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Nachrichten

Montag, 23. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

LUXEMBURG: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat das Ausscheiden des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen in der ersten Runde der Präsidentenwahl in Frankreich begrüßt. Es sei beruhigend, dass Le Pen so weit abgeschlagen worden sei, sagte Steinmeier vor einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg. Der Rechtsnationalist werde jetzt nur noch geringen Einfluss auf das Ergebnis der Stichwahl haben. Den ersten Wahlgang hatte der Konservative Nicolas Sarkozy mit rund 31 Prozent vor der Sozialistin Ségolène Royal, die auf knapp 26 Prozent kam, für sich entschieden. Le Pen schied mit 10,5 Prozent genauso aus dem Rennen, wie der Liberale Francois Bayrou mit fast 19 Prozent. Die Stichwahl findet am 6. Mai statt.

LUXEMBURG: Im Atomstreit mit dem Iran hat die Europäische Union ihre Sanktionen verschärft. Die Außenminister beschlossen in Luxemburg, abermals über die Beschlüsse des Weltsicherheitsrates hinaus zu gehen, um die Regierung in Teheran zum Stopp der Uran-Anreicherung zu bewegen. Ein solcher Stopp ist für die EU die Bedingung für formelle Verhandlungen mit dem Iran. Die Sanktionen richten sich gegen Mitarbeiter des Atomprogramms. Zugleich bemüht sich die EU, den Gesprächsfaden mit der iranischen Führung wieder aufzunehmen. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte, er hoffe, bei einem Treffen mit dem iranischen Chefunterhändler Ali Laridschani am Mittwoch in Ankara auf ein Signal der Verhandlungsbereitschaft.

KAIRO: Der irakische Regierungschef Nuri Al-Maliki hat sich bei den USA dafür eingesetzt, den Bau einer Mauer zum Schutz eines sunnitischen Wohnviertels in Bagdad einzustellen. Al-Maliki sagte nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, in Kairo, er habe die Amerikaner darum gebeten, Alternativen zu finden. Die US-Armee hatte vorige Woche erklärt, dass sie mit dem Mauerbau das Viertel Adhamija vor Angriffen der schiitischen Mehrheit schützen wolle. Al-Maliki sagte unter Anspielung auf die Berliner Mauer, trotz der beabsichtigten Schutzfunktion wecke das Bauwerk in Bagdad Erinnerungen an andere Wälle, die man ablehne.

BAGDAD: Drei Selbstmordattentäter haben in verschiedenen Gegenden des Iraks am Montag mindestens 27 Menschen getötet und fast 60 verletzt. Einer der Anschläge ereignete sich nördlich von Mossul im Nordirak. Dort sprengte der Täter sein Auto vor einem Büro der Demokratischen Partei Kurdistans in die Luft und riss mindestens zehn Menschen mit in den Tod. Ebenfalls mindestens zehn Todesopfer gab es bei einem ähnlichen Anschlag gegen eine Polizeiwache in Bakuba nordöstlich von Bagdad. Ein dritter Selbstmordanschlag wird aus Bagdad gemeldet.

MOSKAU: Russland lehnt die von den USA geplante Raketenabwehr in Osteuropa weiterhin entschieden ab. Das machte der russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen Robert Gates in Moskau deutlich. Die Pläne für den Abwehrschild seien ein "ernsthaft destabilisierender Faktor", sagte Serdjukow. Gates will bei seinen Gesprächen in Moskau den Kreml von dem US-Plan überzeugen. Vorgesehen ist auch ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Die USA wollen in Polen zehn Abfangraketen stationieren und in Tschechien ein Radarsystem einrichten. Damit sollen mögliche Raketenangriffe des Iran abgewehrt werden können.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble lässt die Vorwürfe gegen den Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt im Zusammenhang mit der Ermordung des früheren Generalbundesanwaltes Siegfried Buback durch die RAF überprüfen. Das teilte ein Ministeriumssprecher in Berlin mit. Das Magazin 'Der Spiegel' hatte berichtet, die beiden Behörden hätten jahrelang Informationen aus Kreisen der RAF auf die Attentäter zurückgehalten. Danach sei der Mord anders abgelaufen, als von den Gerichten festgestellt. Auch die Bundesanwaltschaft wird sich nach Angaben des Justizministeriums mit den Vorgängen befassen. Die Ergebnisse würden zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Am Mittwoch sind die Vorwürfe Thema der Sitzung des Parlamentarischen Gremiums zur Kontrolle der Geheimdienste.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die deutsche Debatte zum Klimaschutz kritisiert. Die Diskussion in Deutschland werde mitunter nur über einzelne Aspekte geführt, sagte sie dem 'Münchner Merkur'. Aufgabe der Bundesregierung sei es, deutlich zu machen, dass auf breiter Front gehandelt werden müsse, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen. Mit Blick auf den EU-USA-Gipel am 30. April dämpfte die Kanzlerin die Erwartungen auf Zugeständnisse der USA. Sie erwarte nicht, dass die USA die Klimaschutzziele der Europäer übernähmen. In einzelnen Punkten seien die USA jedoch Vorreiter, beispielsweise beim Einsatz von Biokraftstoffen.

LEIPZIG: Auf einem ehemaligen Militärflughafen bei Leipzig sind die ersten Module für das weltweit größte Solar-Kraftwerk montiert worden. Bis zum Jahr 2009 solle die 220 Hektar große Anlage fertig gestellt sein und dann 40 Megawatt Strom liefern, teilte die Firma Juwi Solar GmbH mit. Die angepeilte Strommenge von 40 Millionen Kilowattstunden entspreche dem Jahresverbrauch von 10.000 Haushalten. Mit dem Kraftwerk würden rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart. Die Größe der Anlage entspricht ungefähr 200 Fußballfeldern.

MAINZ: Der Gründungsintendat des Zweiten Deutschen Fernsehens, Karl Holzamer, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Das teilte der Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck in Mainz mit. Beck würdigte den Verstorbenen als einen der bedeutendsten Medienmacher der deutschen Nachkriegsgeschichte. Holzamer habe die öffentlich-rechtliche Sendelandschaft nachhaltig geprägt und den Ausbau des ZDF zur größten Fernsehanstalt Europas vorangetrieben. Er leitete den Sender von 1962 bis 1977.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne, im Norden, Westen und Südwesten auch einzelne Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 20 bis 28 Grad.

Am Mittag meldeten bei meist nur geringer Bewölkung::

Hamburg: 18°; Berlin und Frankfurt am Main: 20°; Dresden und Köln/Bonn: 21°, sowie München: 22°.

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