1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 21. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Russlands Präsident Medwedew hat den Energiekonzern Gazprom angewiesen, seine Gaslieferungen an Weißrussland zu drosseln. Am Wochenende hatten Verhandlungen beider Länder über offene Energierechnungen zu keiner Lösung geführt. Gazprom verlangt von Minsk rund 155 Millionen Euro. Konzernchef Miller sagte in Moskau, Weißrussland erkenne seine Gasschulden an, wolle diese aber mit Maschinen, Ausrüstung und anderen Waren begleichen. Der Kreml erwarte jedoch, dass Russlands Gasrechnungen in "harter Währung" beglichen würden. - Durch Weißrussland führt auch eine wichtige Transitleitung für russische Gaslieferungen an den Westen. Der autoritäre weißrussische Präsident Lukaschenko hatte damit gedroht, diese Pipeline anzuzapfen.

LONDON / WASHINGTON: Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat den BP-Konzern schon mehr als zwei Milliarden Dollar gekostet. Diese Summe werde noch steigen, erklärte das britische Unternehmen in London. Am Sonntag war bekannt geworden, dass aus dem defekten Bohrloch weit mehr Öl austritt als bislang angegeben. Im schlimmsten Fall müsse von bis zu 16 Millionen Litern pro Tag ausgegangen werden, heißt es in einem internen BP-Dokument, das ein US-Kongressabgeordneter in Washington veröffentlichte. Bislang war die maximal mögliche Ölmenge auf knapp 10 Millionen Liter geschätzt worden.

WARSCHAU: Die Polen müssen in einer Stichwahl am 4. Juli ihren neuen Präsidenten bestimmen. Nach der ersten Wahlrunde vom Sonntag liegt Parlamentspräsident Komorowski von der proeuropäischen Bürgerplattform knapp in Führung, hat die absolute Mehrheit aber verfehlt. Mit geringerem Abstand als erwartet folgt auf dem zweiten Platz der nationalkonservative Politiker Jaroslaw Kaczynski, der Zwillingsbruder des tödlich verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski.

BOGOTA: In Kolumbien hat sich der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister Santos in der Präsidenten-Stichwahl mit einem erdrutsch-artigen Sieg durchgesetzt. Fast 70 Prozent der Wähler gaben ihre Stimme dem Wunschkandidaten des bisherigen Staatschefs Uribe. Santos hat versprochen, die Politik Uribes nahtlos fortzusetzen. So will er weiter mit harter Hand gegen die linksextremen Farc-Rebellen vorgehen und die Wirtschaft fördern.

KABUL: Im Süden Afghanistans ist ein Hubschrauber der Internationalen Schutztruppe ISAF abgestürzt. Vier ausländische Soldaten, darunter drei Australier, kamen ums Leben. Nach Angaben der NATO-geführten ISAF ist die Absturzursache zwar noch unklar, es gebe jedoch keine Anzeichen für einen Abschuss.

JERUSALEM: Entwicklungsminister Niebel hat die weitere Lockerung der Gaza-Blockade begrüßt. Man müsse nun schauen, was auf der Negativliste genau stehen würde, aber es sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Niebel im ARD-Morgenmagazin. Am Sonntag hatte das Sicherheitskabinett um Ministerpräsident Netanjahu mitgeteilt, dass nur die Einfuhr von Waffen, Kampfmitteln und "problematischen Mehrzweckwaren" verboten bliebe. - Niebel war die Einreise in den Gazastreifen von der israelischen Regierung verweigert worden. Dies hatte zu massiver Kritik aus Deutschland geführt.

BERLIN: Die schwarz-gelbe Koalition will das geplante Sparpaket zur Sanierung des Staatshaushaltes in zwei Gesetze aufteilen, um nach einem Machtwechsel in Nordrhein-Westfalen den Einfluss des Bundesrates so weit möglich zu begrenzen. Es werde einen Teil geben, der keine Zustimmung des Bundesrates benötige, und einen kleineren Teil, der zustimmungspflichtig sei, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Fricke, der "Berliner Zeitung". Sollten SPD und Grüne wie angekündigt eine Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen bilden, verlieren Union und FDP die Mehrheit in der Länderkammer.

ZUR FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT: Mit einem 3:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste hat sich Brasilien als zweite Mannschaft nach den Niederlanden vorzeitig für das Achtelfinale der WM in Südafrika qualifiziert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - Richtung Nord- und Ostsee viel Sonne und nur wenige Wolken. Höchstwerte zwischen 14 Grad im Allgäu und 20 Grad an der Lausitz.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema