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Nachrichten

Montag, 20. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den afghanischen Behörden für die Befreiung der gekidnappten deutschen Entwicklungshelferin in Kabul gedankt. Es gehe der Frau den Umständen entsprechend gut, sagte Steinmeier. Er fügte hinzu, der Krisenstab im Auswärtigen Amt arbeite nun daran, den ebenfalls in Afghanistan verschleppten deutschen Bau-Ingenieur freizubekommen. Bei der Befreiung der am Samstag entführten Deutschen wurden vier Verdächtige festgenommen. Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums wurde auch der mutmaßliche Drahtzieher der Morde an zwei Journalisten der Deutschen Welle gefasst. Der Mann sei bereits in der vergangenen Woche festgenommen worden. Die beiden Deutschen waren im Oktober des vergangenen Jahres in Nordafghanistan erschossen worden.

BANGKOK: Eine deutliche Mehrheit der Thailänder hat sich für die von der Armeeführung ausgearbeitete neue Verfassung entschieden. Sie soll eine machtvolle Ein-Partei-Regierung wie die des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra künftig verhindern. Der nach dem Militärputsch eingesetzte Regierungschef Surayud Chulanont hatte Parlamentswahlen noch für dieses Jahr versprochen. Dem offiziellen Ergebnis zufolge lag die Zustimmung bei rund 58 Prozent, mehr als 42 Prozent der Wähler stimmten dagegen.

BAGDAD: Der Gouverneur der südirakischen Provinz Muthanna ist bei einem Attentat getötet worden. Nach Polizeiangaben wurde in der Stadt Samawa auf die Wagenkolonne von Mohammed Ali al Hassani ein Bombenanschlag verübt. Drei seiner Begleiter wurden schwer verletzt. Der Gouverneur war Mitglied des Obersten Islamischen Rats im Irak. Seine Mitglieder bekämpfen die schiitische Mahdi-Miliz. - Unterdessen hat sich die irakische Regierung zufrieden gezeigt über den Besuch des französischen Außenministers Bernard Kouchner in Bagdad. Außenminister Hoschiar Sebari sagte, er hoffe, auch andere europäische Politiker würden nach Bagdad kommen. Die Reise Kouchners war der erste Besuch eines hochrangigen Regierungsvertreters Frankreichs in Bagdad seit der von den USA angeführten Militärinvasion im Irak im März 2003.

ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans sind bei einem Bombenanschlag drei Soldaten getötet und acht verletzt worden. Nach Polizeiangaben raste der Attentäter mit einem Fahrzeug in einen Kontrollposten. Dabei sei eine Bombe explodiert. Der Nordwesten Pakistans gilt als Hochburg extremistischer Gruppen. Auch Mitglieder der radikal-islamischen El-Kaida-Organisation halten sich dort versteckt. In der Region ist die Gewalt seit der Erstürmung der Roten Moschee in der Hauptstadt Islamabad Anfang Juli eskaliert.

JERUSALEM: Nach massiven Protesten von Holocaust-Überlebenden wird die israelische Regierung ihre finanzielle Unterstützung für bedürftige NS-Opfer deutlich erhöhen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Überlebende, die bisher keine Entschädigung erhalten haben, von sofort an neben ihren staatlichen Zuwendungen eine monatliche Hilfe von umgerechnet 211 Euro erhalten. Überlebende, die bereits eine Entschädigung aus Deutschland bekommen, erhalten eine jährliche zusätzliche Hilfe von 530 Euro. Die israelische Regierung will sich nach eigenen Angaben an die deutsche Regierung wegen der Übernahme dieser Kosten wenden. Rund 80.000 Holocaust-Überlebende hatten in den vergangenen Monaten in Israel wiederholt gegen die geringe finanzielle Unterstützung protestiert.

BERLIN: Die frühere RAF-Terroristin Eva Haule ist nach 21 Jahren Haft auf freiem Fuß. Die 53-Jährige sei bereits am Freitag aus dem Gefängnis entlassen worden, teilte eine Sprecherin des Berliner Senats mit. Zuvor hatte ein Gericht ihre Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt. Haule gehörte der Roten-Armee-Fraktion von 1984 bis zu ihrer Festnahme 1986 an. Sie wurde wegen dreifachen Mordes, Mordversuchs und Beteiligung an einem Sprengstoffanschlag auf die Frankfurter Rhein-Main-Airbase zu lebenslanger Haft verurteilt.

KINGSTON: Auf seinem Weg durch die Karibik hat der Hurrikan 'Dean' mit Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern in der Stunde auf Jamaika schwere Schäden angerichtet. Es kam zu Erdrutschen, Bäume fielen um und Hütten wurden zerstört. Um Plünderungen zu vermeiden, verhängte die Regierung eine zweitägige Ausgangssperre. In Mexiko, Belize und auf Kuba begannen die Menschen inzwischen, sich auf den herannahenden Sturm vorzubereiten.

TOKIO: Die asiatischen Aktienbörsen haben nach den massiven Einbrüchen der vergangenen Tage deutlich Boden gut gemacht. In Japan legte der Nikkei-Index um drei Prozent zu. Die japanische Zentralbank hatte zuvor nochmals Milliardensummen in den Geldmarkt gepumpt.

TOKIO: Auf der japanischen Insel Okinawa sind 165 Insassen einer Boeing 737 nur knapp einer Katastrophe entgangen. Die Maschine der taiwanischen Fluggesellschaft China Airlines ging kurz nach der Landung auf dem Flughafen von Naha in Flammen auf. Alle Passagiere und die Besatzung konnten sich aber laut Feuerwehr über Notrutschen in Sicherheit bringen. Zwei der Insassen wurden verletzt. Das Flugzeug hatte kurz nach der Landung an einem Triebwerk Feuer gefangen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft mit Schauern und Gewittern. In der Mitte meist trocken. Höchstwerte 15 bis 25 Grad.

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