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Nachrichten

Montag, 22. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Nach langem politischen Ringen und fast zwölfstündiger, ungewöhnlich emotionaler Debatte hat das US-Repräsentantenhaus die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama knapp gebilligt. 32 Millionen bisher unversicherte Amerikaner erhalten eine Krankenversicherung. Das entspricht etwa 95 Prozent der US-Bevölkerung - statt bisher 85 Prozent. Damit konnte der Präsident sein wichtigstes innenpolitisches Vorhaben durchsetzen.Obama sprach von einem "Sieg für das amerikanische Volk". Allerdings würden nicht alle Probleme im US-Gesundheitswesen beseitigt. Um die umfassendste Sozialreform seit Jahrzehnten durchzusetzen, musste Obama einer Gruppe kritischer Abgeordneter zusagen, Abtreibungen keinesfalls mit Bundesmitteln zu finanzieren. Für den Entwurf und ein vereinbartes Änderungspaket stimmten schließlich 219 Abgeordnete, nur drei mehr als nötig. 34 Demokraten votierten zusammen mit den oppositionellen Republikanern mit "Nein".

PARIS: Nach der schweren Niederlage des konservativen Lagers bei den Regionalwahlen in Frankreich hat Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit Regierungschef François Fillon über Konsequenzen beraten. In der französischen Presse wurde vermutet, Sarkozy könnte einige Staatssekretäre austauschen, die er im Zuge seiner umstrittenen "Öffnungspolitik" gegenüber den Linken in die Regierung geholt hatte. Sozialisten, Grüne und andere Linksparteien kamen nach vorläufigen Ergebnissen bei der zweiten Runde der Regionalwahl am Sonntag landesweit auf knapp 53 Prozent der Stimmen. In allen Festlandsregionen außer dem Elsass wurde das Linksbündnis stärkste Kraft. Die Konservativen kamen nur auf 35,4 Prozent. Stark schnitt wieder die rechtsextreme Partei Front National mit 9,2 Prozent ab.

BERLIN: Die Bundesregierung will Banken für die Bewältigung der Finanzkrise stärker zur Verantwortung ziehen. Bei einem Treffen im Kanzleramt einigten sich die Spitzen der schwarz-gelben Koalition weitestgehend auf eine Bankenabgabe. Details wurden zunächst nicht bekannt. Aus Teilnehmerkreisen hieß es, man werde einen Unterschied machen zwischen - so wörtlich - "Zockerinstituten" und seriösen Unternehmen wie zum Beispiel Sparkassen. - Das Treffen war belastet von einer Rekordverschuldung im Bund, sinkenden Umfragewerten und der Kritik des Bundespräsidenten. Die Koalition suchte nach einem Ausweg aus ihrer verfahrenen Lage. Offiziell ging es um die Finanzkrise in Griechenland und die Regulierung des Finanzmarktes.

KÖLN: In den kommunalen Krankenhäusern in ganz Deutschland muss an diesem Montag mit Warnstreiks gerechnet werden. Die Ärzte-Vereinigung "Marburger Bund" hat dazu aufgerufen. Sie will eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für die Mediziner durchsetzen. In Köln ist eine zentrale Protestkundgebung der Ärzte geplant. Dort gehen die Tarifverhandlungen am Abend in die vierte Runde. Der Marburger Bund fordert für die Krankenhausärzte eine Gehaltserhöhung um fünf Prozent und eine höhere Vergütung von Bereitschaftsdiensten.

BAYREUTH: Der langjährige Leiter der Bayreuther Festspiele, Wolfgang Wagner, ist tot. Er starb im Alter von 90 Jahren. Der Enkel des Komponisten Richard Wagner leitete seit 1951 zusammen mit seinem Bruder Wieland die Festspiele und wurde nach dem Tod des Bruders 1966 alleiniger Leiter. 2008 trat er nach längeren Auseinandersetzungen über seine Nachfolge zurück. Seitdem werden die Festspiele von seinen Töchtern Katharina und Eva geleitet.

PEKING: Der seit dem Wochenende im Norden Chinas wütende Sandsturm hat die Schadstoff-Belastung der Luft in der chinesischen Hauptstadt auf ein neues Rekordniveau getrieben. Das chinesische Wetteramt teilte mit, die Lage habe sich verschlimmert, weil aus mehreren Wüstengebieten - etwa in Xinjiang - stetig weiterer Sand nach Peking und in andere Gebiete im Norden des Landes geweht werde. - Die Sandstürme sind direkte Folge der mittlerweile auf ein Drittel Chinas ausgedehnten Wüsten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge heitere Abschnitte und meist trocken. Im Süden bewölkt und örtlich noch etwas Regen. Die Temperaturen steigen bis auf 16 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und Dresden: 6 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 6 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 8 Grad, dunstig;

Frankfurt am Main: 10 Grad, kurzer Schauer und

München: 9 Grad, leicht bewölkt.

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