1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 22. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Nach tagelangem Zögern greift Irland als erstes Euro-Mitglied auf Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds zurück. Die Regierung in Dublin habe einen Milliarden-Notfallkredit beantragt, teilten die EU-Finanzminister mit. Damit solle nicht nur Irland vor der Pleite gerettet werden, es gehe vielmehr um die finanzielle Stabilität der gesamten EU und der Euro-Zone im Besonderen, heißt es in der Mitteilung der Finanzminister. Nach Auskunft von EU-Vertretern könnte das Hilfspaket eine Größenordnung von bis zu 90 Milliarden Euro annehmen. Irland hat sich mit Rettungsmaßnahmen für seine maroden Banken in eine Rekordverschuldung von 32 Prozent gestürzt. Wie von den Kreditgebern gefordert, kündigte die irische Regierung ein umfassendes Sparpaket an.

PORT-AU-PRINCE: Die Zahl der Cholera-Opfer in Haiti ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Port-au-Prince sind bereits mehr als 1.250 Menschen an der Seuche gestorben, etwa 21.000 haben sich infiziert. Wegen der Cholera und den teils blutigen Protesten gegen die UN-Soldaten im Lande haben mehrere Politiker in dem Karibikstaat die Verschiebung der für kommenden Sonntag geplanten Präsidentenwahl gefordert. - UN-Blauhelmsoldaten wird unterstellt, die Seuche aus Nepal eingeschleppt zu haben.

MEXIKO-STADT: Die großen Städte dieser Welt wollen gemeinsam gegen den Klimawandel vorgehen. Einen entsprechenden Zehn-Punkte-Plan unterzeichneten die Bürgermeister von 135 Städten und Ballungszentren zum Abschluss ihrer Konferenz in Mexiko-Stadt. Der Plan zur Verringerung der umweltschädlichen Treibhausgase soll dem Ende November beginnenden Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún vorgelegt werden. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderen die Städte Paris, Stuttgart, Istanbul, Los Angeles, Montréal, Seoul und Dakar.

HAMBURG: Vor dem Landgericht Hamburg hat der Prozess gegen zehn mutmaßliche somalische Piraten begonnen. Die Anklage wirft den Männern erpresserischen Menschenraub und Angriff auf den Seeverkehr vor. Sie sollen im April diesen Jahres das unter deutscher Flagge fahrende Containerschiff "MV Taipan" vor dem Horn von Afrika gekapert haben. Sie wurden von niederländischen Marinesoldaten überwältigt.

PEKING: Einen Tag nach einem Wassereinbruch in einem Kohlebergwerk in der chinesischen Provinz Sichuan sind alle 29 eingeschlossenen Bergleute lebend geborgen worden. Rettungstrupps war es zuvor gelungen, das Wasser aus dem Schacht zu pumpen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. - Die Suche nach den ebenfalls 29 seit Freitag in einem Kohlebergwerk in Neuseeland Verschütteten gestaltet sich weiterhin schwierig. Derzeit wird mit Hochdruck an der Erstellung eines schmalen Bohrlochs gearbeitet. Durch den Schacht soll ein ferngesteuerter Roboter in den Unglückstollen hinabgelassen werden, um Aufnahmen zu machen. Bislang konnte kein Kontakt zu den Vermissten hergestellt werden.

KABUL: Bei einem Anschlag in der afghanischen Provinz Kundus sind drei deutsche Soldaten verletzt worden. Nach Angaben der Polizei explodierte ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz, als ein Konvoi der Bundeswehr vorbeifuhr. Zur Schwere der Verletzungen machten die Behörden keine Angaben. Eines der Fahrzeuge sei bei dem Angriff zerstört worden, hieß es. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.

TOKIO: Die in einem Umfragetief steckende japanische Regierung von Ministerpräsident Kan muss einen weiteren Schlag verkraften. Wegen umstrittener Äußerungen über sein Amt reichte Justizminister Yanagida seinen Rücktritt ein. Er hatte erklärt, als Justizminister brauche er im Parlament nur zwei Phrasen parat zu haben. Sie lauteten, er äußere sich nicht zu Einzelfällen und er handele angemessen auf der Grundlage von Recht und Beweisen. Die Opposition hatte daraufhin gedroht, die Beratungen für einen Nachtragshaushalt zur Ankurbelung der stagnierenden Wirtschaft zu boykottieren, sollte Yanagida nicht zurücktreten. Die Einstellung des Ministers sei höchst undemokratisch, kritisierte die Opposition.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig, im Süden und Osten vielerorts mit Regen. Im Norden bleibt es meist trocken. Höchstwerte zwischen zwei und neun Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema