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Nachrichten

Montag, 20. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung sucht nach Strategien im Umgang mit dem umstrittenen Straßenbilderdienst Google Street View und ähnlichen Angeboten. Bei einem Treffen von Bundesinnenminister de Maizière (CDU) mit anderen Politikern, Branchenvertretern und Datenschützern sollen neue Regeln für solche Angebote im Internet erarbeitet werden. De Maizière erklärte im ZDF, er halte ein generelles Widerspruchsrecht gegen die Veröffentlichung von Fotos online für politisch nicht durchsetzbar. Der Minister verteidigte die Erhebung und den Zugang zu Geodaten als sinnvoll. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) forderte in einem Zeitungsinterview, Dreh- und Angelpunkt einer Gesetzesregelung müsse das Zugriffsrecht des Benutzers auf seine personenbezogenen Daten im Internet sein.

NEW YORK: Mehr als 100 Staats- und Regierungschefs beraten von diesem Montag an beim Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen über den weltweiten Kampf gegen Armut und Hunger. Bei dem Treffen in New York soll ein Aktionsplan zur Bekämpfung der Armut beschlossen werden. Mit den konkreten Vereinbarungen sollen möglichst viele der acht Millenniumsentwicklungsziele bis 2015 noch erreicht werden. Vor zehn Jahren hatten sich die Staats- und Regierungschefs auf diese Ziele verständigt, die als wichtigste Vorgaben im internationalen Kampf gegen Armut, Hunger, Krankheiten, Bildungsmangel und Umweltzerstörung gelten. Zentral ist das erste Ziel: Danach soll der Anteil der Menschen, die hungern und in extremer Armut leben, jeweils um die Hälfte sinken. Basis ist das Jahr 1990.

NEW YORK: Auf die gewaltige Flutkatastrophe in Pakistan reagiert die Welt mit neuen Spenden. Bei einer Konferenz der Vereinten Nationen in New York sagten zahlreiche Länder und Organisationen weiteres Geld zu. Auch Deutschland stockt seine Fluthilfe um zehn Millionen auf damit 50 Millionen Euro auf. Entwicklungshilfeminister Niebel sagte, das Geld solle helfen, die Not zu lindern. Über Privatorganisationen haben die Deutschen noch einmal etwa 160 Millionen Euro gespendet.

STOCKHOLM: Bei der Parlamentswahl in Schweden hat die regierende Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident Reinfeldt die meisten Stimmen gewonnen, die absolute Mehrheit aber knapp verfehlt. Nach dem vorläufigen Endergebnis kam die Regierungskoalition auf gut 49 Prozent, das Oppositionsbündnis unter Führung der Sozialdemokraten auf gut 43 Prozent der Stimmen. Der rechtspopulistischen Partei "Schwedendemokraten" gelang mit knapp sechs Prozent der Stimmen erstmals der Einzug in den Reichstag. Regierungschef Reinfeldt sagte, er sei vorbereitet, eine Minderheitsregierung anzuführen.

STUTTGART: Bei dem Amoklauf einer Frau in einem Krankenhaus im baden-württembergischen Lörrach und einer vorangegangenen Explosion in einer Wohnung sind vier Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Die Ermittler gehen von Beziehungstaten der 41-Jährigen aus. Danach gab es zunächst eine Detonation in einer Wohnung, vermutlich ausgelöst durch einen Brandbeschleuniger. Dort wurden zwei Leichen gefunden. Dabei handelt es sich vermutlich um den ehemaligen Lebensgefährten der Frau und um das gemeinsame Kind. Nach der Explosion schoss die Amokläuferin in einem nahegelegenen Krankenhaus um sich. Dabei wurden zunächst mehrere Passanten verletzt. Einen Pfleger erstach sie mit einem Messer. Als Polizisten eintrafen, schoss sie einem Beamten ins Knie. Bei dem folgenden Schusswechsel wurde die Frau selbst tödlich getroffen.

LONDON: Der Kampf gegen die schwerste Ölkatastrophe in der amerikanischen Geschichte hat den britischen Ölkonzern BP inzwischen 9,5 Milliarden Dollar gekostet. Zudem habe der 20 Milliarden Dollar große Sonderfonds für Entschädigungen von Fischern, Hoteliers und Einzelhändlern an der US-Südküste inzwischen 19.000 Anträgen stattgegeben und insgesamt 240 Millionen Dollar ausgezahlt, teilte BP in London mit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden viele Wolken, Richtung Nordsee auch Schauer. Sonst heiter mit viel Sonne im Süden. Höchstwerte 14 bis 21 Grad.

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