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Nachrichten

Montag, 20. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SAN JOSE: Die Verhandlungen zur Lösung der Regierungskrise in Honduras sind weiterhin ohne Erfolg. Bei Gesprächen in Costa Rica lehnte der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya den Versöhnungsplan des costaricanischen Präsidenten Oscar Arias ebenso ab wie die Vertreter der Übergangsregierung. Zelaya sagte der DEUTSCHEN WELLE, er sei aber weiterhin offen für einen Dialog mit allen Teilen der Gesellschaft. Arias wiederum warnte wörtlich vor "einem Bürgerkrieg und Blutbad" in Honduras. Zugleich schlug er den Konfliktparteien vor, sein Vermittlungsmandat um drei Tage zu verlängern und am Mittwoch erneut zusammenzukommen.

TEHERAN: Im Iran hat der frühere Präsident Mohammad Chatami eine Volksabstimmung über die Rechtmäßigkeit der derzeitigen Regierung gefordert. Dies berichten mehrere der Reformbewegung nahe stehende Webseiten. Chatami erklärte demnach, die Iraner hätten nach der Präsidentenwahl vom 12. Juni ihr Vertrauen in das herrschende politische System verloren. Die Opposition wirft Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad Wahlbetrug vor.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag im Südwesten Afghanistans sind elf Menschen getötet worden. Die Männer waren nach Auskunft der Behörden in der Provinz Farah mit einem Kleinbus unterwegs, als am Straßenrand ein Sprengsatz hochging. Vize-Provinzgouverneur Mohammad Junus Rasuli machte die Taliban für die Tat verantwortlich. Am Sonntag hatten Bundeswehr-Soldaten in der Nähe von Kundus in Nordafghanistan zwei Zivilisten erschossen. Laut Bundeswehr feuerten die Soldaten auf den Lieferwagen der Männer, nachdem diese mit hoher Geschwindigkeit auf eine deutsche Stellung zugefahren seien und auch trotz Warnschüssen nicht abgebremst hätten.

KABUL: Die Serie der Flugzeugunglücke bei den internationalen Truppen in Afghanistan reißt nicht ab. Wie die NATO mitteilte, stürzte auf dem Stützpunkt Kandahar im Süden des Landes ein Kampfjet ab. Die beiden Soldaten an Bord hätten sich mit dem Schleudersitz retten können und würden derzeit im Krankenhaus versorgt. Die Unglücksursache ist noch unklar. Es gebe aber keinen Hinweis auf Fremdeinwirkung, hieß es bei der NATO weiter. Am Sonntag war ebenfalls auf dem Stützpunkt in Kandahar ein Hubschrauber abgestürzt. Dabei kamen 16 Zivilisten ums Leben. Am Samstag starben im Osten Afghanistans zwei US-Soldaten beim Absturz ihres Kampfflugzeuges.

KIEL: Nach dem Bruch der großen Koalition in Schleswig-Holstein entscheidet der Landtag über seine Auflösung. Die drei Oppositionsparteien FDP, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband unterstützen die CDU bei ihrem Antrag, um auf diesem Wege Neuwahlen für den 27. September zu erzwingen. Die dafür notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit ist allerdings nur mit Unterstützung der SPD zu erreichen. Deren Fraktion hat jedoch angekündigt, geschlossen gegen den Antrag zu stimmen. Dann dürfte CDU-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen voraussichtlich die Vertrauensfrage stellen.

BERLIN: Der angeschlagene Autobauer Opel hat in den vergangenen fünf Geschäftsjahren nur Verluste gemacht. Das habe die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP im Bundestag geantwortet, berichtet die "Financial Times Deutschland". Demnach summierten sich die Verluste der Adam Opel GmbH aus den Jahren 2003 bis 2007 auf mehr als 1,8 Milliarden Euro. Für 2008 lägen noch keine Angaben vor. – Im Ringen um die Übernahme von Opel endet die Frist für die Bieter. Nur noch an diesem Montag nimmt die Konzernmutter General Motors Angebote entgegen.

STUTTGART: Die Übernahme von Porsche durch Volkswagen könnte möglicherweise noch an den Finanzbehörden scheitern. Bei dem Geschäft drohten mögliche Steuerzahlungen in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Deshalb suche der Aufsichtsrat noch nach Wegen, die Zahlungen an den Fiskus zu vermeiden. Gelinge dies nicht, sei der Deal hinfällig. Ein Porsche-Sprecher bestätigte dem Blatt, dass bei der Übernahme Ertragssteuern in Milliardenhöhe anfallen könnten. Ein denkbarer Ausweg sei die Gründung neuer Gesellschaften.

WIESBADEN: Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Juni so stark gefallen wie seit über 40 Jahren nicht mehr. Energie, Nahrungsmittel, Metalle und andere gewerbliche Produkte waren durchschnittlich 4,6 Prozent billiger als noch vor einem Jahr. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hatte einen vergleichbaren Rückgang zuletzt im Dezember 1968 registriert. Der Preisverfall geht vor allem auf die überdurchschnittlich stark gesunkenen Energiekosten zurück.

SELB: Der insolvente Porzellanhersteller Rosenthal hat einen neuen Eigner. Das bayerische Traditionsunternehmen wird vom italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno übernommen, der auch alle Rosenthal-Standorte erhalten will. Zudem seien für die nächsten Jahre beträchtliche Investitionen angekündigt, sagte Insolvenzverwalter Volker Böhm. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

BERLIN: Zu Beginn des neuen Schuljahrs werden in Deutschland 40.000 Lehrer fehlen. Besonders groß ist der Mangel in den Fächern Mathematik, Informatik und anderen Naturwissenschaften, wie der Deutsche Philologenverband mitteilte. Derzeit sind an bundesdeutschen Schulen rund 770.000 Lehrer tätig. 300.000 von ihnen gehen innerhalb der nächsten zehn Jahre in den Ruhestand.

NEW YORK: Der Bestsellerautor Frank McCourt ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der irisch-amerikanische Schriftsteller war in den 1990er Jahren mit dem autobiografischen Roman "Die Asche meiner Mutter" weltberühmt geworden. Für sein Erstlingswerk erhielt er viele Auszeichnungen, 1997 wurde er mit dem Pulitzer-Preis geehrt.

VANCOUVER: Im Westen Kanadas sind tausende Menschen auf der Flucht vor mehreren großen Busch- und Waldbränden. Nach Angaben der Behörden mussten bereits rund 11.000 Einwohner der Provinz British Columbia ihre Wohnungen verlassen. In der Nähe der Stadt Kelowna wurden neun Häuser und rund 300 Hektar Wald ein Raub der Flammen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonne und Wolken mit einigen Schauern oder Gewittern. Im Südwesten allmählich freundlicher. Die Temperaturen liegen meist bei 19 bis 22 Grad.


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