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Nachrichten

Montag, 20. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

SCHWERIN: Das Vogelgrippe-Virus H5N1 hat inzwischen das Festland in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Bei zwei verendeten Tieren wurde die Infektion mit dem hoch ansteckenden Virus festgestellt. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich bei ihrem Besuch auf der Ostseeinsel Rügen besorgt. Ganz Rügen wurde zur Schutzzone erklärt. Landrätin Kerstin Kassner rief den Katastrophenfall aus. Auf Rügen wurde bislang bei 79 Wildvögeln das Virus H5N1 nachgewiesen. Mit den zwei Fällen auf dem Festland erhöhte sich die Zahl der infizierten Tiere in Mecklenburg-Vorpommern auf 81. Im Norden und Westen Rügens wurde vorsorglich mit der Tötung von Hausgeflügel begonnen. Die Agrarminister der 25 EU-Staaten wollen sich an diesem Montag in Brüssel über die Gefahren der Vogelgrippe austauschen.

BERLIN: Kurz vor dem Spitzengespräch zum Streik im öffentlichen Dienst an diesem Montag haben Beschäftigte in zahlreichen Ländern ihre Arbeitsniederlegungen fortgesetzt. Mit Kundgebungen und der Drohung mit einer Ausweitung der Streiks wollen sie Druck auf die Verhandlungen in Berlin machen. Vor dem Treffen gab es weder von Vertretern der Länder noch von der Gewerkschaft Verdi Kompromisssignale. Die Länder beharren auf längeren Arbeitszeiten. Verdi sieht dadurch Tausende Arbeitsplätze gefährdet und protestiert seit über einer Woche mit Streiks im öffentlichen Dienst.

WIEN: In der österreichischen Hauptstadt beginnen zur Stunde die ersten direkten Verhandlungen von Serben und Albanern über die Zukunft des Kosovo. Dabei geht es noch nicht um den künftigen Status der abtrünnigen serbischen Provinz. Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde steht vielmehr die Frage, wie die serbische Minderheit im Kosovo mehr Eigenverantwortung auf lokaler Ebene bekommen kann. An dem bis Dienstag andauernden Treffen nehmen auch Vertreter der USA, der EU und der NATO teil. - Das Kosovo steht seit 1999 unter der Verwaltung der Vereinten Nationen. Während die albanische Bevölkerungsmehrheit einen eigenen Staat fordert, will Serbien nur eine weit reichende Autonomie gewähren.

BASRA: Die beiden im Irak entführten Mitarbeiter einer deutschen Reinigungsfirma sind wieder frei. Dies teilte ein britischer Militärvertreter mit. Er wisse aber nicht, ob ein Lösegeld für die beiden Mazedonier gezahlt worden sei. Die Männer waren am Donnerstag in der Nähe der südirakischen Stadt Basra verschleppt worden. Die Entführer hatten eine Million Dollar Lösegeld verlangt. - Bei einem Bombenanschlag in der nordirakischen Stadt Mossul wurden mindestens fünf Menschen getötet, mehr als 20 erlitten Verletzungen. Der Sprengsatz detonierte in einem Restaurant, das häufig von Polizisten besucht wird.

BERLIN: Der Absturz des seit Donnerstag im Nordirak vermissten Privatjets aus Bayern ist vom Auswärtigen Amt bestätigt worden. Das Flugzeug sei südöstlich von Suleimanija gefunden worden. Die sechs Leichen seien jedoch noch nicht identifiziert. Warum die Cessna mit den fünf Deutschen und einem Iraker an Bord abstürzte, ist noch unklar.

MOSKAU: Vertreter des Irans und Russlands treffen sich an diesem Montag in Moskau zu Gesprächen über den Atomstreit. Der Kreml hat mit Unterstützung des Westens angeboten, die Anreicherung von Uran für den Iran auf russischem Territorium vorzunehmen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Teheran heimlich Atomwaffen entwickelt. Am Sonntag hatte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki das Interesse seines Landes an dem Kompromißvorschlag bekräftigt. - Der Iran werde aber keine Vorbedingungen für die Verhandlungen akzeptieren. Der Atomkonflikt ist auch Thema eines Treffens von Mottaki mit EU-Vertretern an diesem Montag in Brüssel.

RAMALLAH: Die palästinensische Autonomiebehörde steht vor einer schweren Finanzkrise. Das bestätigte Präsident Mahmud Abbas. Das israelische Kabinett hatte am Sonntag beschlossen, ab sofort keine Steuern und Zölle mehr an die Palästinenser zu überweisen. Bislang hatte Israel für die Autonomiebehörde pro Monat 50 Millionen Dollar eingetrieben. Das Kabinett reagiert damit auf die Konstituierung des Palästinenser-Parlaments, in dem die israel-feindliche Hamas die Mehrheit hat. Unterstützung könnte die Hamas jetzt von der Arabischen Liga erhalten. Nach Angaben ihres Generalsekretärs soll an diesem Montag über Finanzhilfen für die Palästinenser beraten werden.

SEOUL: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat seinen zweitägigen Besuch in Südkorea beendet. Bei den Gesprächen mit Präsident Roh Moo Hyun habe die Wiedervereinigung Koreas deutlich im Vordergrund gestanden, sagte Steinmeier in Seoul. In Südkorea werde genau verfolgt, wie Deutschland den Weg der Wiedervereinigung gegangen und wie die Folgen finanzpolitisch bewältigt worden seien. Steinmeier ist inzwischen nach Tokio weitergereist.

PEKING: In China ist ein weiteres Mal ein Fluss durch einen Chemieunfall vergiftet worden. Betroffen sind 20.000 Menschen, deren Trinkwasserversorgung für mindestens vier Tage unterbrochen ist, wie die amtliche Zeitung 'China Daily' meldet. Der Unfall hatte sich in einem Kraftwerk am Fluss Yuexi in der Provinz Sichuan ereignet. Im Flusswasser sollen hohe Konzentrationen von Fluor, Stickstoff und Phenol sein.

ZUM SPORT: Nach der Doping-Razzia bei österreichischen Olympiateilnehmern sind die Biathleten Wolfgang Rottmann und Wolfgang Perner aus dem Olympiateam des Landes ausgeschlossen worden. Beide hatten die Spiele ohne Abmeldung verlassen. Im Visier der Fahnder stand vor allem Biathlon-Trainer Walter Mayer, der trotz Verbots zu den Spielen in Turin angereist war. Mayer ist nach einer Festnahme in Österreich wieder auf freiem Fuß.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Rheinland bis zum Erzgebirge teils kräftiger Regen. Vom Münsterland bis nach Thüringen schneit es bis in tiefere Lagen. Höchsttemperaturen von zwei bis neun Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 2 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 1 Grad, nach Nebel;

Dresden: 1 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn und

Frankfurt am Main: 4 Grad, Regen und

München: 4 Grad, leicht bewölkt.