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Nachrichten

Montag, 22. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: In Großbritannien will Premierminister Gordon Brown mit milliardenschweren Investitionen in die Infrastruktur zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen. In den kommenden zwei Jahren würden umgerechnet elf Milliarden Euro in Bereiche wie Bildung und Verkehr gesteckt, sagte Brown der Zeitung 'Daily Mirror'. In Großbritannien waren im November 1,07 Millionen Menschen arbeitslos und damit so viele wie seit 17 Jahren nicht mehr. - Die Regierung hatte Ende November bereits ein Konjunkturpaket in Höhe von 24 Milliarden Euro angekündigt. Auch wurde die Mehrwertsteuer für den Zeitraum bis Anfang 2010 abgesenkt.

TOKIO: Japans Exporte sind wegen der lahmenden Weltwirtschaft dramatisch eingebrochen. Die Ausfuhren gingen im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 27 Prozent auf umgerechnet 42,3 Milliarden Euro zurück, wie das Finanzministerium in Tokio mitteilte. Es ist der massivste Einbruch seit 28 Jahren. - Japan mit der zweitgrößten Wirtschaft der Welt ist in diesem Jahr erstmals seit 2001 wieder in eine Rezession abgerutscht.

TOKIO: Der weltgrößte Autokonzern Toyota erwartet erstmals in seiner Geschichte einen operativen Verlust. Wie in Tokio mitgeteilt wurde, geht Toyota im laufenden Geschäftsjahr von einem Fehlbetrag von 150 Milliarden Yen aus. Das sind umgerechnet 1,2 Milliarden Euro. Grund seien der ungebrochene weltweite Absatzeinbruch und die Stärke des Yen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Rekordgewinn von knapp 2,3 Billionen Yen erwirtschaftet.

DUBLIN: Die irische Regierung hilft drei angeschlagenen Banken mit insgesamt 5,5 Milliarden Euro. Wie das Finanzministerium in Dublin mitteilte, wird die Anglo Irish Bank mit 1,5 Milliarden Euro unterstützt. Im Gegenzug erhalte der Staat 75 Prozent der Stimmrechte. Die Bank of Ireland und die Allied Irish Banks sollen je zwei Milliarden Euro bekommen. Der irische Staat wird dafür mit 25 Prozent an den kriselnden Finanzinstituten beteiligt.

ISLAMABAD: Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens acht Menschen getötet worden. Nach Angaben von Geheimdienstvertretern schlugen im Abstand von nur wenigen Minuten Raketen in zwei Dörfern in der Provinz Süd-Waziristan an der afghanischen Grenze ein. Ob unter den Toten Taliban- oder El-Kaida-Führer sind, ist noch unklar. - Die US-Streitkräfte und der Geheimdienst CIA haben in den vergangenen Monaten in der pakistanischen Grenzregion wiederholt Ziele mutmaßlicher Aufständischer bombardiert und dabei auch Zivilisten getötet. Die quasi autonomen Stammesgebiete gelten als Rückzugsraum vor allem für Taliban-Kämpfer.

DSCHIBUTI: Verteidigungsminister Franz Josef Jung wird zu einem zweitägigen Besuch am Golf von Aden erwartet, wo sich deutsche Soldaten am Kampf gegen die Piraterie beteiligen. Am Abend will er mit der Besatzung der im Hafen von Dschibuti liegenden Fregatte 'Karlsruhe' sprechen, die seit Freitag per Bundestagsbeschluss dem europäischen Marineverband in der Region unterstellt ist. Ziele der EU-Mission sind, die Handelswege zu sichern und Hilfslieferungen an das durch den Bürgerkrieg zerstörte Somalia vor Piratenüberfällen zu schützen. Der Verteidungsminister will auch politische Gespräche in Dschibuti führen.

PRETORIA/ HARARE: Die US-Regierung hält das Konzept der Machtteilung mit Präsident Robert Mugabe im krisengeschüttelten Simbabwe für gescheitert. Solange Mugabe an der Macht sei, werde Washington die gegen Simbabwe verhängten Strafmaßnahmen nicht aufheben, sagte die US-Afrikabeauftragte Jendayi Frazer in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Mugabe habe den Kontakt zur Realität verloren und treibe das Land immer tiefer in den Ruin. – Der Staatschef Simbabwes hatte sich Mitte September mit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt, in der Tsvangirai den Posten des Regierungschefs übernehmen sollte. Beide Seiten streiten aber weiter über die Verteilung der Ministerposten.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier setzt sich nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' dafür ein, Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo in Deutschland aufzunehmen. Nach Auffassung des SPD-Politikers dürfe der Plan des künftigen US-Präsidenten Barack Obama, das umstrittene Gefängnis auf Kuba zu schließen, nicht am Problem der Aufnahme der Häftlinge in Drittstaaten scheitern, berichtet die FAZ auf ihrer Internetseite. - In Guantanamo haben die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ausländische Terrorverdächtige inhaftiert. Derzeit gibt es noch rund 250 Häftlinge.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hält ein neues Verfahren zum Verbot der rechtsextremen NPD nicht für chancenlos. Wenn der Partei Verbindungen zu gewalttätigen Neonazi-Gruppen nachgewiesen werden könnten, dann könne sich die Sache neu darstellen, sagte Schäuble im Ersten Deutschen Fernsehen. - 2003 war ein erstes NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert, weil sich das Belastungsmaterial in erheblichem Umfang auf Aussagen von V-Männern des Verfassungsschutzes stützte. - Nach dem Messerangriff eines mutmaßlichen Neonazis auf den Polizeichef von Passau, Alois Mannichl, mehren sich die Forderungen nach einem neuen NPD-Verbotsverfahren. Bayerns Regierungschef Horst Seehofer kündigte eine neue Initiative des Bundesrats zur Prüfung eines solchen Verfahrens an.

BERLIN: Die weltweit schlimmsten humanitären Krisen im zu Ende gehenden Jahr haben sich nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation 'Ärzte ohne Grenzen' in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia, im Irak und im Sudan ereignet. In einer in Berlin veröffentlichten Liste weist die Organisation zudem auf verheerende Krisen in der äthiopischen Somali-Region, in Pakistan, Birma und Simbabwe hin. - Der Präsident von 'Ärzte ohne Grenzen', Christophe Fournier, sagte, die Liste solle die Aufmerksamkeit auf Millionen Menschen lenken, die unter Konflikten und Kriegen litten und medizinisch unterversorgt seien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Süden weiter wolkenreich und zeitweise Regen. Nördlich der Mittelgebirge Auflockerungen. An den Küsten Aufheiterungen. Tagestemperaturen vier bis 12 Grad.


Am Morgen meldeten:

Hamburg: 9 Grad, wolkig;

Berlin: 9 Grad, Regen;

Dresden: 8 Grad, nach Regen;

Köln/Bonn: 9 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 8 Grad, nach Nieselregen und

München: 6 Grad, etwas Regen.


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