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Nachrichten

Montag, 23. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos rechnet trotz der angekündigten Steigerung der Ölfördermenge nicht mit einer direkten Senkung des Ölpreises. Nach der Rückkehr vom Krisengipfel im saudischen Dschidda sagte Glos im deutschen Fernsehen, den Ölhahn könne man nicht so schnell auf- und zudrehen wie einen Wasserhahn. In den vergangenen Jahren sei zu wenig in die Erschließung neuer Ölfelder sowie in Raffinerien investiert worden. Die Teilnehmer des Krisentreffens seien sich einig gewesen, dass Energie effizienter eingesetzt und deren Verschwendung beendet werden müsse. Saudi Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten in Dschidda eine nochmals leichte Erhöhung der Fördermenge für Juli angekündigt. Dennoch stieg der Ölpreis an diesem Montag im frühen Handel auf über 136 Dollar pro Barrel.

MÜNCHEN: Deutsche Unternehmen blicken bei der Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Lage weniger optimistisch in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts sank im Juni um knapp zwei Prozentpunkte auf 101,3 Punkte. Die 7.000 befragten Unternehmen beurteilten ihre derzeitige Situation schlechter und seien auch für die Entwicklung im nächsten halben Jahr pessimistisch, so das Institut. Hauptgrund dafür, so Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn, sei der starke Anstieg der Ölpreise. Der Index gilt als wichtigstes Konjunkturbarometer in Deutschland.

MANILA: Nach dem Untergang der Fähre 'Princess of the Star' vor der philippinischen Küste haben Rettungsmannschaften ihre Bergungsarbeiten fortgesetzt. Dabei schwindet zunehmend die Hoffnung, noch Überlebende finden zu können. Aus dem gekenterten Schiff seien keine Lebenszeichen zu vernehmen gewesen, teilten Marine-Taucher mit. Mehr als 800 Menschen, die sich auf der Fähre befanden, werden vermisst. Nach bisherigen Erkenntnissen haben lediglich 32 Menschen das Unglück überlebt. Die Fähre war während des schweren Taifuns 'Fengshen' nach einem Maschinenschaden vor der Insel Sibuyan auf Grund gelaufen.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Rückzug der Opposition von der Stichwahl um das Präsidentenamt in Simbabwe als schweren Schlag für die gesamte Region im südlichen Afrika bezeichnet. Wo Menschen um ihr Leben fürchteten, weil sie für die Opposition stimmten, sei Demokratie eine Farce, sagte Steinmeier in Berlin. Zugleich appellierte er an die Regierung unter Präsident Robert Mugabe, von Gewalt und Einschüchterungen als Mittel der Politik abzulassen. Oppositionschef Morgan Tsvangirai von der 'Bewegung für Demokratischen Wandel' hatte am Sonntag erklärt, er werde seine Kandidatur zurückziehen. Die massive Gewalt gegen seine Anhänger mache eine freie und faire Wahl unmöglich. In der Stichwahl sollte Tsvangirai gegen Amtsinhaber Mugabe antreten.

LAGOS: Die größte Rebellengruppe Nigerias hat einen einseitigen Waffenstillstand verkündet. Dieser werde am Dienstag um Mitternacht in Kraft treten, erklärte die Gruppe namens 'Bewegung für die Emanzipation des Niger-Deltas'. Mit der Waffenruhe werde der Rat von Stammesältesten befolgt, die zu neuen Friedensbemühungen aufgerufen hätten. Die Rebellen haben sich zu zahlreichen Übergriffen auf Erdölanlagen im Niger-Delta sowie zur Entführung von Mitarbeitern der Öl-Konzerne bekannt. Die Gruppe verlangt eine gerechtere Beteiligung der Einheimischen an den Einnahmen aus der Ölförderung.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht eine neue Dynamik im Nahen Osten. Einen Tag vor der Nahost-Konferenz in Berlin sagte er dem deutschen Fernsehen, Israel und Syrien würden wieder miteinander sprechen; im Gazastreifen gebe es eine Waffenruhe und der Libanon kehre langsam zur Stabilität zurück. Israelis und Palästinensern müsse jetzt verdeutlicht werden, dass nicht erst der Frieden selbst, sondern der lange Weg dahin sich lohne. Sicherheit in Palästina bedeute auch Sicherheit für Israel. Bei der internationalen Konferenz am Dienstag soll es hauptsächlich um praktische Schritte zum Aufbau von Polizei und Justiz in den palästinensischen Autonomiegebieten gehen. Unter den Teilnehmern aus 41 Staaten sind auch 23 Außenminister.

BEIRUT: Im Norden Libanons ist es in der Nacht erneut zu Kämpfen zwischen Anhängern verschiedener religiöser Gruppen gekommen. In der Stadt Tripoli hätten die Kämpfer Maschinengewehre und Granaten eingesetzt, als das Militär die Schießereien einzudämmen versuchte, teilte ein Sicherheitsbeamter mit. Die Auseinandersetzungen zwischen sunnitischen Anhängern der pro-westlichen Regierung und Unterstützern der pro-iranischen Opposition waren bereits am Sonntag wieder aufgeflammt. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet und mehr als 30 verletzt. Bereits Anfang Mai hatte es in der Region und in anderen Teilen des Libanons Gefechte gegeben, woraufhin die Armee aufmarschiert war.

LA PAZ: Bei einer Volksabstimmung über weitgehende Autonomie in der bolivianischen Region Tarija haben die Gegner von Präsident Evo Morales offenbar einen klaren Sieg errungen. Laut Nachwahlbefragungen hätten 80,3 Prozent für das Autonomie-Statut gestimmt, hieß es in Fernsehberichten. Die Regierung bezeichnete das Referendum in der erdgasreichen Region als "illegal". Es ist bereits die vierte Region, die sich in einem Volksentscheid für mehr Unabhängigleit ausspricht. Die Referenden waren eine Reaktion auf einen gescheiterten Verfassungsentwurf von Präsident Morales, der den Ureinwohnern mehr Autonomie zugestehen und dem Präsidenten mehr Vollmachten geben sollte.

ZUM FUSSBALL: Spanien hat als letztes Team das Halbfinale der Europameisterschaft erreicht. Nach torlosen 120 Minuten siegten die Spanier in Wien gegen Weltmeister Italien mit 4:2 im Elfmeterschießen. In der Runde der letzten Vier treten sie am Donnerstag gegen Russland an. Einen Tag vorher spielen Deutschland und die Türkei um den Einzug in das Finale.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter; im Norden und Nordwesten mehr Wolken und einzelne Schauer. Tageswerte zwischen 21 und 31 Grad.

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