1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 21. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

BERLIN: Drei Tage nach dem Selbstmordanschlag auf Bundeswehrsoldaten im nordafghanischen Kundus ist eine breite Diskussion über den deutschen Einsatz entbrannt. Führende Vertreter der Regierungsparteien, darunter Verteidigungsminister Franz Josef Jung, sprachen sich für die im Oktober anstehende Verlängerung des Mandats aus. Ein Abzug komme nicht in Betracht, sagte Jung. Grünen-Chef Reinhard Bütikofer forderte, der Akzent des Einsatzes müsse wesentlich stärker auf den zivilen Aufbau gelegt werden. Die Linkspartei und einige SPD-Politiker plädierten für einen Rückzug aus Afghanistan. Vier der fünf verletzten Bundeswehrsoldaten wurden inzwischen nach Deutschland geflogen. Die drei toten Soldaten sollen am Mittwoch übergeführt werden.

KABUL: In der südafghanischen Provinz Helmand sind bei Gefechten nach offiziellen Angaben mindestens 25 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet worden. Unter den Toten sei auch ein regionaler Kommandeur der Rebellen, teilte das afghanische Verteidigungsministerium in Kabul mit. Zu den 14-stündigen Gefechten im umkämpften Distrikt Sangin sei es am Sonntag gekommen, nachdem eine gemeinsame Patrouille der US-geführten Koalitionstruppen und der afghanischen Armee angegriffen worden seien. Die Bodentruppen seien aus der Luft unterstützt worden.

BEIRUT: Im Norden des Libanon haben sich erneut islamistische Extremisten und libanesische Soldaten rund um ein palästinensisches Flüchtlingslager Gefechte geliefert. Nach Augenzeugenberichten sollen dabei mindestens acht Zivilisten ums Leben gekommen sein. Mehr als 20 Menschen seien verletzt worden. Bereits am Sonntag wurden dort bei Kämpfen mindestens 50 Menschen getötet und 90 weitere verletzt. In dem Lager mit rund 40.000 palästinensischen Flüchtlingen soll die Extremistengruppe Fatah al-Islam ihren Stützpunkt haben.

GAZA-STADT: Bei einem neuen israelischen Luftangriff sind im nördlichen Gazastreifen mindestens vier Palästinenser getötet worden. Sie gehörten der militanten Gruppe Islamischer Dschihad an. Eine israelische Armeesprecherin bestätigte den Angriff. Militante Palästinenser feuerten ihrerseits weitere Raketen in israelisches Grenzgebiet. Verletzte oder Sachschaden gab es dabei nicht. Israels Minister für Innere Sicherheit, Avi Dichter, hat damit gedroht, den im syrischen Exil lebenden politischen Chef der radikal-islamischen Hamas, Chaled Meschaal, gezielt zu töten. Es werde dafür die erstbeste Gelegenheit genutzt, kündigte er im Militärrundfunk an.

PEKING: In China ist Krebs einer amtlichen Studie zufolge zur häufigsten Todesursache in städtischen Gebieten geworden. Die stark zunehmenden Schadstoffe, der Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln und Zusätze in Nahrungsmitteln seien hierfür die Hauptursachen, berichtet die Zeitung 'China Daily' unter Berufung auf die Untersuchung. Viele chemische und industrielle Betriebe seien entlang der Flüsse gebaut und kippten ihre Abfälle ungereinigt ins Wasser. Auch der übermäßige Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden verschmutze das Grundwasser, heißt es in dem Bericht.

TAIPEH: Die neue taiwanische Regierung unter Führung von Ministerpräsident Chang Chun-hsiung ist vereidigt worden. Das Kabinett leistete im Büro von Präsident Chen Shui-bian den Amtseid. Präsident Chen hatte den neuen Regierungschef bereits aufgefordert, gegenüber dem Druck aus Peking standhaft zu bleiben. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als Teil ihres Territoriums und hat Gewalt zum Zwecke der Wiedervereinigung nie ausgeschlossen. Changs Vorgänger Su Tseng-chang war vor etwas mehr als einer Woche zurückgetreten.

HANOI: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem zweitägigen Besuch in Vietnam eingetroffen. Zum Auftakt kam er mit mit seinem vietnamesischen Kollegen Nguyen Minh Triet zusammen. Wichtigste Gesprächsthemen sind die Menschenrechte, der Klimaschutz und die Bildung. Deutschland ist innerhalb der EU der wichtigste Handelspartner Vietnams. Am Mittwoch reist Köhler nach China weiter.

BREMEN: Die SPD in Bremen will Koalitionsverhandlungen mit den Grünen aufnehmen. Damit steht die jetzige große Koalition aus SPD und CDU in dem Bundesland nach zwölf Jahren vor dem Aus. Der sozialdemokratische Regierungschef Jens Börnsen sagte, mit den Grünen gebe es größere Schnittstellen in der Sozialpolitik. Bei der Landtagswahl in Bremen hatten SPD und CDU Stimmen verloren, die Grünen konnten dagegen zulegen.

SOFIA: Bei der Wahl zum EU-Parlament in Bulgarien ist die rechte Oppositionspartei GERB als Siegerin hervorgegangen. Sie erhielt nach den offiziellen Ergebnissen knapp 22 Prozent der Stimmen. Auf die regierenden Sozialisten entfielen etwas über 21 Prozent. Die Gruppe MRF der ethnischen Türken, ein Koalitionspartner der Sozialisten, bekam rund 20 Prozent. Erstmals konnte die Bevölkerung Vertreter für das EU-Parlament wählen. Mehr als zwei Drittel der Wahlberechtigten nahmen jedoch nicht an der Abstimmung teil. Bulgarien ist seit Januar Mitglied der Europäischen Union.

LONDON: Das historische Segelschiff "Cutty Sark" ist bei einem Brand schwer beschädigt worden. Das Feuer brach in dem Trockendock aus, in dem der weltweit letzte erhaltene Teeklipper derzeit renoviert wird. Im 19. Jahrhundert war das Schiff für den Transport von chinesischem Tee nach Großbritannien eingesetzt worden. Seit den 50er Jahren ist es eine beliebte Touristenattraktion.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Örtlich Schauer oder Gewitter, im Süden und Osten viel Sonne. Höchstwerte 23 bis 32 Grad

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 23°, leicht bewölkt;
Berlin: 27°, leicht bewölkt;
Dresden, München und Frankfurt am Main: 25°, leicht bewölkt sowie
Köln/Bonn: 20°, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema