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Nachrichten

Montag, 21. Juli 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SINGAPUR: Das von einer Militärjunta regierte Birma hat die Charta der ASEAN-Staaten zu Demokratie und Menschenrechten ratifiziert. Das wurde während des Außenministertreffens der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten in Singapur bekannt. In der Charta verpflichten sich die ASEAN-Länder dazu, die Demokratie zu stärken, Rechtsstaatlichkeit zu fördern sowie Menschen- und Grundrechte zu achten. Deutliche Kritik übte die Staatengemeinschaft an der Entscheidung der Militärjunta, den Hausarrest von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zu verlängern.

GENF: Minister aus mehr als 30 Staaten sind in der Schweiz zusammengekommen, um die seit Jahren stockende Liberalisierung des Welthandels voranzubringen. Die Verhandlungen in Genf gelten als letzte Chance, die 2001 gestartete sogenannte Doha-Runde zu retten. Ziel ist es, Handelsschranken für Agrar- und Industriegüter zu beseitigen. Während die Industriestaaten verlangen, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Märkte öffnen, fordern diese vor allem den Abbau hoher Agrarsubventionen in den USA und der Europäischen Union. Die Chancen auf einen Durchbruch werden von Experten als gering bewertet.

KIEW: Zu Gesprächen unter anderem über die angestrebte Mitgliedschaft der Ukraine in NATO und EU ist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Kiew gereist. Sie trifft dort den ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Weitere Themen bei der Zusammenkunft sind Energiefragen und die innenpolitische Lage des Landes.

ANKARA: Nach ihrer Freilassung werden die Anfang Juli am Ararat in der Osttürkei von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK entführten drei deutschen Bergsteiger in ihrer Heimat zurückerwartet. Ein genauer Zeitpunkt ist noch nicht bekannt. Nach Angaben des türkischen Außenministeriums waren die 33, 48 und 65 Jahre alten Männer tags zuvor von den Geiselnehmern in der Nähe des Ararats auf freien Fuß gesetzt worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich erfreut über die Freilassung, wollte allerdings keinerlei Details über mögliche Lösegeldzahlungen oder die Erfüllung politischer Forderungen nennen. Die Geiselnehmer hatten von der Bundesregierung zunächst eine Kehrtwende in ihrer Kurdenpolitik gefordert.

BERLIN: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik haben Bundeswehr-Rekruten ihr Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude in Berlin abgelegt. 500 junge Soldaten gelobten in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Merkel und 3.000 weiteren Gästen, der Bundesrepublik zu dienen. Der frühere SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt warnte in einer Festrede zum 64. Jahrestag des Attentates auf Adolf Hitler vor den schlimmen Folgen obrigkeitsstaatlichen Denkens. 1.800 Polizisten sperrten das Gelände im Zentrum der Hauptstadt weiträumig ab. Begleitet wurde die Zeremonie von lautstarken Protesten einiger linker Gegendemonstranten. Es gab sieben Festnahmen, sonst keine nennenswerten Zwischenfälle.

ISLAMABAD: Im Westen Pakistans sind bei schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Aufständischen mindestens 38 Menschen getötet worden. Zudem habe es zahlreiche Verletzte gegeben, heißt es in Medienberichten. Die Kämpfe in der Provinz Baluchistan waren ausgebrochen, nachdem Rebellen dort eine Förderanlage für Erdgas angegriffen hatten. Die Aufständischen fordern mehr Autonomie und einen größeren Anteil an den Gewinnen aus der Öl- und Gasförderung.

BAGDAD: Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, ist im Rahmen seiner internationalen Wahlkampfreise zu einem Kurzbesuch im Irak eingetroffen. Dies bestätigte ein Sprecher der amerikanischen Botschaft in Bagdad. Für den Fall eines Wahlsieges im November hat Obama angekündigt, die im Irak stationierten US-Truppen schrittweise abzuziehen. Im Gegenzug will er zusätzliche Soldaten nach Afghanistan entsenden, wo sich die Sicherheitslage in jüngster Zeit deutlich verschlechtert hat. - In den nächsten Tagen wird Obama auch in Israel und Jordanien erwartet. Am Donnerstag steht ein Besuch in Berlin auf seinem Programm, wo er eine Rede an der Siegessäule halten wird.

BOGOTÁ: Mehr als eine Million Kolumbianer haben bei Demonstrationen zum Unabhängigkeitstag die Freilassung aller 3.000 Geiseln in ihrem Land gefordert. In rund tausend Städten und Dörfern riefen die Menschen bei Kundgebungen "Keine Entführungen mehr". Allein in der Hauptstadt Bogotá versammelten sich nach Behördenangaben 900.000 Menschen. In rund 40 Städten im Ausland fanden ähnliche Veranstaltungen statt, darunter in Paris, London, Miami und New York. In Paris eröffnete die kürzlich befreite Geisel Ingrid Betancourt ein "Konzert für die Freiheit" mit dem Popstar Juanes. Die Rebellengruppe FARC hat rund 700 Menschen in ihrer Gewalt, während Mafia- oder paramilitärische Gruppen mindestens 2.000 Geiseln festhalten.

SYDNEY: Zum Abschluss seiner Australienreise ist Papst Benedikt XVI. mit Männern und Frauen zusammengetroffen, die in jungen Jahren von katholischen Geistlichen sexuell missbraucht worden waren. Nach Angaben des Vatikans hörte er sich nach einem privaten Gottesdienst in der Kathedrale von Sydney die Erfahrungen der Opfer an und sprach ihnen sein Mitgefühl aus. Bereits am Wochenende hatte Benedikt während einer Messe den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester scharf verurteilt. Inzwischen trat er den Rückflug nach Rom an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

In der Nordhälfte regnerisch, örtlich mit Gewittern. Im Süden teils heiter teils wolkig und meist trocken. Die Höchsttemperaturen reichen von 14 bis 20 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 13 Grad, regnerisch;

Berlin: 14 Grad, wolkig:

Dresden: 13 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 13 Grad, wolkig

Frankfurt am Main: 13 Grad, leicht bewölkt und

München: 13 Grad, wolkig.

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