderne Containerschiffe und Großtanker passierbar wird. Bis zum Jahr 2015 soll seine Kapazität von derzeit 13.000 Schiffen pro Jahr verdoppelt werden. In einer Botschaft an die Nation sprach Präsident Martin Torrijos von einer historischen Entscheidung. Seine Regierung erhofft sich von der Modernisierung höhere Staatseinnahmen, mit denen auch die Armut bekämpft werden soll. Kritiker bezweifeln die Regierungsangaben und warnen vor einer hohen Verschuldung und Umweltschäden.

SOFIA: Wegen der geringen Wahlbeteiligung müssen die Bulgaren am kommenden Sonntag in einer Stichwahl über ihren neuen Präsidenten entscheiden. Amtsinhaber Georgi Parwanow erhielt nach dem amtlichen Ergebnis 64 Prozent der Stimmen. Sein Gegner in der Stichwahl wird der ultra-nationalistische Politiker Wolen Siderow sein, der auf 21 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung betrug 42,1 Prozent. Für eine Entscheidung in der ersten Runde hätte mindestens die Hälfte der Wähler an die Urnen gehen müssen.

BUDAPEST: Der ungarische Präsident Laszlo Solyom hat angesichts des 50. Jahrestags des Volksaufstands zur nationalen Einheit aufgerufen. Bei einem Festakt in der Staatsoper in Budapest erklärte Solyom, trotz unterschiedlicher Interpretationen gebe es nur eine Revolution. Viele Menschen benutzten jedoch das Jahr 1956 für ihre eigenen Interessen. Bereits vor Beginn der Gedenkfeiern hatte die Opposition angekündigt, alle Veranstaltungen zu boykottieren, an denen Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany teilnehme. Gyurcsany steht nach seinem Eingeständnis, die Bevölkerung im Wahlkampf belogen zu haben, heftig unter Druck.

MÜNCHEN: Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat die Bundesregierung aufgefordert, vor dem EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien 2007 Schutzklauseln für die Bereiche Korruptionsbekämpfung und Justiz zu beantragen. Ansonsten sei die Aufnahme der beiden Länder in die Europäische Union nicht hinnehmbar, sagte der CSU-Chef der 'Süddeutschen Zeitung'. Die größten Probleme hätten Rumänien und Bulgarien nämlich hinsichtlich Korruption, organisierter Kriminalität und der noch nicht gesicherten Rechtsstaatlichkeit. -

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush gerät wegen seiner angeblichen Pläne zur Veröffentlichung eines Zeitplans für das weitere Vorgehen im Irak unter Druck. Führende Mitglieder der Demokraten forderten den Republikaner Bush auf, einen solchen Zeitplan bereits vor den US-Kongresswahlen am 7. November vorzulegen. Auch müssten darin Termine für den Rückzug der US-Soldaten aus dem Irak enthalten sein, sagte Senator Carl Levin dem Sender 'Fox'. Die 'New York Times' hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, die USA wollten Iraks Regierung erstmals mit einem konkreten Zeitplan in die Pflicht nehmen.

JERUSALEM: Der israelische Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben zum ersten Mal seit Monaten wieder Kontakt zueinander gehabt. Olmert habe Abbas am Sonntag angerufen, um ihm und den Palästinensern zum Ende des muslimischen Fastenmonats seine guten Wünsche zu überbringen, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten mit. Olmert und Abbas hätten ausgemacht, dass ihre Mitarbeiter im Gespräch bleiben und ein Treffen vorbereiten sollten.

BERLIN: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor einer zunehmenden Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus Deutschland gewarnt. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der Tageszeitung 'Die Welt', immer mehr junge Leute kehrten der Bundesrepublik den Rücken. Mit 145.000 Fortzügen sei im vergangenen Jahr die höchste registrierte Abwanderung von Deutschen seit 1954 zu verzeichnen gewesen. Mehr als die Hälfte sei jünger als 35 Jahre gewesen. Eine zentrale Ursache für diese Abwanderung sei, dass andere Länder oft bessere Standortbedingungen hätten, sagte Braun.

FRANKFURT AM MAIN: Die australische Bank Macquarie will den deutschen Energiedienstleister Techem für mehr als eine Milliarde Euro übernehmen. Macquarie wolle den Techem Aktionären 44 Euro je Aktie bieten, teilte die Bank in einer Erklärung mit. Macquarie, die bereits 17 Prozent der Techem-Anteile hält, versicherte, den Standort und die Marke Techem erhalten und keine Umstrukturierungen vornehmen zu wollen. Techem beschäftigt in Eschborn bei Frankfurt am Main rund 2.400 Mitarbeiter und betreut in Deutschland die Wasser, Wärme- und Stromversorgung von rund 7,3 Millionen Immobilien.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher zu seinem Karriere-Ende als großen Sportler gewürdigt. In der 'Bild-Zeitung' schrieb Merkel, Schumacher stehe in einer Reihe mit den ganz Großen des Sports wie dem Boxer Max Schmeling, den Fußballern Fritz Walter und Franz Beckenbauer sowie den Tennisstars Boris Becker und Steffi Graf. Der siebenfache Weltmeister und Ferrari-Fahrer hatte am Sonntag mit dem vierten Platz beim Großen Preis von Brasilien seine Formel-1-Karriere beendet. Weltmeister wurde erneut Fernando Alonso auf Renault.

ZUM SPORT: Bei den Sonntagsspielen der ersten Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse:

Leverkusen - Hamburg 1:2 und Frankfurt - Nürnberg 2:2.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her Bewölkungszunahme und nachfolgend gebietsweise Regen; nur am östlichen Alpenrand noch aufgeheitert. Höchstwerte 14 bis 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 15 Grad, leichter Regen;
Berlin: 13 Grad, etwas Regen;
Dresden: 14 Grad, etwas Regen;
Köln/Bonn: 16 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 15 Grad, nach Regen und
München: 14 Grad, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 23.10.2006
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  • Datum 23.10.2006
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