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Nachrichten

Montag, 23. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg will an diesem Montag Experten von Union und FDP mehrere Vorschläge für einen umfassenden Umbau der Bundeswehr vorlegen. Dem Vernehmen nach favorisiert der CSU-Minister ein Armee-Modell, das eine Kombination aus Berufs- und Zeitsoldaten sowie einigen tausend freiwilligen Wehrpflichtigen vorsieht. Dies würde auf eine Aussetzung der Wehrpflicht und eine Verkleinerung der Truppe von derzeit gut 250.000 auf rund 170.000 Soldaten hinauslaufen. Guttenberg bekräftigte bereits, dass er eine Reform der Bundeswehr trotz Widerständen in den eigenen Reihen noch in diesem Jahr durchsetzen wolle.

BERLIN: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag -DIHK- rechnet nach seiner neuesten Konjunkturprognose in diesem Jahr mit durchschnittlich etwa 3,2 Millionen Arbeitslosen. Das wäre mehr als eine Viertelmillion weniger als im vergangenen Jahr und zugleich einer der niedrigsten Stände seit fast 20 Jahren. Grund sei das starke Wirtschaftswachstum, zitiert die "Berliner Zeitung" aus der DIHK-Konjunkturprognose. Das Plus an Arbeitsplätzen werde maßgeblich in mittelständischen Unternehmen entstehen. Vor allem Dienstleister würden zusätzlich Personal einstellen wollen.

BERLIN: Die SPD-Spitze will an diesem Montag eine Kursänderung bei der Rente mit 67 beschließen. Die Sozialdemokraten wollen, dass die Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre um mindestens drei Jahre auf 2015 verschoben wird. Nur wenn bis dahin der Anteil der 60- bis 64-jährigen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei mindestens 50 Prozent liegt, will die SPD das Rentenalter heraufgesetzt sehen. Ändern wird der Positionswechsel der SPD angesichts fehlender Mehrheiten im Parlament nichts. Die SPD hatte noch in der großen Koalition gemeinsam mit der Union den schrittweisen Einstieg in die Rente mit 67 auf das Jahr 2012 festgelegt. Daran will die jetzige Bundesregierung aus Union und FDP festhalten.

ISLAMABAD: Drei Wochen nach Beginn einer der schwersten Flutkatastrophen seit Jahrzehnten hat Pakistan nach eigenen Angaben mittlerweile Spenden und Hilfszusagen in Höhe von rund 800 Millionen Euro erhalten. Die internationale Solidarität mit seinem Land sei ermutigend, sagte Außenminister Qureshi in Islamabad. Allein die USA haben 150 Millionen Dollar zugesagt. Deutschland hat an die 60 Millionen Euro für die Flutopfer auf den Weg gebracht. Der Internationale Währungsfonds kündigte für diese Woche Verhandlungen mit der pakistanischen Regierung über Finanzhilfen zum Wiederaufbau nach der Katastrophe an. Im Süden des Landes wurden unterdessen weitere 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

SANTIAGO: Mehr als zwei Wochen nach dem Einsturz einer Gold- und Kupfermine in Chile ist es Rettungsmannschaften gelungen, Kontakt zu 33 verschütteten Bergleuten aufzunehmen. Präsident Piñera zeigte vor Fernsehkameras als Beweis einen Zettel der Männer, der mit Hilfe einer Sonde aus der Unglücksmine geholt worden war. Bis zu einer endgültigen Bergung werde es allerdings noch Wochen womöglich Monate dauern, sagte er.

MANILA: In der philippinischen Hauptstadt hat ein ehemaliger Polizist einen Bus in seine Gewalt gebracht und die Fahrgäste als Geiseln genommen. Nach Polizeiangaben befinden sich hauptsächlich Touristen aus Hongkong in dem Fahrzeug. Bei dem mit einem Schnellfeuergewehr bewaffneten Kidnapper soll es sich um einen wegen Raubs, Erpressung und Drogendelikten entlassenen Polizisten handeln. Er verlangt seine Wiedereinstellung.

KHARTUM: Der Sudan will nach Berichten seiner staatlichen Medien ein erstes Atomkraftwerk bauen, um den wachsenden Energiebedarf im Land zu decken. Die Anlage solle im Jahr 2020 errichtet werden, meldete die Nachrichtenagentur Suna. Wie es weiter hieß, werde bereits in Kürze eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde das Land besuchen, um über das Vorhaben zu sprechen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her verbreitet weitere, teils gewittrige Schauer. Im Norden auch länger anhaltender Regen. Höchstwerte zwischen 18 Grad im Norden und 29 Grad im Chiemgau.

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