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Nachrichten

Montag, 23. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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BERLIN: Im vergangenen Jahr sind weltweit mindestens 2.390 Menschen hingerichtet worden. Nach Angaben von "Amnesty International" wurden Todesurteile in 25 Ländern vollstreckt, die weitaus meisten davon in China. Die Volksrepublik sei für mehr als 70 Prozent aller Hinrichtungen verantwortlich, teilte die Menschenrechtsorganisation in Berlin mit. Zudem müsse man von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. In Europa wende nur noch Weissrussland die Todesstrafe an.

WASHINGTON: Militärische Stärke allein wird nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama den Krieg in Afghanistan nicht beenden. Künftig müsse dort größerer Wert auf die wirtschaftliche Entwicklung gelegt werden, sagte Obama dem Sender CBS. Zu der angestrebten umfassenden Neuausrichtung des US-Kurses werde auch eine "Ausstiegsstrategie" gehören. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die USA auf ewig in den Afghanistan-Konflikt hineingezogen würden, so der Präsident. Zudem seien verstärkte diplomatische Anstrengungen in Pakistan sowie bessere Absprachen mit den Verbündeten notwendig. - Obama verteidigte seine Entscheidung, die Zahl der US-Soldaten am Hindukusch deutlich aufzustocken.

WASHINGTON: US-Finanzminister Timothy Geithner hat seinen Plan verteidigt, private Investoren an der Bekämpfung der Finanzkrise zu beteiligen. Bei der Entlastung der Banken von faulen Krediten und Wertpapieren könne der Staat nicht alle Risiken übernehmen, sagte Geithner dem "Wall Street Journal". Nach Angaben aus der Regierung sollen für ein gemeinsames öffentlich-privates Ankauf-Programm bis zu 100 Milliarden Dollar aus dem im Oktober verabschiedeten Rettungspaket eingesetzt werden. Die faktisch wertlosen Kredite und Wertpapiere gelten als Hauptursache für die gegenwärtige Kreditklemme und die Verschärfung der Rezession. Der Minister will an diesem Montag Einzelheiten des Plans vorstellen. --- US-Präsident Barack Obama warnte mit Blick auf die Finanzkrise vor dauerhaften Risiken für die gesamte Wirtschaft. Sollte eine große Bank zusammenbrechen, bestehe nach wie vor die Gefahr eines Kollapses des US-Finanzsystems.

STUTTGART: Der Autobauer Daimler hat nach Kuweit einen zweiten arabischen Großaktionär. Das Emirat Abu Dhabi übernimmt für knapp zwei Milliarden Euro mehr als neun Prozent des schwäbischen Konzerns. Die Beteiligung der staatlich kontrollierten Investmentgesellschaft Aabar sei im Rahmen einer Kapitalerhöhung erfolgt, gab Daimler in einer Pflichtmitteilung bekannt. Man wolle mit dem neuen Großaktionär auch im Tagesgeschäft zusammenarbeiten, um die Entwicklung von Elektroautos und Verbundstoffen voranzutreiben.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition ausgeschlossen. Sie werde ihre Aufgaben bis zur Bundestagswahl erfüllen und könne nur jedem raten, genau dasselbe zu tun, sagte die CDU-Vorsitzende in der ARD. Damit bezog sie sich auf die zunehmenden Reibereien zwischen der Schwesterpartei CSU und dem Koalitionspartner SPD. Zudem sicherte die Kanzlerin der deutschen Wirtschaft grundsätzlich staatliche Unterstützung in der Krise zu. Das gelte auch für den Autobauer Opel, wenn dieser die Voraussetzungen dafür schaffe. Dazu gehörten die Loslösung von General Motors und ein privater Investor.

JERUSALEM: Der rechtsgerichtete Likud-Block des designierten Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat die ultra-orthodoxe Schas-Partei in die geplante Regierungskoalition aufgenommen. Dies teilten Vertreter beider Parteien in Jerusalem mit. Die Schas werde vier Kabinettsposten erhalten, hieß es. Bereits vor Tagen hatte Netanjahu ein Koalitionsabkommen mit der nationalistischen Partei "Unser Haus Israel" geschlossen. Er verfügt jetzt über 53 der 120 Parlamentssitze. Die Verhandlungen mit der Arbeitspartei von Verteidigungsminister Ehud Barak wurden fortgesetzt.

SKOPJE: In Mazedonien kommt es am 5. April zur Stichwahl um das Präsidentenamt. Der konservative Regierungskandidat George Ivanov kam nach aktuellen Auszählungsergebnissen auf rund 34 Prozent der Stimmen und verfehlte damit in der ersten Runde die notwendige absolute Mehrheit. Sein Herausforderer wird nach Angaben der Wahlkommission in Skopje der Kandidat der sozialdemokratischen Opposition, Ljubomir Frckoski, der knapp 20 Prozent erhielt. --- Beobachter der EU hoben hervor, dass die Abstimmung diesmal friedlich verlaufen sei.

WASHINGTON: Bei einem Flugzeugabsturz im US-Staat Montana sind 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter sieben Kinder. Die Luftfahrtbehörde FAA berichtete, die einmotorige Turboprop-Maschine sei beim Anflug auf den Flughafen Butte in einen Friedhof gestürzt und in Flammen aufgegangen. - Der Pilot hatte aus noch unbekannten Gründen den Kurs geändert.

PERTH: An der australischen Westküste sind erneut rund 80 Wale und Delfine gestrandet. An dem abgelegenen Abschnitt der Hamelin Bay seien die meisten Tiere bereits verendet gewesen, als die Retter eintrafen, teilten die Behörden mit. Nur wenige Tiere konnten gerettet werden. --- In den vergangenen Wochen waren immer wieder Wale und Delfine in Australien gestrandet, zuletzt mehr als 200 an einer Sandbank in Tasmanien.

ZUM FUSSBALL: Der Hamburger SV hat in der Bundesliga zum Verfolger-Duo VfL Wolfsburg und Bayern München in der Punktzahl aufgeschlossen und seinen vierten Tabellenplatz gefestigt. Die Hamburger setzten sich zum Abschluss des 25. Spieltages bei Schalke 04 mit 2:1 durch und haben nur noch einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Hertha BSC.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und zumeist regnerisch, nur im äußersten Südwesten etwas freundlicher. Die Temperaturen steigen auf höchstens sechs bis zwölf Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und Berlin: 6 Grad, regnerisch;
Dresden: 5 Grad, wolkig;
Köln/Bonn und
Frankfurt am Main: 8 Grad, stark bewölkt und
München: 5 Grad, regnerisch.

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