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Nachrichten

Montag, 22. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BELGRAD: Die Parlamentswahl in Serbien haben die Ultra-Nationalisten gewonnen. Sie kommen aber mit 81 von 126 notwendigen Sitzen nicht auf eine eigenständige Mehrheit. Dagegen stellt das demokratische Lager aus fünf Parteien, darunter die beiden größten Parteien von Präsident Boris Tadic und Regierungschef Vojislav Kostunica, 146 von 250 Sitzen. Die Regierungsbildung dürfte sich jedoch schwierig gestalten, da beide seit langem zerstritten sind und jeder von ihnen das Amt des Regierungschefs für sich beansprucht.

BRÜSSEL: Die EU-Außenminister der 27 Mitgliedstaaten sind zu einem eintägigen Treffen in Brüssel zusammengekommen. Ein aktuelles Thema ist der Wahlausgang in Serbien und dessen Auswirkungen auf die derzeit gespannten Beziehungen der EU zu dem Land. Die Verhandlungen über eine engere Anbindung Serbiens an die EU waren im Mai ausgesetzt worden, da die beiden wichtigsten angeklagten serbischen Kriegsverbrecher weiter nicht an das UN-Tribunal in Den Haag ausgeliefert worden sind.

SOTSCHI: Nach dem Ärger in der Europäischen Union über den Ausfall von Öllieferungen zu Jahresbeginn will Russland künftig für mehr Verlässlichkeit im Energiegeschäft sorgen. Das versprach Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sotschi am Schwarzen Meer. Beide Politiker befürworteten baldige Verhandlungen über ein Partnerschaftsabkommen zwischen Russland und der EU. Dieses wird zurzeit noch von Polen blockiert. Differenzen wurden beim Thema Kosovo sichtbar. Eine Lösung für die südserbische Provinz müsse für Serbien ebenso wie für das Kosovo annehmbar sein, sagte Putin.

SEOUL: Im Atomstreit mit Nordkorea bahnt sich offenbar eine Lösung an. Eine südkoreanische Zeitung berichtet, die Vertreter der USA und Nordkoreas, Christopher Hill und Kim Kye-gwan, hätten bei ihren Treffen in Berlin vergangene Woche über eine konkrete Lösung gesprochen. Danach bietet Nordkorea an, sein Atomprogramm einzufrieren und internationale Kontrollen seiner Atomanlage Yongbyon zuzulassen. Im Gegenzug sollten die USA dem verarmten kommunistischen Land Wirtschafts- und Energiehilfe leisten sowie eine Aufhebung der Finanzsanktionen anstreben. Nach Hill traf jetzt Kim in Peking ein. China fungiert in dem Konflikt als Vermittler.

NEU DELHI: Nach den gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Hindus und Moslems in der indischen Technologie-Metropole Bangalore patrouillieren die Sicherheitskräfte verstärkt in den Straßen. Die Schulen bleiben geschlossen. Am Sonntag hatten Hindu-Nationalisten Geschäfte in Moslem-Besitz angegriffen und geplündert. Ein Mensch wurde getötet, zahlreiche weitere verletzt. Die Polizei nahm 150 Randalierer fest. Auslöser der Ausschreitungen war ein Protestmarsch der Moslem-Minderheit am Freitag gegen die Hinrichtung Saddam Husseins. Danach waren Geschäfte in Hindu-Besitz geplündert worden.

MÜNCHEN: Der CSU-Vorstand berät heute nochmals über den Machtkampf in Bayern. Insbesondere geht es um den Parteivorsitz, den Regierungschef Edmund Stoiber ebenso wie das Ministerpräsidentenamt zum 30. September abgeben will. Beide Bewerber für den CSU-Vorsitz, Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber hatten sich am Wochenende über die Medien scharfe Wortgefechte geliefert. Seehofer ist nach wie vor zur Kampfkandidatur bereit. Er hielt Huber einen schlechten Stil und unfaires Verhalten vor, was dieser zurückwies. Unter den Parteimitgliedern mehren sich inzwischen die Stimmen, die dazu aufrufen, die Nachfolge Stoibers in beiden Ämtern möglichst rasch und nicht erst im September zu regeln.

BERLIN: Bei den Sozialdemokraten gibt es Überlegungen, das Gesundheitssystem stärker über Steuern zu finanzieren. Vize-Fraktionschefin Elke Ferner regte an, schon im nächsten Jahr den Steuerzuschuss zu erhöhen. Dann hätten die Krankenkassen einen größeren Spielraum, die Beiträge zu senken. Die SPD-Politikerin schlug vor, die Einkommensteuer um ein oder zwei Prozentpunkte anzuheben. Eine weitere Möglichkeit sei, eine neue Sozialsteuer einzuführen, wie es sie in Frankreich gebe.

PARIS/MÜNCHEN: Die Europäische Kommission will nach Presseberichten die Autoindustrie zwingen, deutlich mehr für den Klimaschutz zu tun. Die Hersteller müssten den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer in Europa verkauften Neuwagen bis 2012 um ein Viertel auf 120 Gramm je Kilometer senken, berichtet die 'Süddeutsche Zeitung'. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas wolle sparsamere Motoren und andere technische Neuerungen vorschreiben.

LONDON: Aus einem im Orkan 'Kyrill' havarierten britischen Containerschiff sind 200 Tonnen Öl in den Ärmelkanal ausgetreten. Wie das britische Verkehrsministerium mitteilte, hatte der Frachter 'Napoli' insgesamt 3.000 Tonnen Diesel und Öl geladen. Man gehe jedoch davon aus, dass keine größeren Tanks aufbrechen, hieß es. Das Schiff hatte zuvor bereits 200 Container verloren. Zwei davon enthielten nach Angaben der britischen Küstenwacht Gefahrengut.

PARIS: Der französische Armenpriester Abbé Pierre ist tot. Er starb 94-jährig in einem Pariser Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung. Abbé Pierre hatte sich sein ganzes Leben lang für sozial Ausgegrenzte eingesetzt. 1949 gründete er in Paris das laizistische Hilfswerk 'Emmaus', das sich zunächst vorrangig um Obdachlose kümmerte. Das Hilfswerk ist inzwischen in mehr als 30 Ländern weltweit vertreten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dicht bewölkt. Von Norden her Regen, später auch Graupel oder Schnee. Höchstwerte ein bis sechs Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und Berlin: 4 Grad, bewölkt; ;
Dresden und Köln/Bonn: 3 Grad, locker bewölkt; ;
Frankfurt am Main: 3 Grad, bedeckt und
München: 4 Grad, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 22.01.2007
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  • Datum 22.01.2007
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